Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 13 (29.3.1907)
- Date
- 1907-03-29
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3020846-3021710-3021724--16273-3041083- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 228 Dr. Dlocd s MocvenscvrLN. Nr. 13 Aber sie hängte sich umso fester in den Arm des Hochschülers ein und sie wollten wegeilen, als Rouvke den erfolgreichen Rivalen am Rock faßte und „Polizei, Polizei" schrie. Wohl bot das junge Pärchen in diesem Augcnbicke das Bild vollkommener Hilflosigkeit, doch da kam ihnen ein starker Hoteldiener zuhilfe, der die ganze Szene von weitem beobachtet hatte und nun energisch eingriff. Er stieß Rouvke kräftig zur Seite, indem er ihm zurief: „Fort, weg, Du pockennarbiger Esel!" und dann ging er Hanele und ihrem Choson voran, während Rouvke, wie vom Blitz getroffen dastand und Reb Feive händeringend „Wai, wai" schrie. Und alle die Hausierer schauten grinsend zu und freuten sich unverhohlen der Niederlage Rouvens. KriefKasterr. Sff. B. Wir haben den Sachverhalt zur Kenntnis genommen und muffen uns schweigend verhalten. Lin älteres Israel. Mädchen aus hochachtbarem Hause, mit 2000 Kronen, möchte sich mit charaktervollem Herrn (Witwer mit einem Kinde nicht ausgeschlossen) verehelichen. Anträge unter „8. J. 27“ postlagernd III., Hetzgasse. Israel. Heirat Streng religiöser, deutscher, junger Mann (Weinhändler) aus erster Familie, in einer grösseren Stadt Deutschlands, sucht in ein bedeutendes En gros-Geschäft der Weinbranche einzuheirateu. Vermittler streng verbeten. Offerte unter „F. A- L. 608“ an die Expedition des „Berliner Tageblatt“, Berlin S. W. 354 In sehr feinem Hause sucht streng rituellen Mittagstisch ein Doktor der Philosophie. Briefe erbeten unter „DP. F.“ II., Herminengasse 4, Tür 13. Traurige Notlage! Der Hilferuf des 79jährigen Lehrers David Kohn in der letzten Nummer unseres Blattes ist nicht ohne Erfolg geblieben. Einige Wohltäter sandten an den Bittsteller mittelst Post Geldbeträge. Da aber derselbe in den letzten Tagen aus dem Leben geschieden ist und die Post die Ausfolgirng des Geldes an die arme achtzigjährige Witwe, welche auch für eine geisteskranke Tochter zu sorgen hat, verweigert, so ergeht hiemit an die edlen Menschenfreunde die Bitte, die Postverwaltung zu beauftragen, ihre Geldsendung an die Witwe Frau Johanna Kohn, Wien, XX., Bäuerlegaffe 21, Tür 8 unverweilt ausfolgen zu lassen. Die Redaktion. Danksagung. Außer der bereits in der Nummer 12 der „Oesterreichischen Wochenschrift" dankend quittierten Spenden für ein notleidendes Ehepaar sind mir noch von nachstehenden Wohltätern Geldsendungen zugekommen, die, ich hiemit nachträglich dankend bestätige, und zwar von: Anonym A. -G., Wien K 10; Frau Math. Deutsch, Königinhof K 7; Herrn E. Bondy, Roßwitz b. Dodrrz K 3; Herrn R. M. Deak, Zebegeuy, Ungarn K 2. Gott lohne cs allem. Weitere gütige Spenden nimmt dankend entgegen Rabbinat Königgrätz. Kundmaehung. Vom Vorstande der israelitischen' Kultnsgemeinde Wien wird hiermit bekanntgegeben, dass am achten Tage des diesjährigen Passahfestes (Samstag den 6. April) im Saale des „Hotel Post “, Wien, I , Fleischmarkt 16 und im Saale des „Hotel Central“, Wien, II., Taborstrasse 8, I. Stock (Festsaal) um halb 9 Uhr vormittags anlässlich der Maskfr' Andachten feierliche Gottesdienste abgebalten werden. Die Veranstaltung dieser Gottesdienste erfolgt zur Abhaltung des grossen Andranges zur „H a s k a r a“ in den Gemeindetempeln. Der Eintritt ist t: ei. Karten werden nicht ausgegeben. Wien im März 1907. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Soborten bei Teplitz in Böhmen ist die Stelle eines □E3 a/b"b ixiers welcher gleichzeitig den Eeligionsunterricht an den Volks- und Bürgerschulen zu erteilen hat, zu besetzen. Gehalt 1500 Kronen, staatliche Wegentschädigung und Remuneration für den auswärtigen Religionsunterricht 400 Kronen, sowie freie Wohnung und Beleuchtung im neuerbauten Gemeindehanse, Ertrag der Matriken und die üblichen Emolumente. Bewerber, welche das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre Offerte samt Zeugnisabschriften, welche nicht retourniert werden, und Photographie längstens bis 10. April an den gefertigten Vorstand einsenden. Solche, die das kantorale Fach versehen können, werden bevorzugt. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Der KoItBSVOrsteher: v Carl Weinfeld. Streng i»: Gänseschmalz Hochprima-Qualltät, 5 Ko. 6 fl., von 25 Ko. aufwärts per Ko. 1 fl. Gänseschmalz rtos Sv 5 Ko. 7 fl., von 25 Ko. aufw. 1 fl. 20 kr. per Ko. versendet per Nachnahme ■1 -- ■— —:—- Hermann Fürst) --=m Wien, XVII., Dornerplatz Nr. 9. noB Sv Vorzügliche Weine ncs Sv Restauration Herlinger, „Gold. Widder“ Wien, II. Bezirk, Taborstrasse Nr. 36. Der angekündigte Studenten-Seder- )lUulniCn*)CQCuClCr. abend flndet Samstag den 30. März im Restaurant Goldner. VI., Kollergerngasse 1 statt. Herr Dr. L. RahD, Mitglied des Zionistischen Aktionskomitees, hatte die Liebenswürdigkeit, die Leitung des Abends zu übernehmen. Anmeldungen nimmt im akademischen Verein „TheOdOP HBFZl“, IX., Grüne Thorgasse 33 entgegen. exp. Adolf Beer. Der Wiener Credit- und Vorschuss - Verein r. G. m. b. H., II., Stephaniestr. 2 gewährt jüdischen Gewerbeu. Handeltreibenden Darlehen gegen Bürgschaft, belehnt deren offene Ausstände u. eskomptiert deren Geschäftswechsel billigst. Der Präsident: k. k. Hofrat S- Tausslk. Konditorei-Artikel HDÖ b& 1^3 in feinster Qualität, bei der seit 67 Jahren bestehenden, jg ältesten Firma " (afKonditorci VT. Todes« Wien, I. Rabensteig 4 und Rotheturmstrasse 25 (Telephon 20027), Filiale: IX., Porzellangasse 8 (Telephon 20674). Reichste Auswahl aller Gattungen Torten, Mandelbäcker Jen» Konf ekte, Bonbons u. Kompots. — Preiskurante gratis u. franko. —' . '■ .i — Bestellungen auf --sr — — mo Osterbrode nm 316 unter streng ritueller Aufsicht allerfeinst. Qual. v. 0—000 nimmt die Erste GodlngCF 0$terbrodbäckerei d. Bernhard Glaser, Gödlng (Mähren) Bahnstr.62 entgegen. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch — Druck von L. Beck L Sohn, Wien VII.