Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 35 (30.8.1907)
- Date
- 1907-08-30
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Sette 584 Dr. Lwcv's Mocöenscbrttti Nr. 35 Aufruf. Der achte Zionistenkongress Im Haag, der eben geschlossen wurde, hat den Sieg der praktischen Zionisten gebracht. Der politische Zionismus ist tot. Im Haag ist Herzls Erbe eiugesargt worden. Sie haben dort Herzl wiederum begraben. Ussischkin, der alte Gegner Herzls, hat gesiegt. Der Ussischkinismus ist Trumpf. Es lebt der durch die Tatsachen und Herzl überwundene Chowewe Zionismus wieder auf. Es besteht kein Unterschied zwischen dem neu verkündeten praktischen Zionismus und dem Chowewe Zionismus. Ahgestossen sind die Westjuden, von der Tribüne des Kongresses vertreibt man die Intellektuellen. Wer. daher das Erbe Herzls wahren will, wer die durch unseren grossen.. Führer geweckte nationale Idee nicht durch kleinliche Mittel versumpfen lassen will, wer den Kampf für die Verwirklichung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte mit politischen lind grossen Mitteln führen will, muss sich jetzt um die Fahne Zanffwills scharen, muss den sterilen Boden unpolitischer, kleinlicher Arbeit verlassen und sich dem Manne anschliessen, der durch Wort und Tat bewiesen hat, dass er der würdigste Nachfolger Herzls ist. Insbesondere gilt unser Ruf den alten treuen Mitstreitern Herzls. Sie mögen sich uns mutig und kühn anschliessen, um die Ideale des Judenstaates zu verwirklichen. Im Lager Zangwills ist der politische Zionismus, ist Herzls Erbe. Und dafür gilt es jetzt zu kämpfen allen, die für die Freiheit des Judentums begeistert und entschlossen sind. Schart Euch alle um uns! Der jüdische Bürgerverein ,,lto“ in Wien XV. Dir. Dr. S. Krenberger, Obmann. Anmeldungen XIII/8, Auhofstrasse Nr. 221. Morlz Goldbergerstiftnng für einen Rabblnatskandidaten. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangt die obengenannte Stiftung im Jahresbetrage von K 560 auf ein, eventuell zwei Jahre zur Verleihung. Zur Bewerbung erscheinen nur solche Personen berechtigt, welche die Qualifikation für das Amt eines Rabbiners besitzen, aber noch keine amtliche Stellung bekleiden. Die mit den Studien- und Befähigungszeugnissen, sowie den Personaldokumenten belegten Gesuche sind bis 15. SBptßlDher 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, L, Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 19 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 15. August 1907. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Konkurs. Bei der gefertigten Gemeinde gelangt der Posten eines Religionslehrers mit 1. Oktober 1907 zur Besetzung. Bewerber muss die Fähigkeit besitzen, an den Volks-, an der achtklassigen Real- und an der höheren Töchterschale schulplanmässig den Religionsunterricht (deutsch oder serbokroatisch) zu erteilen, ferner die Sekretärsgeschäfte zu führen, sowie als zeitgemässer Aushilfevorbeter anlässlich der hohen Feiertage zu fungieren. Der Jahresgehalt wird mit 1800 Kronen stipuliert. Kandidaten, die ihre Ausbildung in Oesterreich-Ungarn oder in Deutschland an einem im Range einer Hochschule stehenden Rabbinerseminare genossen haben, werden unbedingt bevorzugt. Nur Berufene werden zum Probevortrage zugelassen und nur dem Akzeptierten werden Reisespesen im Höchsthetrage von 100 Kronen vergütet. Bewerber um diese Stelle wollen ihre Gesuche mit Nachweis obiger Qualifikation, ihres Alters, Familienstandes, sowie ihres ’ bisherigen Wirkens längstens bis 15. September 1907 an den Vorstand der Oesterr.-ung. israel. Kultusgemeinde in Banjaluka (Bosnien) einsenden. Banjaluka am 25. August 1907. Ilirfionhor RQIimoiotor Übernimmt alle in das Hochbaufach UUUIdlfllCl DaUlllCIdlGl einschlagenden Arbeiten zu massigen Preisen. Zuschriften unter „A. ß.“ postlagernd Wien XV. Nur gegen Schein. Sigmund Fluss k: u. K. Hoflieferant. Brünn k. r.:: . Hoflieferant Hof-Kunstfmi und (hem. Waschanstalt für Garderoben, Uniformen und Stoffe aller Art. Spezialität: Färberei für Seidenkleider in allen Färben. Billige Preise. — Vorzügliche Arbeit. ' Für hervorragende Leistung! prämiiert■ mit 10 goldenen Medaillen; Provinzaufträge Werden auf das Sorgfältigste, ausgeführt. Annahmestellen in allen grösseren Städten, wo; nicht,' erbitte direkte Zusendung. m- ’Dim v'2^1 ‘»vinm -m liefert die allgemein bekannte, solide und billigste Firma JAKOB KLEIN, Triest via Saverio Mereadante 4 Bitte Preis-Anstellungen zu verlangen. 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