Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 9 (1.3.1907)
- Date
- 1907-03-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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»K. 9 Dr. Lwcv s Mocvenscvnrr. Beite 159 Literatur. Zehn Jahre Iiouismns. Eine neue zionistische Agitationsbroschiire in jüdischer Sprache. Das Zionistische Zentralbureau in Köln hat soeben eine neue Broschüre in jüdischer Sprache erscheinen lassen, betitelt: „Zehn Jahre Zionismus". Die Broschüre, deren Ausgabe in deutscher Sprache großen Anklang gefunden hat, dürste sich auch in ihrer jüdischen Ausgabe viele Freunde erwerben. Sie ist ein ausgezeichnetes Mittel, sich schnell und gründlich über den ganzen Inhalt des Zionismus zu orientieren. In knappen Zügen zeichnet das Schriftchen, das vornehm ausgestattet ist, die Entwicklung des zionistischen Gedankens und gibt ein Bild nicht nur des Wertes der Idee, sondern auch der Größe und Bedeutung der weltumspannenden zionistischen Organisation. Unter den vielen zionistischen Broschüren in jüdischer Sprache dürste die vorliegende einen besonderen Platz einnehmen, sowohl was die geschickte und vornehme Darstellungsweise, als auch was die sehr gelungene und hübsche äußere Form betrifft. Und da zudem die Broschüre überaus billig ist (100 Exemplare kosten Mark 6.—), dürfte sie bald von den zionistischen Vereinen als ein Massenagitationsmittel eben so eifrig vertrieben werden, wie sie gelesen werden sollte von jedem Juden, der Wert darauf legt, ein klares und objektives Bild der zionistischen Bewegung zu erhalten. Die Broschüre ist zu beziehen vom Verlage „Die Welt", Köln am Rhein, Ubierring s3. Neue Bücher. Unsere Hoffnung. Monatsschrift für die reifere, jüdische Jugend. Redaktion und Administration: YI/1, Esterhazygasse 33, IV. Jahrgang, Heft 1—2, 1907. Inhalt: Brodowsky: Die Beschäftigung der Bewohner Palästinas und die Quellen ihres Einkommens. Josef Meist: Bedeutung der jüdischen Frage für die besitzenden Klassen. Ein Anfiedlungsplan D. Cemach: Die Todesstrafe bei den alten Juden. E. Müller: Zu den Geschichten des Rabbi Nachman. E. S.: Herbststimmung. I. L. Perez: Das Zeichen. Ch. N. Bialik: Der Masmid. Dawid Pinski: Der ewige Jude. Bücherschau. Rundschau und Notizen. Korrespondenzen. Rätsel. Dr. S. Kaatz, Rabbiner in Zabrze. Das Wesen des prophetischen Judentums. Ein Beitrag zum Verständnis der Propheten. Verlag von M. Poppelauer, Berlin, 1907. Hermann Cohen. Religion unb Sittlichkeit. Eine Betrachtung zur Grundlegung der Religionsphilosophie. Verlag von M. Poppelauer, Berlin, 1907. Dr. Jecheskiel Caro, Rabbiner in Lemberg. Zum Gedächtnis an SalomonBuber. Drei Reden. Verlag der B u b e rff ch e n R a s ch i st i f t u n g,' Lemberg 1907. Briefkasten. S, Stern. Wenden Sie sich an den „Israelitischen Humanitäts- Verein zur Unterstützung heiratsfähiger Mädchen", Wien, II., Große Sperlgaffe 34. Sie finden in gleicher Nummer eine gleichlautende Notiz. S. H. in P. Es existiert keine rituelle Kochschule in Wien. Notiz. Die 26. ordentl. Generalversammlung der Aktionäre der Kais. köu. priv. Oesterreichischen Ländervank findet Dienstag den 26. März d. I., 6 Uhr abends, im Anstaltsgebäude (I. Bez., Hohenstaufengaffe 3) statt. Gegenstände der Verhandlung sind: I. Bericht des Gouverneurs über das aogelaufene Geschäftsjahr; 2. Bericht der Zensoren über die GeschäftSgebahrung im Jahre 1906; 3. Beschlußfassung. über die Verwendung des Reingewinnes des Jahres 1906; 4. Beschlußfassung auf Erhöhung des Aktienkapitals um 30 Millionen Kronen; 5. Beschlußfassung bezüglich der durch die Kapitalsvermehrung bedingten Statutenänderungen; 6. Wahlen in den Verwaltungsrat (88 21, 2ä und 24); 7. Wahl der Zensoren und deren Ersatzmänner für das Jahr 1907 (§ 38), sowie Wertbestimmung der Anwesenheits- Marken für dieselben (§ 40). Die stimmberechtigten Aktionäre (§§ 42,43), welche an der Generalversammlung teilzunehmen wünschen, werden hiemit eingeladen, ihre Aktien spätestens am 12. März d. I. zu deponieren, und zwar: in Wien bei der Kais. kön. privll. Oesterr. Landerbank in; Prag bei der Filiale der Kais. kön. privil. Oesterr. Ländervank; in Berlin bei der Deutschen Bank und Dresdner Bank; in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Vereinsbank; in Stuttgart bei der Württembergischen Vereinsbank; in Paris bei der Banque Imperiale Royale Privilegiee des Pays Autrichiens, Succursale de Paris, 12, tue du quatre September und bei der Societe Generale pour favoriser le dßveloppement du commerce et de l’industrie en France 54, Rue de Provence; in Lyon bei der Societe Lyonnaise de Depots et de Comptes Conrauts et de Credit Industriel. Die Aktien sind, arithmetisch geordnet, in Wien mittelst eiuer einfachen, bei den anderen Erlagstellen mittelst doppelter Konsignation einzureichen und wird dem Einreicher hierüber eine Empfangsbestätigung ausgefolgt, gegen welche nach abgehaltener Generalversammlung die Aktien rückgestellt werden. Wünscht ein Aktionär sein Stimmrecht durch einen anderen stimmberechtigten Aktionär auszuüben, so hat er die betreffende, auf den Namen des gewählten Vertreters lautende Vollmacht auf der Rückseite der Legitimationskarte auszustellen und eigenhändig zu unterschreiben iZ45). Ausnahmsweise können jedoch Minderlährige durch ihren Vormund, Kuranden durch ihren Kurator, Frauen durch einen Bevollmächtigten, Handelsgesellschaften durch einen ihrer Firmaführer, Gesellschaften überhaupt durch ein hiezu bevollmächtigtes Mitglied, Körperschaften, Institute lt. dgl. durch einen ihrer Vorstände vertreten werden, wenn auch diese Vertreter nicht selbst Aktionäre sind. Wien am 83. Februar 1907. Inständige Bitte »m Unterstützung für einen ohne sein Verschulden ins Unglück geratenen Mann, der früher bessere Zeiten gesehen, jetzt, nach einer Operation, kaum der Sprache mächtig, gichtleidend und brüchig ist, so daß er nicht das Mindeste verdienen kann; dazu ist dessen Frau vor lauter Trübscl fast erblindet, so daß sie der Verzweiflung nahe find, weil sie nicht nur Hunger leiden, sondern sich auch scheuen, ihre Not zu entdecken. Helfet daher diesen Aermsten der Armen und gebet, helfet schleunig und ausgiebig. Jede, auch die kleinste Gabe wird Gott der Allgütige reichlich vergelten und Euch segnen für all das, was Ihr den Armen tut. Spenden — die an dieser Stelle dankend quittiert werden — übernimmt aus Gefälligkeit das Unterzeichnete Rabbinat Königgrätz (Böhmen). Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Enthebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Konkurs. Die israel. Kultusgemeinde in Betovar (Kroatien) sucht zum Eintritte per 1. Juli 1907 einen geprüften Religionslehrer welcher nebst Religionsunterricht auch die Arbeiten eines Gemeindesekretärs zu versehen hat. Bewerber müssen der kroatischen oder einer anderen slavischen Sprache mächtig sein. Musikalische werden bevorzugt. Gehalt pro Jahr 1000 Kronen. Offerte sind zu richten an den Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Beiovar. Lavosiav Singer 333 Vorsteher. Bestellungen auf jtos Osterbrode nso m unter streng ritueller Aulsicht allerfeinst. Qual. v. 0—00O nimmt die Erst» Godlnger Qaterbrodhäckerel d. Bernhard Glaser, Goding (Mähren) Batrastr.62 entgegen.