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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-04-26 · 17 (26.4.1907) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
17 (26.4.1907)
Date
1907-04-26
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 17 Dr Lwcv s Mlocbenscvrm Seite 291 denklichen Zeiten bis auf den heutigen Tag, wo sie geläutert und gekrästigt wurden, alles Leid mannhaft und mutig zu tragen. Ewig wie unser Volk wird unser Orden und sein Ziel sein. Wir sprechen darauf aus vollem Herzen ein kräftiges: Amen! Literatur. Die jüdisch-kroatische Literatur steckt noch stark in den Kinderschuhen. Daß man aber von einer solchen bereits sprechen kann und daß von einer solchen die Rede ist, dieses Verdienst gebührt Dr. Jakobi, Prof. Dr. Gavro Schwarz, Alexander Licht, Jochanan Thau und nicht in letzter Reihe Dr. M. Engel, Bezirksrabbiner in Krizavec, der uns zum bevorstehenden Passafeste mit vorliegender schöner Hagada-Ausgabe in einem rein poetisch angehauchten Kroatisch überrascht hat. Es wird niemand in Abrede stellen wollen, daß die jüdische Liturgie den kroatischen Juden in seiner Landessprache zugänglich gemacht wird. Einen derartigen schüchternen Versuch machte zuerst Dr. Engel, indem er gewisse Gebete, die bei besonders feierlichen und traurigen Anlässen verrichtet werden, bereits vor 8 Jahren ins Kroatische übersetzt hat. Es folgte darauf die vollständige Uebersetzung des ganzen Gebetbuches ins Kroatische von Herrn Professor Dr. Gavro Schwarz und nun stellt sich Herr Dr. Engel wieder mit der vorliegenden Hagada-Uebersetzung ein, die einige beachtenswerte literarische Anmerkungen aufweist. Was uns bei dieser Hagada-Uebersetzung befremdet und worüber wir unser Erstaunen ausdrücken müssen, ist der Umstand, daß wir eine literarhistorische Einleitung zu der Hagada, was doch von einem modernen Rabbiner zu erwarten wäre, bedauerlicherweise vermissen. Y. Die Evolutions- und Deszendenztheorie bei den Juden. LöblicheRedaktion! Mit Bezug auf den interessanten Artikel „Die Evolutions- und Deszendenztheorie und die jüdische Religionsphilosophie" von Herrn Rabbiner Stark in der letzten Nummer Ihrer geschätzten Wochenschrift erlaube mir darauf hinzuweisen, daß Herr Landesrabbiner Dr. Placek in seinen seinerzeit allgemeines Aussehen erregenden Aufsätzen im „Jüdischen Literaturblatt" 1878, wie im Kosmos, Bd. III, S. 183 ff. und Bd. X, S. 61 ff. mitteilt, daß man weit mehr als „erste Anläufe zur modernen Evolutions- und Deszendenzlehre" bei den alten Haggadisten findet, die in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten gelebt und gewirkt haben. So sagen diese, daß Gott viele Welten erschaffen und wieder zerstört hat, bis er die gegenwärtige schuf, (Ler. 3 u. 9, Löffel. 3) daß der Mensch in der heutigen Gestalt zum Teile, wie z. B. die Form der Hand eine Entwicklung durchgemacht; sie geben Erklärungen über die Körperbeschaffenheit der Tiere, welche der Anpassungstheorie der Naturforscher nahekommen (R. Juda st, 298 s. Sabbatff 77 b) u. a. m. Es würde zu weit führen, all die daselbst angeführten Stellen auch nur im Auszuge wiedergeben zu wollen. Man denke nur an die merkwürdigen Versuche, welche R. Simon b. Chalafa mit Ameisen angestellt. Kosmos das. Es dürfte aber die Gelehrtenwelt interessieren, daß Herr Dr. Placek, wie dem Schreiber dieses bekannt, all die Stellen in der gesamten jüdischen Literatur sammelt und sie demnächst in einem großangelegten Sammelwerke veröffentlichen wird. Hochachtungsvoll 8. F. Neue Bücher. Dr. S. Kaatz, Rabbiner in Zabrzes: „DasWesen des jüdischen Prophetentums". Ein Beitrag zum Verständnis der Propheten. Verlag von M. P o p p e l a u e r. Berlin, 1907. _ Kriefkaste«. Ed. Stein, k. k. Staatsbeamter in Linz. UI. B. M. Kap. 19. Vers 18: „Du sollst lieben Deinen Nächsten wie Dich selbst, ich bin der Ewige." Danksagung. Polnische Gesellschaft ans Lemberg. Direktor Max Cisner, II., Rothe Stern gaffe 7 a, „Hotel Poloma". Ich beehre mich, den geehrten P. T. Publikum nntzuteilen, daß ich die Winter- Spielsaisön am 30. April 1907 schließe und danke höfiichst, auch im Namen meines Ensembles, welches mit aller Mühe das Programm in Solis wie auch Komödien durch die mühevollen Proben stets dem geehrten P. T. Publikum zur vollsten Zufriedenheit geboten hatte, war der Beweis des koloffalen Zuspruches das stets bis auf das letzte Plätzchen gefüllte Hans, meinen Dank auf diesem Wege auszusprechen und hoffe auch, mir für die nächste Winter-Saison Ihr Wohlwollen zu sichern. Hochachtungsvoll Hermann Weinberg, art. Leiter. X. R. Zu gleicher Zeit bringe ich dem P.' T. Publikum zur Kenntnis, daß ab Donnerstag den 25. bis Ende April 1907 die sensationelle Posse von Schajkiewicz „Der Jude in Rumänien" zur Aufführung gelangt. Bei gefertigter Kultusgemeinde gelangt die Stelle eines Sekretärs zur Besetzung, womit ein Jahresgeffalt von 2800 Kronen, feiner 5 Quinquennalzulagen ä 280 Kronen und Pensionsanspruch verbunden sind. Solche Bewerber, welche gleichzeitig die Stelle eines zweiten Kantors versehen und den Gottesdienst mit Chor und Orgel leiten können, sind bevorzugt. Offerte unter Angabe der bisherigen Verwendung, des Alters und Familienstandes und Beischluss einer Photographie wollen bis längstens 15. Mai 1907 anhergerichtet werden. Graz am 23. April 1907. Israelitische Koltusgemelnde Graz. Der Präses: Bernhard Biller m. p. im Bethause Wien, II, Fngbachgasse 7, ist die Stelle eines i. Kantors mit einem Fixum von K 1800, ausserdem nicht unbedeutende Emolumente, zu besetzen. Offerte von Bewerbern, die musikalisch gebildet, mit Chor vorzutragen in der Lage sind, das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre mit Dokumentenkopio belegten Gesuche an den Obmannstellvertreter Herrn Elk an Bauer. Wien, II., Aloisgasse 6, richten. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. 365 Konkurs. Die gefertigte israelitische Kultusgemeinde bringt zur allgemeinen Kenntnis, dass die Rabbinatsstelle daselbst mit dem Jahresgebalte von 2400 Kronen zur Besetzung gelangt und wird hiemit der Konkurs ausgeschrieben. Bewerber, deren Verhalten in sittlicher und staatsbürgerlicher Hinsicht vorwurfsfrei ist, haben den vorgeschriebenen Grad allgemeiner Bildung, sowie der speziell theologischen Vorbildung durch Zeugnisse von zwei galizischen oder Bukowinaer in orthodoxen Kreisen hinsichtlich ihres talmudischen Wissens anerkannten und mit der Lösung von Ritualfragen praktisch sich befassenden Rabbinern oder durch Zeugnisse des Leiters der orthodoxen talmudischen Hochschule zu Pressburg und des Oberrabbiners der orthodoxen Judengemeinde zu Budapest auszuweisen, beziehungsweise die Dispens von dieser Nachweisung vorschriftsmässig zu eiwirken. § 5 der M. Vor dg. vom 21. November 1895. Die Anstellung erfolgt derzeit für die Dauer von 8 Jahren mit sechsmonatlicher Kündigung. Kompetenten haben ihre mit den nötigen Belegen versehenen Gesuche bis zum 20. Mai 1907 an den Vorstand der Israelitischen Kultusoemelnde In Sereth (Bukowina) einzusenden. Der Kultusvorsteher: 370 J. v. Isak Beral. Infolge Rücktrittes des hiesigen Herrn Rabbiners, der nach 40jähriger verdienstvollster Tätigkeit auf sein Amt resignierte, kommt die Stelle eines Rabbiners bei der Kultusgemeinde Melnik zur Besetzung. Reflektanten, welche befähigt sind, den Religionsunterricht an Volks- und Bürgerschulen iu böhmischer Sprache zu erteilen und gleichzeitig das Amt eines Vorbeters versehen können und das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben, belieben ihre Gesuche, mit Zeugnisabschriften versehen, an den gefertigten Vorstand bis längstens 15. Mai 1. J. zu übersenden. Mit dieser Stellung ist verbunden ein Jahresgehalt per 2400 Kronen nebst Honorar für den Unterricht an der Volks- und Bürgerschule und für die Führung der Bücher der Kultusgemeinde, sowie der Ertrag der Matrikenführung und übliche Emolumente. Amtsantritt längstens bis 15. August 1. J. Reisespesen werden bloss dem Herrn Akzeptierten vergütet. Melnik, 23. April 1907. Der Kultusvorsteher: 372 Dr. Treulich. (Nachdruck wird nicht honoriert.) ■■-;i-.i — m-~ staatlich geprüft, unterrichtet gründlich Klavier, Orgel und Musiktheorie gegen Kabinet, ev. Mittagstisch. Sonst mässiges Honorar. Alfred Bild, VII., Mondscheingasse 15,1. Stock, T. 10. G.

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