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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-01-11 · 2 (11.1.1907) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
2 (11.1.1907)
Date
1907-01-11
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Dr. Vlocb's MocbenscbrM. Seite 35 Nr. 2 Grunde, weil jede Korporation zugrunde geht, wenn man ihr den Vorwurf der Verjudung machen kann. Das aktive Auftreten bei dieser Vereinigung ist zwar auch eines Juden gutes Recht, aber er soll es aus Gründen ver Delikatesse nicht ausüben. Denn schließlich kommt es von Angriffen auf den Klerikalismus zu Angriffen auf die Religion, und wir brauchen nicht mehr erbitterte Feinde heraufzubeschwören, als wir schon haben. Landtag. Eine solche Mißwirtschaft, wie beim Bau der Mariazeller Bahn ist tatsächlich noch nicht dagewesen. Der Bau hat anderthalbmal mehr gekostet, als der ursprüngliche Voranschlag war, und ist nun so ausgefallen, daß er mit großen Kosten fortwährend geändert werden muß. 10 '/2 Million Kronen sind die Bauüberschreitung. Pattai, der Landeseisenbahnininister wäscht seine Hände in Unschuld. Er hat von nichts, von gar nichts gewußt. L. K. F. Die Fortsetzung hat wohl das Vermißte ergänzt. R. II. Wir werden nächstens auf die Sache eingehend zu sprechen kommen. I. SstZaldmann. Nr. 8, Jahrg. 1904, bei der Administration erhältlich. Carl Pasternak, Wie»». Herzlichen Dank und Gruß. Stiftung des Herrn Samuel Kolisoii zum Andenken an seinen seligen Bruder Ignrz Freiherrn von Koliscb. Am 29. Nissan 1. J. (13. April 1907), als dem Sterbegedächtnistage des Herrn Ignaz Freinerrn von Kolisch, gelangen die Jahreserträgnisse dieser Stiftung im Betrage per K 800.—: a) in erster Leihe an arme Verwandte des Stifters, das sind 1. Deszendenten desselben ohne Beschränkung auf den Grad; 2. Abstämmlinge der Grosseltern des Stifters bis zum 6. Grade der Seitenlinie von dem Stifter ab gerechnet; b) und in Ermanglung solcher an vier arme israelitische Familien in Wien zur Verteilung. Die Bewerber haben ihre mit dem Nachweise der Armut und Würdigkeit und der Angehörigkeit zur israelitischen Religion (Armutszeugnis, Geburtsschein und Bestätigung des zuständigen Eabbinates über die Würdigkeit des Bewerbers und dessen Zugehörigkeit zum Judentume) sowie eventuell mit dem legalen Nachweise derVerwandtschaft mit dem Stifter belegten Gesuche bis 31. Jänner 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. .Nicht entsprechend instruierte öder verspätet überreichte Gesuche'werden nicht berücksichtigt. Adolf und Therese Stern’sche Wohltätigkeits-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt hiermit bekannt, dass aus den Zinsen der obgenannten, von dem am 14. April 1899 in Wien verstorbenen Herrn Adolf Stern begründeten Stiftung am 14. April 1907 ein Betrag von K zb60 an würdige und bedürftige Personen jüdischer Konfession ohne Unterschied des Geschlechtes und ohne Rücksicht auf die Staats¬ und Gemeindeangehörigkeit derselben zur Verteilung zu gelangen hat. Der Unterstützung bedürftige und würdige Bewerber, welche die Verwandtschaft oder Schwägerschaft mit dem Stifter Herrn Adolf Stern oder dessen Gattin Frau Therese Stern, geborne Kanitz, nachzuweisen vermögen, sind vor allen anderen Bewerbern zu berücksichtigen. Gesuche um Verleihung dieser Stiftung sind, mit dem Nachweise der Zugehörigkeit zur jüdischen Konfession belegt, bis 31. Jänner 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, L, Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Baurat Max FlelscheFscho Wohltätigkeitsstiftung. Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiermit bekanntgegeben, dass am 29. März 1907 die Zinsen der obgenannten Stiftung per K 170 an einen oder mehrere mittellose, würdige israelitischeHandel- oder gewerbetreibende Bewohner der Wiener Gemeindebezirke Mariahilf und Neubau und in Ermanglung solcher an sonstige stiftbrieflich geeignete Mitglieder der israelitischen Kultusgemeinde Wien zur Verleihung gelangen. Unter den Bewerbern geniessen ehemalige Mitglieder des Tempelvereines für die beiden Gemeindebezirke Mariahilf und Neubau oder Angehörige von solchen oderendlichAngehörige von Angestellten des bezeichneten Tempelvereines den Vorzug. Die mit den legalen Nachweisen über den Betrieb eines Handels- oder Gewerbeunternehmens in den Bezirken Mariahilf und Neubau, die Mittellosigkeit und die eventuelle Vorzugsberechtigung, sowie mit dem Geburtsscheine des Bewerbers belegten Gesuche sind bis längstens 31. Jäaner 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich verabfolgt vejden, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder nach Ablauf der Konkursfrist überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Ignaz Theumannsche Helraisausstattungs-Stiftimg. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien bringt hiermit zur Kenntnis, dass aus den Zinsen der obgenannten Stiftung ein Betrag von K 2000 an ein mit dem Stifter, Herrn Ignaz The u mann, verwandtes Mädchen israelitischerKonfession zu verleihen ist. Bewerberinnen haben ihre mit einem Geburts-, Armuts-, Brautstands- und Siitenzeugnisse, sowie dem legalen Nachweise der Verwandtschaft mit dem Stifter versehenen Gesuche bis 31. JäoneP 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken dsr israelirischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht e.forderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung der Stiftung verehelichen, werden des Bezugsrechtes verlustig. Auf verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Dar Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Kundmaehung. Die Religionsprüfungen für RRittelschQlar Anden im ersten Semester des Schuljahres 1906/7 Dienstag den 22. Jänner 1907, von 3—5 Uhr nachm. in der Religionsschule der israelitischen Kultusgemeinde (I. Bez. Seitenstettengasse 2, II. Stock) durch Herrn ProfOSSOF Dr. Heinrich Pcllak statt. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien. Isaias Skrainkasche Stiftung für Hochschfller. Vom gefertigten Kultusvorstande wird hiemit bekanntgegeben, dass die Zinsen aus obiger Stiftung im Betrage von 400 Kronen am Sterbetage des sei. Herrn Isaias Skrainka, 24. Adar, 10. März 1907, an zwei arme israelitische Hochschüler der Universität oder der technischen Hochschule aus Holleschau, respektive aus Mähren, ä 200 Kronen zu verleihen sind. Diejenigen, welche eine Verwandtschaft mit den Stiftern, Herrn Simon und Adolf Skrainka sei. A. in Holleschau, nachweisen können, werden in erster Reihe bevorzugt. Gesuche mit den Nachweisen der Mittellosigkeit, der Heimatszuständigkeit (bei Verwandten auch die Verwandtschaf) und über die ordnungsmässig abgelegten Kolloquien oder Staats- Prüfungen sind bis 15. Februar 1907 an den gefertigten Kultusvorstand einzubringen. Später eingebrachte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Holleschau im Jänner 1907. Der Kultusvorstand: Carl Beer. Isaias Skrainkasche Heiratsausstattungs-Stiftung. Vom gefertigten Kultusvorstande wird hiemit bekanntgegeben, dass die Zinsen aus obiger Stiftung im Betrage von 400 Kronen am Sterbetage des sei. Herrn Isaias Skrainka, 24. Adar, 10. März 1907, an eine arme israelitische Braut aus der Verwandtschaft der Stifter, der Herren Simon und Adolf Skrainka sei. A. in Holleschau, beziehungsweise an eine arme Braut aus Holleschau zur Verleihung kommen. Gesuche mit dem Nachweise der Armut, der Moralität, der Heimatszuständigkeit und des Umstandes, dass die Bewerberin sich im Brautstande befindet, sind bis 15. FebFUaF 1907 an den gefertigten Kultusvorstand einzubringen. Später eingebrachte Gesuche bleiben unberücksichtigt. Holleschau im Jänner 1907. Der Kultusvorstand: Carl Beer.

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