Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 15 (12.4.1907)
- Date
- 1907-04-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Nr. 15 Dr. Bloch’s Kahr-aug a rrrimt Zentralorgan für die gesamten Interessen des Judentums. S 8. k. Postsxsrksffrn-Amt Slearlng-Verkebr Mr. 810.976. Nrdaklion und Administration: Wien IX/1, Berggasse Mr. 39. Telefon Nr. 14.847 Wien, 12. April 1007. Lrsck eint jeden Freitag. Brief-Adresse: Mten. IX/i- Berggasse 39. Telegramm-Adreffe: BlocD's Mocbenscbrttt. Mien. Ve;ugsprris für Orfirrrrirh: Halbjährig 8 Kronen. Einzelexemplare 50 Heller. Für'» Ausland: Halbjährig 10 Kronen. Ganzjährig 2V „ Anzeigen: Die 4mal gespaltene Petitzeile 24 Heller. Inhalt: Aufruf. — Leitartikel: Gegen Lüge und Geschichtsfälschung. — Zur Wahlbewegung. — Straflose Verbrecher — Frau Berta Krüger. — Generalversammlung des Frauen-Wahltätigkeitsvereines „Zuflucht'. — Korrespondenzen: An jüdische Mädchen und Frauen! Zur Anti-Duellbewegung. V. Mährischer Wahlkreis (Nikolsburg-Göding). Zur Wahlbewegung in Galizien. — Vermischtes: Wien. Verein zur Hebung der Gewerbe. Bildungsheim der jüdischen Toynbee-Halle XV., Herklotzgaffe 21. Kranken-, Witwen- und Wasen-Unterstützungsvereiu „Chesed schel Emes". Jüdisch-akademische Ferialverbindung „Zephira" in Wien. Jnnerösterr. Distriktskomitee des Verbandes „Zion". Philipp Frankl. Ingenieur Fritz Golwig. St. Pölten. Brünn. Hohenems. Prag. Bisenz. Czernowitz. Agram. Der Mord in Beuthen. Lueger in den Händen der Juden. — Briefkasten. — Inserate. An die geehrte jüdische Wählerschaft des V. Wiener Reichsrats-Wahtüreises im II. Bezirke! Mit berechtigter Besorgnis verfolgen die Glaubensgenossen der Stadt Wien den «w das Reichsrats Mandat im Y. Wahlkreise des II. Bezirkes entbrannten Kampf, von welchem sie mit Recht fürchten, daß, wenn eine Einigung nicht rasch und bindend für alte beteiligten jüdischen Wähler des Y. Wahlkreises erzielt wird, das Mandat zweifellos und mühelos dem Gegner zufällt. Dies zu verhindern, ist Pflicht der gesamten Wiener Judenschaft, wenn uns nicht znm Schaden «och der vollauf berechtigte Spott und Hohn werden soll. Mögen auch von den in Betracht kommenden Kandidaten jeder für sich eine Fülle empfehlenswerter Eigenschaften besitzen, Aufgabe der Wähler muß eS fein, jenen Kandidaten auf den wichtigsten Posten, welchen das Judentum für die Reichsratswahl zu besetzen hat, zu stellen, welcher ein erprobter Kämpe ist, der alle Ränke und Schliche der zahlreichen rücksichtslosen, in ihren Mitteln nicht wählerischen Gegner kennt und es bereits durch die Tat bewiesen hat, daß er jeden ungerechtfertigten Angriff oder Ueberfall mit den Waffen des Geistes und des Wiffens abzuwehreu versteht, der furchtlos und unerschrocken den Feinden gegenübersteht, weil er von der Wahrheit «nd Gerechtigkeit seiner Sache felsenfest überzeugt und durchdrungen ist und die Macht und Kraft der Rede besitzt, um diese Wahrheit auch den erbittertsten Gegnern zu Gehör zu bringen. Bon allen uns bekannt gewordenen Kandidaten ist nur Einer dieser erprobte und bewährte Kämpe und Streiter, der im Kampfe mit einem der angesehensten und gelehrtesten unserer Gegner diesen als Lügner «nd Fälscher entlarvte und der gerechten Sache des Judentums zum Siege verhalf. Wir haben nicht das Recht, mit dieser einzigen und nahezu sicheren Kandidatur zu experimentieren; wir haben die Pflicht, unseren einzigen, in hartem Kampfe erprobten, gelehrten und zum Kampfe gerüsteten atfr Dr. Josef 5. Blöd) als Kandidaten für das Reichsratsmandat des II. Bezirkes anfzustellen «nd die geehrte» Wähler dieses Bezirkes dringend zu ermahnen, alle Parteiunterschiede, alle kleinlichen Bedenken beiseite z» lassen und, ein einig Bolk von Brüdern, ihre Stimmen auf wr Dr. Josef S. Blodb zu vereinigen. Möge jeder einzelne Wähler des Bezirkes von dem Bewußtsein durchdrungen sein, daß er nicht zupr Mitschuldigen werden dürfe, wenn dieses uns Juden sonst sichere Mandat an die Gegner verloren ginge. Die Vorsteher der Tempelvereine des IV.—v.—X. Bezirkes Wien: Franz Frankl, Adolf Hofmann, kais. Rat Adolf Lichtblau, Jakob S. Straßberg, Carl Seligmann.