Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 32 (9.8.1907)
- Date
- 1907-08-09
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 32 Mr. Llocd's MocvenscbrttL. Seite 531 der Alchymisten, „Gold zu fabrizieren". Sehr gut ist der folgende Satz: „Efau und Jakob können wohl zu einander kommen, aber nicht bei einander bleiben." Etwas über das Judentum: „Das Judentum ist ein Ofen, der drei gewaltige Säle heizt: den eigenen, den des Christentums und den des Islams." Der folgende Satz kann von Juden und Nichtjuden beherzigt werden : „In manchem heutigen Tempel geht es umgekehrt zu wie in Athen: dort war das Theater ein Heiligtum, hier ist das Heiligtum ein Theater." — Für die modernen Assyriologen ein Sätzchen ins Stammbuch: „Friedrich Delitzsch will die Sünden der Enkel an den Großvätern rächen." Und noch ein Wörtlein gegen die moderne Philosophie und einen ihrer Vertreter : „Das Judentum besitzt so ungeheure Kraft, daß es selbst einen Feuerbach zu verdauen vermag." Die Versuchung ist groß, noch manches kräftige Wörtlein aus diesem Buche moderner Spruchweisheit anzuführen. Wir unterlassen es, indem wir auf das Werkchen selbst verweisen. Man lese es und danke mit uns dem Verfasser, mit dem wir sagen können : „Alle reifen Früchte am Baum der Erkenntnis sind gut." Wir nehmen die Früchte auch von diesem Baum, und stehe, sie find schön und gut; freilich schmecken fie manchmal etwas herb — wie die Wahrheit. Bad Ischl, 25. Juli 1907. Dr. Max G r ü n f e l d. Neue Bücher Fritz Hnubrich. Die Juden in Trier. Verlagsbuchhandlung Jakob L i n tz, Trier 1907. Bericht desVorstandes derCzernowitzer israelitischen Kultusgemeinde über deren Gesamttätigkeit innerhalb derWahlperioden 1901—1904 und 1904—1907. Selbstverlag der I s r a e l itischen Kultusgemeinde Czernowitz 1907. Julius I. Major. Lieder derSabbatharier- Nach dem Gesänge der Dorfältesten in Bözödujfalu in Noten gesetzt und harmonisiert. Ins Deutsche übertragen von Irene G e r ö-C s e r h a l m i. Preis K 5.—. „Orpheus" Ungarn. Mufikverlag, (Hauptkommissionär Bola Mery,) Budapest, VI., Andräfsy-ut 12. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen linserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebnng derselben von uns versendeten Post aufträge gefälligst honorieren zn wollen. Die Administration. Aufruf. Vorstand und Rabbinat der israelitischen Kultusgemeinde in Luck in Böhmen wendet sich an edle Menschenfreunde mit der Bitte um Unterstützung der unglücklichen Eheleute Jakob und Julie Hirsch, Tempeldiener in Luck, mit ihren neun gröktenteils unversorgten Kindern. Durch ein Schadenfeuer, welches Dienstag, am 30. Juli d. I. im Wohnhause des Bürgermeisters Franz Felder auf unaufgeklärte Weise ausbrach, ist die arme Familre Hirsch um ihr weniges Hab und Gut gekommen. Leider war die Familie nicht versichert, so daß sie dermalen der größten Not und dem Elend preisgegeben ist. Die ohnehin kleine Kultusgemeinde hat K 40.— aufgebracht, um die notwendigsten Bedürfnisse der armen Familie auf knappe Zeit zu decken. Die Abbrändler benötigen Möbel, Kleider u. s. w. und die hiesige arme Kultusgemeinde ist nicht in der Lage, das alles aufzubringen. Die Kultusgemeinde und das Rabbinat wenden sich deswegen an edle Menschenfreunde um Unterstützung der unglücklichen Familie. Die Spenden werden in der „Oesterr. Wochenschrift" ausgewiesen. Luck, am 2. August 1907. Israel. Kultusgemeinde Luck, Böhmen. Emanuel P o l n a n e r, Albert H i r s (b. Rabbiner. Kultus vorn r..:. «loset und Cäcilla Adler-Stiftung. Am 26. Oktober 1907 gelangen bei der israelitischen Kultusgeinsinde Wien die halbjährigen Zinsen der obigen Stiftung per K 210.— in Beträgen von 40—60 K an arme Personen israelitischer Religion behufs Bezahlung der Wohnungsmiete zur Verteilung. Die Bewerber haben die mit dem Nachweise ihrer Armut versehenen Ursache bis 31. AUQUSt 1907 im E nreichungsprotokolle der israelitischen Eultnsgemeinde Wien. I., Seitenstettengasse 4, 111. Stock, woselbst auch Gesuchsbar kette unentgeltlich zn beheben sind, zwischen 9 und 13 Uhr vormittags zu überrechen. Arm e Verwandte der Stifterin, Frau Cäcilie Adler, sodann Witwen mit unversorgten Kindern, ältere hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, endlich «lern Lehrfache angehörige Personen werden in erster Linie berücksichtigt. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Knltusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf später einlangende Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Israelitische Kultus gemeinde Wien. Aus den Erträgnissen der von dem am 14. September lt87 in Wien verstorbenen Herrn Heinrich Stern errichteten Beiratsausstattungsstiftuug gelangt ein Platz im Betrage von K 280.— au ein armes, braves jüdisches Mädchen — vorzugsweise an ein solches, welches mit dem Stifter verwandt ist, zur Verleihung. Die mit dem Geburts-, Armuts- und Sittenzeugnisse, sowie mit der Bestätigung üb-r die erfolgte Verlobung, eventuell dem Nachweise über die Verwandtschaft mit dem Stifter belegten Gesuche sind bis 31 August 1907 im Einreichungsprotokolle der l-raelitischeu Knltusgemeinde Wien, I.. Seitenstettengasse 4, ill Stock, zu überreichen und werden doruelbst Gesuchsblankette unentgeltlich verabfolgt. Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung verehelicht habeu, werden des Bezugsrechtes verlustig. Auszüge aus den Geburts-, Traurings- und Sterbematriken der israelitischen ultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege u i c h t erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Klara Krasnopolskrschs Gehet- und wobltätigkeits-Stiftung. Am 28. Tischri (6. Oktober 1907) als dem Sterbetage der Frau Klara Krasnopolski gelangen die halbjährigen Zinsen obengenannter Stiftung im Betrage von K 100.— unter mehrere Arme israelitischer Religion zur Verleihung. Die Bewerber haben die mit dem Nachw eise ihrer Armut versehenen Gesuche bis 3t. AllQUSt 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I, Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags Gesncbsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, zu überreichen. Arme Verwandte der Stifterin, Frau Klara Krasnopolski, werden in erster Linie berücksichtigt. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Heinrich S. Reltllnger’sclie Wobltätigkeits-Stiftung. Am 26. Tischri (4. Oktober 1907) als am Sterbetage des seligen Herrn Heinrich 8. Reitlineer gelangen die Zinsen ans obi er Stiftung im Betra.e von K 260.— an eine „verarmte, würdige israelitische Familie, die in Wien wohnhaft ist und in deren Mitte Sinn für die Religion herrscht“ zur Verleihung. Bewerber um diese Stiftung haben ihre mit einem Armutszeugnisse belegten Gesuche bis 31. August 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I, Seitenstettengasse 4, III. Stock, zu überreichen, woselbst auch Gesuchsblankette während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags unentgeltlich zu beheben sind. Auszüge aus den Metriken der israelitischen Knltusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Adam Herzfeld Ausstattungs-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Knltusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenntnis, «’at-s die zweijährigen Zinsen der von dem Herrn Adam Herzfeld begründeten Ausstattungs-Stiftung im Betrage von K 460— an ein mit dem Stifter verwandtes, arm s. sin>;ui ra Mäeben iriaelitisefcet K* nl< ssii-n zu verleihen