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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-02-08 · 6 (8.2.1907) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
6 (8.2.1907)
Date
1907-02-08
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Ns. 6 Dr. Llocb s MocbenscvrM. Sette 10« schenden antisemitischen Partei einen Millionenwert zur Verfügung stellte, den Juden aber nichts. Freisinn. Von der angeblichen antisemitischen Opposition in Mariahilf halten wjr gar nichts. Die Leute schimpfen vielleicht ein bischen ans den Pattai und Weißkirchner, aber vor dem Lueger liegen sie noch immer platt auf dem Bauch, wie aus ihren Reden deutlich hervorgeht. Wenn dann Karl der Schöne wieder befehlen wird, wird alles wieder versöhnt sein. Wahrscheinlich stecken hinter den Oppositionellen ein paar Leute, die auch zur Futterkrippe wollen und alles verrammelt finden. Im allgemeinen haben sich nicht die großen Genossenschaften gegen die herrschende Majorität ausgesprochen, sondern nur ein paar kleine, aber schon sehr kleine Leute, wie vor jeder Wahl, die man halt dann mit ein paar Brocken befriedigt. Die Genossenschaften sind noch immer eiserne Stützen für die eisernen Barrierestöcke. Notiz. Allgemeine Depostten-B»nk. Der Verwaltungsrat beehrt sich hiemit, die stimmberechtigten Aktionäre der Allgemeinen Depositen- Bank zur fünfund dreißig st en ordentlichen Generalversammlung, welche Donnerstag den 21. Februar 1907, Vormittags 11 Uhr, im Sitzungssaale des Anstaltsgebäudes (I., Schottengasse 1) stattfinden wird, einzuladen. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht und Bilanz für das Geschäftsjahr 1906. 2. Bericht der Revisoren. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes. 4 Wahl von zwei Mitgliedern des Verwaltungsrates. 5. Wahl des Revisions-Ausschusses, bestehend aus drei Mitgliedern und einem Ersatzmanne. Die Herren Aktionäre, welche ihr Stimmrecht ausüben wollen, werden eingeladen, nach § 18 der Gesellschaftsstatuten ihre Aktien wenigstens v Tage früher, d. i. bis spätestens inkl. 13. Februar >907, bei der Allgemeinen Depofiten-Bank m Wien (l., Schottengasse 1) zu hinterlegen. Der Rechnungsabschluß pro 1906 wird den zur Generalversammlung legitimierten Herren rechtzeitig zugesendet werden. Wien, den 4. Februar 1907. Der Verwaltungsrat. Elise G. A. Gerson’sche He iratsausstattUEgs-Widmung. Die zweijährigen Erträgnisse dieser Widmung im Betrage von K 800.— gelangen in der Zeit zwischen dem 1. Siwan und dem 14. Siwan 1907 (14. bis 27. Mai) au ein bedürftiges Israel. Brautpaar, welches dein deutsch-israel. (aakenasischen) Ritus, eyemuell au ein Brautpaar, dessen einer Teil diesem Ritus, dessen anderer Teil dem türkisch-tsrael. (sephaidischen) Ritus angehört, zur Verleihung. Die Braut soll ungefähr 20, doch nicht älter als 25 Jahre, der Bräutigam ungefähr 30, doch nicht älter als 35 Jahre sein. Beide Teile haben ihre Bedürftigkeit, gute Aufführung und religiöse Führung nachzuweisen. Hiebei geniessen einen Vorzug: In erster Linie bedürftige Verwandte d-?r Widmungserrichterin, und zwar in derSeiteu- 1 in > e bis einschliesslich zum 5. Grade in der direkten Linie ohne Beschränkung; in zweiter Linie verwaiste Bräute. Die Trauung des mit dem Stiftungsbetrage beteilten Brautpaares hat zwischen dem 1. und 14. Siwan zu erfolgen. Die mit den Geburtsscheinen, Armutszeugnissen, dem Verlobungsnachweise, Morälitätszeugnisse und dem Zeugnisse über die religiöse Führung (bei Geltendmachung des Vorzuges der Verwandtschaft bezw. der Verwaisung auch mit den diesfalls erforderlichen Nachweisen) versehenen Gesuche sind bis 28. Februar 1907 im Einreichungsprotokolle der Israel. Kultusgemeinde Wien. I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, in den Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Verspätet überreichte oder den angeführten Bestimmungen nicht entsprechende Gesuche werden nicht berücksichtigt. Albert Baum’sctie Stiftung für Handwerker. Der Vorstand der israel. Kultusgemeiude Wien verlautbart hiemit, dass aus den Erträgnissen dieser Stiftung ein Betrag von K 2400.— an junge Leute jüdischer Religion, die sich dem Handwerke widmen, in Stipendien ä K 200,— zur Verleihung gelangt. Sollten sich unter diesen jungen Leuten Söhne des Simon Baum, Brüder des Stifters, befinden, so erhalten dieselben statt K 200 — K 600.—. Die mit dem Geburtsscheine, dem Armutszeugnisse und dem Nachweise, dass der Bewerber sich einem Handwerke widmet, versehenen Gesuche sind bis 28. Februar 1906 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette behoben werden können, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbe- Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchshelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche finden keine Berücksichtigung, Milde Stiftung des Herrn Cohen da Silva. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien bringt hiermit zur Kenntnis, dass ans den Zinsen der obgenannten Stiftung an junge israelitische Handwerker zu ihrer Etablierung als Meister ein Stiftplatz ä K 800.— zur Verleihung gelangt. Die Bewerber haben ihre mit dem Geburts- und Heimatscheine, dem Nachweise über verbrachte Lehr- und Gesellenzeit sowie mit dem Armutszeugnisse versehenen Gesuche bis 28. Februar 1907 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, 1., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich zu beheben sind, zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterberaatriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesucbsbelege nicht erforderlich, vielmehr genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Josef und Gäcllie Adler-Stiftung. Am 28. April 1907 gelangen bei der isr. Kultusgemeinde Wien die halbjährigen Zinsen der obigen Stiftung per K 230.— in Beträgen von 40 — 60 K au arme Personen isr. Religion behufs Bezahlung der Wohnungsmiete zur Verteilung. Die Bewerber haben die mit dem Nachweise ihrer Armut und dem Geburtsscheine versehenen Gesuche bis 28 Februar 1907 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst Gesuchsblankette unentgeltich zu beheben sind, zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Arme Verwandtester Stifterin Frau Cäcilie Adler, sodann Witwen mit unversorgten Kindern, ältere, hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, endlich dem Lehrfach ungehörige Personen werden in erster Linie berücksichtigt. Auszüge aus den Mairiken der israel. Kultusgemeiude Wien sind als Gesuchsbelege nicht e.forderlich, es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf später einlangende Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Ignaz and Rosalle Wolf Krankenanterslfltzungs-Stlftvng. Am 2. Jjar, das ist am 16. April 1907, gelangen die halbjährigen Interessen der obigen Stiftung per K 200.— an arme hilfsbedürftige Kranke der hiesigen israel. Kultusgemeinde in der Weise zur Verteilung, dass keiner der Beteiligten, einen Betr ag unter K 50,— erhält. Die Bewerber haben ihre mit dem Geburts-, Armuts- und Krankheitszeugnisse belegten Gesuche im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich erhältlich sind, zwischen 9 und 12 Uhr vormittags bis 28 Februar 1907 zu überreichen. Gesuchsteller, welche ihre Verwandtschaft mit den Stiftern nachzuweisen in der Lage sind, geniessen unter gleichen Verhältnissen vor andern Bewerbern den Vorzug. Auszüge aus den Metriken der israel. Kultusgemeiude Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Nanette Edle von Werthelmsteln’sche Ausstattungs-Stiftung. Aus der von Herrn Sigmund Edlen von Wertheimstein zum Andenken an seine Gattin, Frau Nanette von Wertheimstein begründeten Heirats-Ausstattungs-Stiftnng für arme israelitische Mädchen gelangt an dem Sterbegedächtnistage der Genannten, das ist am 27. April d. J., ein Stiftsplatz per K 250.— zur Verleihung Zu diesem Stipendium sind zunächst Mädchen aus der Verwandtschaft der Frau Nanette Edle von Wertheimstein, bei deren Abgang Mädchen aus der Verwandtschaft des Stifters, endlich in Ermangelung auch dieser, Mädchen aus der israel. Kultusgemeinde berufen. Die Gesuche sind mit Geburtsschein, dem Sitten- und Armutszeugnisse, dem Nachweise, dass die Petentin sich im Brautstande befindet, und wenn das Vorzugsrecht der Verwandtschaft geltend gemacht wird, auch mit dem diese Verwandtschaft nachweisend en, mit den Geburts- und Trauungsscheinen belegten Stammbaum bis 28. FObrair 1907 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, L Stock, woselbst auch Gesuchsblankette während der Amtsstunden zwischen 8 und 12 Uhr vormittags unentgeltlich erhältlich sind, zu überreichen. Auszüge aus den Metriken der israel. Kultusgemeiude Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; vielmehr genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 1. Februar 1907. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien.

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