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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-11-01 · 44 (1.11.1907) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
44 (1.11.1907)
Date
1907-11-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 7d4 Dr. Llocb's Mocbenscbrttt. -rr. 44 V. G o mPerz, Frau Dr. Landau, Direktor Max Fischer, Leiterin der Filiale Brigittenau Fräulein Julie Max. Ehrendamen-Komitee der israelitischen Altersversorgungs - Anstalt: Präsidentin Jda Diamant, die Damen Nanny David, Jeanette Feuchtwang, Grete G r u n w a l d, Martha S t i a ß n y. Die Religionslehr er der israelitischen Kultusgemeinde: Unter Führung der Inspektoren Professor Kanitz und Dr. L a n g f e l d e r. Verein zur Unterstützung israelitischer Handwerker und Kleingewerbetreibender (Adresse): Präsident Baurat S t i a ß n y, Schriftführer Doktor Taussig, Emil Jelinek, Ignaz Zolles, kais. Rat Lichten st ad t, Kommerzialrat Alfred P o l l a k Ritter von R u d i n, Benno Rothziegel; die Damen : Frau Direktor Zolles, Frau kais. Rat Lichten st ad t, Frau P o l l a k v. Rudin, Frau Baurat Stiaßny. Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis: Vizepräsident Albert Winterberg, Obmann des Exekutivkomitees Dr. T a u s s i g. Tempelverein Josef st a d t: Präsident Hoflieferant Hermann Beck, Architekt Modern, Hoflieferant Adolf B e ck. Kaiserin E l i sa b e th -Le h rm äd ch e n h ort : Präsident kais. Rat Dr. Krüger, die Vizepräsidentin Frau Regine Mayer, Schriftführerin Frau Dr. Weiß, Frauen: Bruckner, Frankl, Fräulein Selma Lichten st ad t, Baumeister Adolf Schwadron. Verein „Kinderheim": Präsident kais. Rat Dr. S. Krüger, Regierungsrat Dr. Schlag. Josef st ädter Frauen - Wohltätigkeits- Verein und Rekonvaleszentenheim „P h ilantropia-: Präsidentin Amalia Beck, Johanna Beck. Verein zur Hebung der Gewerbe: Präsident S. B r o d, Max Makler, Hermann Beck, Architekt Modern, Baumeister Schwadron. Jüdische Toynbee-Halle: Präsident Max Frank, Vizepräsident Karl Freund, Sekretär F u ch s g e l b. Verein zur Errichtung und Erhaltung von Horten für schulpflichtige Kinder: Präsident Max Frank. Kaiserin Elisabeth-Institut für israelitische Krankenpflegerinnen: Präsident, Primär. Dr. F l e i s ch m a n n. Von der Familie des Jubilars waren erschienen: dessen Bruder Hermann Ritter von Goldschmidt mit Frau und Tochter, Herr Karl Mayer und Frau (dieTochter von Julius Ritter von Goldschmidt s. A.); ferner Rabbiner Doktor David, Dr. Feuchtwang, Dr. Gelbhaus, Dr. G r u nw a l d, Dr. Rosenmann, Chacham Michael P a p o von der türkisch-israelitischen Gemeinde, die Ober-Kantoren Jos. Singer, Bela G u t t m a n n, die I. Kantoren I. Schiller und Don Fuchs, sodann Frau Baronin Julie S ch e y, Baron Hubert S ch e y, die Schriftsteller Julius Bauer und Dr. I. S. Bloch, die kais. Räte W. Stiaßny und Arnold Fröhl i ch, der ehemalige Reichsrats-Abgeordnete Dr. Vogler, Regimentsarzt Dr. Stiaßny, Präsident des Tempelvereins Alsergrund Gottlieb Bettelheim, kais. Rat Wilhelm, Fabriksbesitzer Rudolf K o h n, Zivil-Ingenieur Brunn, Baumeister Barber, Großindustrieller Dr. I. Schwarzmann, k. k. Hofmufiker Prof. Joseph S u l z e r und viele andere, zusammen gegen 300 Personen. Um 8 Uhr abends vereinigte sich ein großer Teil der Genannten, gegen 120 Herren und Damen, in den zu einem gemeinschaftlichen großen Saale vereinigten Lokalitäten des Restaurant Tonello zu einem gemeinsamen Male. Nach dem dritten Gange erhob sich Baurat Stiaßny, um als einer der Veranstalter der Festlichkeiten in kurzer, launiger Rede die Festgäste und den Gefeierten zu begrüßen. Von den vielen Tischreden seien hervorgehoben: Präsident der Kultusgemeinde Dr. Alfred Stern, der in großangelegter Rede und unter lebhaftem Beifall den verdienstvollen Vize-Präsidenten feierte; Gemeinderat Dr. Alexander von Dorn, der Goldschmidt's kommunale Tätigkeit seit fast' einem Menschenalter schildert. Nunmehr erhebt sich unter stürmischen Beifall Meister Adolf S o n n e n t h a l, der ein von Julius Bauer verfaßtes Scherzgedicht auf Goldschmidt vortrug. Lauter Beifall, stürmische Heiterkeit unterbrachen wiederholt den unvergleichlichen Künstler; tosender Applaus, der kein Ende zu nehmen schien, belohnte den großen Meister. Als dieser „in seiner Eigenschaft als Regisseur", wie er sagte, den bis dahin unbekannten Autor verkündete, ertönte bei Nennung des Namens Julius Bauer, des geistvollen humoristischen Dichters, abermals lauter Beifall. Der frühere Reichrats-Abgeordnete Dr. Ludwig Vogler schilderte in geistvoller Weise die Tätigkeit Goldschmidts im Gemeinderate und im Stadtrate. Ueber die Bitte des Vorsitzenden an den großen Gelehrten und Lehrer, Hofrat Professor Politzer rühmte dieser unter lebhaftem Beifall die Tätigkeit Goldschmidts im Jüdischen Museum, indem er gleichzeitig einen warmem Appell an die Anwesenden richtete, dieses schöne, in seiner Art einzige Institut kräftig zu unterstützen. Gemeinderat Allmeder hielt einen launigen Toast auf die Damen. Universitätsprofessor Dr. E h r m a n n dankte in poetischer, tief empfundener Rede dem Meister Sonnenthal, der durch seine Kunst das heutige Fest verschönt hatte, und rühmte dessen Verdienste um das Jüdische Museum, welches ihm alljährlich einen köstlichen Vortrag zu verdanken habe; er gedachte dabei der herrlichen Wiedergabe von „Prinzessin Sabbath", „Rabbi von Bacharach" und „Juda Halevi". Dieser Trinkspruch wurde mit besonderem Beifall ausgenommen. Es sprachen noch kaiserl. Rat S ch e f f t e l für das Ferienheim, Frau Amalie Beck für den Josefstädter Frauenverein. Doktor Markus Spitzer .schilderte in geistvoller, humoristischer Art die Tätigkeit Goldschmidts in der Kultusgememeinde, der den Staatsbürger von der Wiege („Wöchnerinnenverband") bis zum Grabe (Friedhofs-Kommission) treu begleitet. Zum Schluß feierte Rabbiner Dr. Rosenmann an Goldschmidt die Glaubenstreue und die Liebe zu seinem Volke. Nunmehr dankte der Jubilar in formvollendeter Rede jedem einzelnen der Sprecher; tief gerührt gedachte er, wie vor 12 Jahren Baurat Stiaßny mit dem leider zu früh verstorbenen Architekten Fleischer zu ihm gekommen war, um mit ihm die Gründung des „Jüdischen Museums" zu besprechen und wie gleichzeitig mit ihm berühmte Männer in das Kuratorium dieser Gesellschaft eingetreten seien. Endlich gedachte er der hocherfreulichen Tatsache, daß S e. Majestät nunmehr von schwerer Krankheit geheilt sei und zur Freude seiner Völker der vollen Genesung entgegengehe. Der letzte Teil dieser Rede wurde von den Anwesenden stehend angehört; am Schluffe brachte die Versammlung ein begeistertes Hoch auf den Kaiser aus und wurde im Chore die Volkshymne gesungen. Zum Schluffe der schönen Feier folgte eine Reihe von musikalischen Darbietungen, unter welchen Duette für Cello und Harfe, vorgetragen von Professor Joseph S u l z e r und Fräulein Hedwig Baum, sowie Solo-Piecen für die Harfe, ausgeführt von der letztgenannten jungen Künstlerin, besonders hervorgehoben seien. S u l z e r's meisterhaftes Spiel und das der Harfenvirtuosin fanden verdienten Beifall. Erst nach Mitternacht löste sich die Gesellschaft, entzückt von der seltenen Feier, auf. Wiener Spar- und Kreditgesellschaft. Vor einigen Tagen fand bei der Wiener Spar- und Kreditgesellschaft (Franz Josefs-Kai 43) eine Sitzung des Gesamtvorstandes behufs Ueberprüfung der Rohbilanz für das III. Quartal d. I. statt. Das Referat hierüber hatte der leitende Direktor Herr Oberbuchhalter Po llak. Derselbe war in der angenehmen Lage, konstatieren zu können, daß

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