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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-02-01 · 5 (1.2.1907) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
5 (1.2.1907)
Date
1907-02-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Sr. Llocv's Mocdenscdntr. Str. 5 Seite sozialen Genoffenschaft, zugleich Einpeitscher der herrschenden Partei gewesen wäre! Dann wäre alles gegangen, auch wenn vom anvertrauten Geld nicht die Spur mehr zu finden Ware. Es hätten ein paar vertrauliche Sitzungen stattgefunden, statt einer Sitzung in Stein, Polonyi wäre im Rathaus unter Trompetenschall zum Ehrenmann ausgerufen worden und seine Taten hätten ihn nur in der Achtung der Partei steigen lassen und ihm noch einige - höhere Würden im Kreise der christlich-sozialen Korruptionstöter verschafft. W. IL Ganz richtig. Die Todesfälle durch Erfrierung haben sich in den Nächten ereignet, in welchen die rumänischen Besucher von der christlich-sozialen Stadtvertretung gefeiert wurden. Während Fest auf Fest im Rathaus folgte, wurde das Herz jeden Zeitungslesers aufs Tiefste ergriffen durch die Nachrichten, wie viele Unterstandslose durch die schreckliche Kälte einzelne Gliedmassen oder das Leben verloren hatten. Man hat in echter Nächstenliebe nicht einmal daran gedacht, den Aermstm der Armen Unterkunft und Zuflucht zu verschaffen, als sie von mörderischer Erstarrung bedroht waren. Keine Baracke wurde von Stadtwegen geöffnet, kein Brennmaterial verteilt. Man hatte nur Sorgen, sich mit den Rumänen gediegen zu unterhalten, koste es, was es kostet. F. N. Die antisemitische Preffe jauchzt in allen Tonarten über die Niederlage der gefürchteten Sozialdemokratie in Deutschland und ist ganz begeistert von Dernburg, dem dieser Erfolg zu danken sei. Welch eine Vergeßlichkeit! Derselbe Dernburg, der jetzt in den Himmel gehoben wird, ist derselbe deutsche Kolonialdirektor, den man bei seiner Berufung als einen Judenstämmling nicht genug besudeln und bekämpfen konnte. Gl. r. Z. Da ist nichts zu machen. Während alle Parteien corarn publico Wahlbesprechungen und Parteitage abhalten, bleiben die Juden hübsch im Verborgenen und werden mit Berichten, Parolen und Arbeiten die lächelnde Oeffentlichkeit erst überraschen, bis sich nichtjüdische Parteien überall festgesetzt haben und flott zum Erfolge reiten. Ruhe ist die erste, zweite und letzte Bürgerpflicht. Kaufmann I. Wollen Sie gefälligst bei der Oesterr.-Jsraelitifchen Union, IX., Universitätsjtraße 8, anfragen. B E. & Komp. Beim besten Willen nicht angänglich. Notiz. 15.000 Kronen bar für unsere Hausfrauen werden von den „Ceress-Werken für Koch-, Back- und Bratrezepte ausgeschrieben. Aber sie sind nicht nur ausgeschrieben, sondern sie werden auch tatsächlich ausgezahlt. Die Namen und Adressen der Prämiierten werden seinerzeit durch die Zeitungen bekannt-gemacht werden. Wie wir hören, sind auch aus unserer Gegend zahlreiche R zepte eingelaufen, über deren Erfolg wir seinerzeit berichten werden. Die näheren Bedingungen sind bei jedem besseren Kaufmann zu bekommen. — Man versuche, alle Mehlspeisen mit „Ceres" Speise-Fett herzustellen. Krapfen mit „Ceres" Speise-Fett zubereitet, sind wohlschmeckender und leichter verdaulich als alle anderen. iELorkHsia-xis. Bei der Filialgemeinde Salzbur? der israelitischen Kultusgemeinde LlDZ gelangt mit i. Juni 1907 die Stelle eines geprüften ReiigionsSehrer s der zugleich Kantor, Koreh, Scbocbet und Bodsk sein muss, zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt von K 2800 nebst den üblichen Emolumenten verbunden. Bewerber um diese Steile, welche österreichische Staatsbürger sind, den Grad allgemeiner Bildung nachweisen können, um auch den Religionsunterricht an Mittelschulen erteilen zu können, wollen ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche, mit den nötigen Nachweisen, Angaben ihres Alters und Familienstandes versehen und unter Beischluss der Photographie, bis längstens Mitte Februar 1. J. an den Gefertigten übermitteln. Zu den Probevorträgen werden nur Geladene zugelassen und dem Akzeptierten die Beisespesen vergütet. Salzburg am 24. Jänner 1907. Rudolf Löwy 320 Obmann. Kundmachung. . Wir geben hiemit -.dem geehrten NVH-Selchwaren konsumierenden Publikum höllichst bekannt, dass ab 1, Jänner 1907 die “iKD-Selchwaren-Erzeügung unter Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinats der Prassburger örtbod. Isr.Kultusgemelnde einzig und allein uns übertragen wurde. Gleichzeitig machen wir höllichst aufmerksam, dass Ain zweites Unternehmen mit diesem "laon nicilt existiert, wer daher auf strsng 1102-Ware reflektiert, den bitten wir im allseltigen Interesse, sowohl die ittDn-Plombe des ehrwürdigen Rabbinates, wie auch unsere Firma genau zu beachten und den Bedarf in diesen Artikeln aUSSCbüeSSliCh bei uns gefälligst decken zu wollen. Indem wir bestrebt bleiben, nur vorzügliche Ware und zu den billigsten Preisen zu erzeugen, zeichnen wir hochachtungsvoll RUJDER & SCHNITZER, Selchwaren-Fabrik, Pozsony-Pressburg, Kapuzinerstrasse 5. 312 axa Das gefertigte Rabbinat bestätigfliiStttit, dass vom 1. Iarmer 1907 an gefangen nicht mehr Herr f. Ruhig,-sondern„die Herren Rujder & Schnitzer W5-Selchw ren unter unserer Autsicnt erzeugen' nttcjna pp cpsfKB’N jnpt V T2- , 22 m m m lehrt tüchtige Lehrerin. Staatsprüfung mit Auszeichnung. J. W., XVIII., Gentzgasse Nr. 90. Frau n9tSI (Lehramtskandidat) sucht Stunden |Jlliin 0(ier Hoimeisterstelle (auch auf dem Lande). Beste Referenzen. Siegbert Wiesner, I., Universität. G. E Osterzucker —-Mi itrsra «s*— Wir bringen hiemit zur allgemeinen Kenntnis, dass unsere Fabrik in Göding in diesem Jahre Zucker blriDSn Jn b$ unter streng ritueller Aufsicht des Gödinger Rabb. Herrn Dr. L. Lazarus und des Herrn Rabbiners 8. Fürst in Wien (Schiffschul) erzeugen wird. Gödisagee* Zuckerfabriken Brüder Redlich u. Bergen. Bei Herrn S- Siern, Schnitt-, Manufaktur-, Konfektions¬ und Schuhwarengeschäft in Stockerau, wird ein Lehrling 315 aus gutem Hause, mit guten Schulzeugnissen aufgenommen Bestellungen auf 316 rao Qsterbrode rats allerfeinst. Qual. v. o—ooo nimmt die Erste Gödinger Osterbrodbäckerel d. Bernhard Glaser, Göding (Mähren) Bahnstr.62 entgegen. — Neu hergerichtetes, vornehmes, israelitisches - 'mr Karoline Seidner k, Ssilergaase tJr. 14, Parterre und Souterrain. Exquisite Speisen und Getränke. Sehr angenehmer Aufenthalt. Prima-Delikatessen-Spezialitäten KalkfiNsaMAM kauft zu höchsten Kassapreisen l%alM9lliagcVI BenediktEISNER,Pilsen. 317 Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Steno Witz bei Pilsen, gelangt ab 1. März 1907 die Stelle eines autorisierten ISalslsinexs (geprüfter Lehrer für Volksschule) der zugleich Schochet und 6h äsen ist, zur Besetzung. Gehalt K 1200.—, nebst dem Ertrage der Schechita und den üblichen Emolumenten, Wohnung im Gemeindehaus. Friedhof und Chewra- Kadischa im Ort. Offerte sind zu richten an Kultusvorsteher Josef Trelclüinger, Stenowitz bei Pilsen. Kleine Automobile Fahrräder N ähmaschinen Schreibmaschinen,Motorzweiräder. Zahlungserleichterungen — Gelegenheitsobjekte. - JACOBI’3 - vereinigte Fahrräder-, Näh- und Schreibmaschinen-Fabriks-Niederlage WIEN, IX/i, Porzellangasse z8. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr Josef S. Bloch — Druck von L. Beck & Sohn Wien, VIL 11

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