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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-09-13 · 37 (13.9.1907) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
37 (13.9.1907)
Date
1907-09-13
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 37 Vr. Bloch's Wochrn-chrM. Seite 615 Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Max Marmoroscb Stiftung für Handelsakademiker. Am 5. Kislew (11. November 1907) aus dem Sterbetage des Herrn Max Marmorosch gelangen aus obiger Stiftung ein oder zwei Platze im Betrage von K 660.— beziehungsweise je K 310.— an arme israelitische Schüler der Wiener Handelsakademie zur Verleihung. Unter den Kompetenten geniessen bei gleicher Würdigkeit m erster Linie den Vorzug solche Bewerber, welche mit dem Stifter Herrn Jacob Marmorosch, mit dessen Gattin, Frau Bachei geborene Löbl oder mit deren Schwiegersöhnen, Herrn Hermann Lemberger und Herrn Carl Pisling verwandt sind, in zweiter Linie solche, weiche in Bukarest geboren oder dort ihre Erziehung ganz oder zum Teile genossen haben. Die mit einem Geburts-, Armuts¬ und den bisherigen Schulzengnissen, sowie eventuell mit den im Sinne des vorhergehenden Absatzes ein Vorzugsrecht begründenden Nachweisen belegten Gesuche sind bis 30. September 19117 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, 1., Seiteustettengasse 4, Hl. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Metriken der israelitischen Kultnsgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Df. Adolf Sacks’scbe Stiftung für Herr- und Aorta-Kranke. Der Unterzeichnete Vorstand verlautbart hiemit, dass aus den Stiftungsertragnissen der obigen Stiftung per K 6810.— a) Jahresunterstützungen für das Jahr 1908 im Betrage von je K 600.— für Herz- und Aorta-Kranke zur Verleihung gelangen und dass b) der nach a) unverteilte Best der Stiftungsinteresssen von Fall zu Fall an ebensolche Kranke verteilt wird. Anspruch aut diese Stiftung naben bedürftige Personen, ohne Unterschied des Geschlechtes, des Standes und der Beligion, welche mit hochgradigen Herz- und Aorta-Krankheiten behaftet sind, an Kongestionen gegen den Kopf leiden und infolgedessen ihren Beruf aufgeben müssen. Ledige Männer haben den Vorzug. Die ungestempelten Gesuche sind bis 30. September 1907 im Einreichungsprotoholle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, 1., S.itenstettengasse 4, 111. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen und müssen mit nachfolgenden Beilagen versehen sein: 1. einem amtsärztlichen Zeugnisse über das mit Kongestionen gegen den Kopf verbundene Herz- und Aorta-Leiden des Gesuchstellers und über den Einfluss, welchen dieses Leiden auf die Berufstätigkeit des Kranken ausübt; 2. einem glaubhaften Nachweise über die Armut des Bewerbers, worin .auch das Alter und das Einkommen der Eltern, Geschwister, eventuell der Kinder wahrheitsgetreu anzugeben ist; 3. mit Dokumenten über Geburt und Zuständigkeit. Die Unterstützung von K 600.— wird auf das Jahr 1908 verliehen und in vierteljährigen gleichen Dekursivraten, deren erste am 1. April 1908 fällig wird, ausbezahlt gegen Beibringung entsprechender Belege, dass die Bedürftigkeit und Berufsunfähigkeit des Stiftlings fortdauert. Bei unverändert bleibenden Verhältnissen baben Bewerber, welche bereits im Genüsse dieserStiftung stehen, in der Bege 1 den Vorzug. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Theobald Uffepheimer’sche Ausstattungsstiftnng. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt hiemit bekannt, dass am 28. November 1907 aus dieser Stiftung zwei Plätze im Betrage von je K 800.— an arme israelitische, wohlverhaltene Mädchen zur Verleihung gelangen werden. Unter den Bewerberinnen um diese Stiftung geniessen ein Vorrecht: 1. Verwandte des Stifters, 2. nach Wien zuständige oder im Bezirke Leopoldstadt in Wien und in W i e n!ü berhauptgeboreneBewerberinnen. Die mit dem Geburts-, Armuts-, Sitten- und Brautstandszeugnisse sowie beim Vorhandensein eines oder mehrerer der erwähnten Vorzugsrechte mit den diesfälligen dokumentarischen Nachweisen versehenen Gesuche sind bis 30. Soptompor 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien I., Seitenstettengasse 4, HI. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung der Stiftung verehelichen, werden des Bezugsrechtes verlustig. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden n i ch t berücksichtigt. Slegmond und Reglne Kauder’sche Heirats-Ausstattung«- Stiftung für mittellose Jüdische Bräute, Aus der obgenannten Stiftung sind am 26. November 1907 die Jahreserträgnisse per K 215.— vor allen Anderen an Verwandte des stifterischen Ehepaares, Herrn Siegmund Kauders und dessen Gattin, Frau Begine geh. Schlesinger (in erster, zweiter und dritter Linie) an Verwandte der Familien Dr. Anton Kauders aus Könnend, Ungarn, und Johanna Wolf, verehelichte Kauders aus Eisenstadt, Ungarn, Josef Schlesinger aus Tyrnau, Ungarn, und Johanna Neubrunn verehelichte Schlesinger aus Trenczin, Ungarn, (in erster und zweiter Linie) und in Ermanglung von Bewerberinnen der vorgenannten Kategorien an nach Wien zuständige, bezw. in Wien gebornene und bis zur Zeit der Bewerbung daselbst wohnhafte, endlich in letzter Linie an Bewerberinnen österreichischer oder-ungarischer Staatsangehörigkeit, ohne Bücksicht auf Zuständigkeit und Wohnort zu verleihen. Die Gesuche sind mit dem Geburtsschein, dem Mittel losigke its- oder Armutszeugnisse, dem Sittenzeugnisse, sowie dem Nachweise des Brautstandes zu belegen; Bewerberinnen, welche das Vorzugsrecht der Verwandtschaft geltend machen wollen, haben dieselbe doäumentarischnachzuweisen; Bewerberinnen, welche nach Wien zuständig sind, haben die Wiener Heimatsberechtigung, in Wien geborne endlich den Umstand, dass sie bis zur Zeit der Bewerbung in Wien domizilierten, mit dem Meldzettel zu belegen. Die Ueberreichung der ordungsgemäss belegten Gesuche hat bis längstens 30. SBPtBmbß? 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, 1., Seitenstettengasse 4, UI. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich während der Amts stunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags behoben werden können, zu erfolgen. Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung der Stiftung verehelichen, werden des Bezugs rechtes verlustig. Auszüge aus den Matriken der Israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. iNicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Professor Rosa Goldentlial Seelenheil- und Wltwen-Stlftung. Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiemit bekannt gemacht, dass an dem Sterbegedächtnistage der obengenannten Stifterin, das ist am 11. Cheschwan (19. Oktober 1907) aus den Erträgnissen dieser Stiftung ein Betrag vonK 21.80 an eine arme, alte, alleinstehen de, gebrechlicheWitwejüdischerBeligion, zunächst aus der Familie und Verwandtschaft der Stifterin, im Falle des Abganges einer solchen an eine mit der Stifterin nicht verwandte, den obigen Bestimmungen entsprechende Witwe zur Verleihung gelangt. Gesuche um Verleihung des Stiftungsbetrages sind belegt mit dem Geburtsscheine und dem Armutszeugnisse der Bewerberin, dem Totenscheine des Gatten, sowie eventuell mit dem Nachweise der Verwandtschaft mit der Stifterin bis 15. September 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich vei abfolgt werden, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. September 1907. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wieh.

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