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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-04-12 · 15 (12.4.1907) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
15 (12.4.1907)
Date
1907-04-12
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Sette 260 Dr. JBlocD 8 Mocdenscvrrn. Nr. 16 Der Mord in Beutheu. — Liberka — der Mörder Wiuters? Breslau. Dem „Oberschlesischen Anzeiger" zufolge wird durch die Verhaftung eines Mörders, Liberka, in Beuthen auch der Mord an dem Gymnasiasten Winter in Könitz wieder in Erinnerung gebracht. Die Tat selbst und die Auffindung der Leichenteile ähneln in Beuthen wie in Könitz einander so vollkommen, daß der Gedanke nahelag, der Täter sei hier wie dort ein und dieselbe Person. Zu diesen Verdachtsmomenten kommt noch hinzu, daß Liberka zurzeit des Mordes an Winter in Könitz bei einem Fleischermeister beschäftigt gewesen sein soll. Die Untersuchung wurde auch von staatswegen nach dieser Richtung eingeleitet. Lueger in Heu Händen der Juden. Aus Lovraua wird der „Montags-Revue" geschrieben, daß Bürgermeister Dr. Lueger sich dort in Behandlung des Doktor Kohn, des Gemahls der ehemaligen Hofopernsängerin Schleinzer, befinde und diesem Arzte das größte Vertrauen entgegenbringe. Daß Dr. Kohn ein Jude ist, irritiert den Bürgermeister durchaus nicht, ja er setzt gerade in diesen Arzt die besten Hoffnungen. Wien ist atemlos. Abbazia. (Sederfeier. Wohltätigkeitskonzert.) Bei riesigem Andrange des hier weilenden jüdischen High life-Publikums wurden die Sederabende in der „Pension Bremer" mit größter Feierlichkeit abgehalten. Der Seder wurde vorgetragen von den Herren: Nathan Halasz, Schuldirektor (Budapest), Isidor Grün, Kultus- Verwalter (Abbazia), I. Ginsberg, Fabrikant (Berlin), Jakob Stern, Fabrikant (Mahrisch-Schönberg). Den 2. Tag *n TI wurde zugunsten der verfolgten rumänischen Juden ein Wohltätigkeitskonzert veranstaltet, bei welchem Anlaffe 3u0 Kronen einstossen. Kriefkasterr. Rabbiner M. A. G. in F. Besten Dank und Gruß. 1832k Kuffler’sc&e Mädchen-Stiftung. Es wird hiemit zur Kenntnis gebracht, dass die Zinsen der obgenannten Stiftung znr Ausheiratung eines armen, würdigen Mädchens in Wien, israelitischer Konfession, im Betrage von K 400.— zur Verleihung kommen. Die Bewerberinnen haben nachzuweisen, dass sie 1. der israelitischen Konfession angehören; 2. strenge sittlich und arm sind; 3. sich im Brautstande befinden und 4. in Wien wohnhaft sind. Verwandte des seligen Stifters, unter diesen aber insbesondere die Kinder seinerNichte Begine Wichs verehlichte Dr. Kohn erhalten den Vorzug. Derartige Einschreiterinnen, sind von dem Nachweise, dass sie in Wien wohnhaft sind, befreit. Bewerberinnen, die sich vor der Verleihung verehlichen, verlieren den Anspruch auf die Verleihung. Die Gesuche sind bis 30. April 19Q7 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich zu beheben sind, während der Ämtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags einzureichen. Auszüge aus den Geburts-, Tranungs-und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesnchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betrefienden Daten Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Theresia Nemnann'sche Lehrerswltwen-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Knltusgemeinde Wien verlautbart hiemit, dass aus den Zinsen der obgenannten Stiftung am II. Thamus (23. Juni 1907) zwei Stiftplätze im Betrage von j e K 63. — an arme Lehrerswitwen zur Verleihung zu gelangen haben. Die mit dem Geburtsscheine, dem Nachweise der Witwenschaft nach einem Lehrer und dem Armutszeugnisse belegten Gesuche sind bis längstens 30. April 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock; woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich erhältlich sind, während der Amtsstunden zwischen- 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Geburts^, Trauungs-und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbeleso nicht erforderlich, sondern es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Marie Dafflnger'sche Armen-Stlftung. Die Zinsen aus obgenannter Stiftung für vier arme Familien der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde, für jede im Betrage von K 42.—, kommen am Sterbetage des sei. Herrn Sigmund Edl. von Wertheimstein, das ist am 18. Juni d. J. zur Verteilung. Die diesfälligen mit dem Geburtsscheine und dem Armutszeugnisse belegten Gesuche sind bis 30. April 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich ausgefolgt werden, in den Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs¬ und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Bücksicht genommen. Sigmund Edler von Wertheimsteln-Stlftung für arme Verwandte. Am 18. Juni d. J. gelangen die Zinsen obiger Stiftung per K 400.— an die nächsten Anverwandten des Stifters, Herrn Sigmund Edler von Wertheimstein, welche ihre Armut Nachweisen können, zur Verteilung. Die mit dem Armutszeugnisse und dem Nachweise der Verwandtschaft mit dem Stifter belegten Gesuche sind bis 30. April 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I. Seitensiettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich erhältlich sind, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Wien, i. April 1907. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien. Kundmaehung. Bestellungen über Ausschmückung von Gräbern und Grüften auf der israelitischen Abteilung des Zentral-Friedhofes werden entgegengenommen: 1. in der Kanzlei der israelitischen Abteilung des Zentral-Friedhofes oder 2. im Friedhofamte der israelitischen Kultusgemeinde I., Seitenstettengasse 2. Wien irn März 1907. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. ßabbinais-Epfedigung. Infolge Ablebens unseres langjährigen Seelsorgers gelangt die Stelle des Rabbiners der Israel. Kultusgemeinde in Graz zur Wiederbesetzung. An einer philosophischen Fakultät graduierte Rabbiner im Alter bis 40 Jahren werden eingeladen, ihre Bewerbung unter Einsendung abschriftlicher Zeugnisse und Fotografie, sowie ihres Curriculum vitae bis 80. April a. c. anher richten zu wollen. Graz am 1. April 1907. Israelitische Koitusgemeinde Graz. Der Präses: 360 Bernhard Biller m. p. Der Wiener Credit- und Vorschuss- Verein r. G. m. b. H., 81., Stephaniestv. 2 gewährt jüdischen Gewerbeu. Handeltreibenden Darlehen gegen Bürgschaft, belehnt deren offene Ausstände u. eskomptiert deren Geschäftswechsel billigst. iDer Präsident: 358 k. k. Hofrat 3. Tausslk. Israelit,-erteilt Unterricht Gym- ■ ■■"■■■ nasiasten u. Volksschülern. Bereit; als Hofmeister in Sommeraufenthalt zu-folgen. „E. D.“ I., Universität. G. Klass Herausgeber uub verantwortlicher Redakteur: Dr. Joses S. Bloch — Druck von L. Beck & Sohn, Wien VII.

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