Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-12-28 · 52 (28.12.1906) · page 19

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
52 (28.12.1906)
Date
1906-12-28
Page
– (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3020846-3021656-3021709--16026-3040823
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

Sette 903 Nr. 52 Lur. Lwcv s Mocbenscvrm. Lehrer F. i. T. Ja, derzeit Budweis. Besten Dank und herzlichen Gruß. M. Schapira. Wollen Sie die Güte haben, uns am nächsten Montag nachmittags in der Redaktion zu besuchen. Wien. Dieser Dank Luegers an die Opposition war eine feine Frozzelei. Er anerkennt, daß sie die Verhandlungen nicht gestört hat. Das ist ihr weiter nicht schwer gefallen. Denn wenn sie die Verhandlungen doch irgendwo unliebsam (im Lnegerschen Sinne, nicht in dem ihrer Wähler) unterbrochen hat, so wurde ihrem Redner das Wort entzogen, der Mißbilligungsausschuß, vulgo Hausknecht, herbeigetrommelt und der Sünder feierlich hinausgeworfen. Hätten seinerzeit die Liberalen diesen traurigen Mut des Faustrechtes gehabt, so wäre wohl Lueger nie in die Höhe gekommen. Was der Bürgermeister schließlich sagte: „er könne ohne Opposition nicht arbeiten, ist wirklich wahr und kein Gedicht. Stellen wir uns mal vor, im Gemeinderate säßen lauter Christlich-Soziale. An wem sollten diese armen Leute dann ihren Güst und ihre Bildung beweisen? Wem würden sie dann anbrüllen Jud! Jud! Jud! und Jud hinaus? Da wäre ja der Porzer, der Judenstämmling, seines Lebens nicht sicher, denn in der Not frißt der Teufel Fliegen. Es ist also großartig für Lueger, daß er eine Opposition hat. Dr. R. F. in W. und Dr. H. in E. Der Diskussion über den „Parech" noch fernerhiu die Spalten unseres Blattes einzuräumen, wäre eine Belästigung der Leser. Wir rrsuchrn unsrre grsckatzlLN Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnements gebühr, damit die Zusendung des Blattes Keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Betrage wolle man sich der beigelegien Posteriagscheine bedienen. Die Adminikraiiün der „Orsterr. Wochenschrift Notiz. Nerlosungsverlnst. Im Monate Jänner finden die Ziehungen der Kredit-, Donau-Regulierungs.» II. Boden- und Salzburger Lose, sowie meherer anderer Lose und Obligationen statt, deren Verlosung mit dem kleinsten Treffer, bezw. Nominalbeträge bedeutende Verluste verursacht. Die Versicherung gegen diese Verluste übernehmen die Zentral - Depositeukaffe und Wechselstube des Wiener Bankvereines, sowie dessen Filialen in Prag, Graz, Brünn, Aussig an der Elbe, Budapest, Lemberg, Czeruowitz, Bielitz-Biala, Klagenfurt, Pilsen, Konstantinopel, Karlsbad, Teplitz, die Exposituren und Zweiganstalten in den Wiener Bezirken. Näheres im „Inserat" der genannten Wechselstube. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Z. 17279, ex 1906. Wien, 24. Dezember 1906. Kundmachung. Der vom Kultnsvorstande in der öffentlichen Sitzung vom 23. Dezember 1906 testgesetzte Voranschlag der Einnahmen und Ansgeben der Kultusgemeinde, sowie sämtlicher unter der Verwaltung der Kultusgemeinde stehenden Fonde und Anstalten für das Verwaltungsjahr 1907 liegt vom heutigen Tage ab durch 14 Tage im Sekretariate der Kultusgemeinde, I., Seiteustettengasse 4, II. Stock, zur Einsicht der tiemeindemitsrlieder auf. Die Gemeindemitglieder sind gemäss § 90 des Statutes berechtigt, innerhalb dieser Frist Erinnerungen bezüglich des Voranschlages bei dem Kultusvorstande schriftlich zu überreichen, welcher dieselben in Erwägung zu ziehen hat. Dr. Tbeodor Lieben Der Präsident: erster Sekretär. Dr. Alfred Stern. Gutgehende Konditorei auf bestem Posten, mit Of°n modernster Konstruktion, ist \yegen Nicht-Bestreitung zweier Geschäfte zu verkaufen. Adresse ln der Expedition zu erfragen. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Z. 11780, ex 1906. Wien, 24. Dezember 1906. Kundmachung. Bei den auf Grund des Statutes der israelitischen Kultusgemeinde in Wien am 2., 9. und 11. Dezember 1906 stattgebabten Wahlen in den Kultusvorstand wurden nach benannte Herren gewählt: I. Von der Gssammtheil der Wähler: a) für eine sechsjährige Mandatsdauer: Dr. Alfred Berner, Hof- und Gerichtsadvokat, I, Judenplatz 8; Emanuel Hoffmann, Branhauskassier, XVIII., Karl Ludwigstr. 27; Dr. Gustav Koün, Hof- und Gerichtsadvokat, IX., Hahngasse 25; Dr. Josef Pollak, k. k. Universitätsprofessor, I., Anuagasse 1; Adolf Scbramek, Kaufmann, II., Novaragasse 21; Leopold Simon, k. k. Kommerzialrat, Kaufmann, I., Freisingerg. 1; Dr. Maximilian Steiner, General-Repräsentant der Vers.-Gesellsch. I., Graben 16; Df. Alfred Stern, em. Hof- und Gerichtsadvokat, II., Untere Donaustrasse 27. b) für eine vierjährige Mandatsdaner: Leopold Langer, kais. Rat, Bankier, I., Kärntnerring I; c) für eine zweijährige Mandats dauer: Max Frank, Handelsgesellschafter, IX., Berggasse 19; Dr. Hermann Löwl, prakt. Arzt, II., Novaragasse 20; Samuel Steiner, Bauunternehmer, VII., Burggasse 72; II. Von den höberbesteuernden Mitgliedern: für eine sechsjährige Mandatsdauer: MO'itZ B. Eissler, Holzhändler, I., Reicbsratsstrasse 19; Dr. Leopold Kobn, Hof- und Gerichtsadvokat, L, Gonzagagasse 12; Dr. Artbur Kuranda, Hof- und Gerichtsadvokat, I., Lugeck 3; Bernhard Pollack, kais. Rat, Privatier, I., Reichsratsstrasse 3. Diese Wahlen wurden gemäss § 17, al. 3 der Wahlordnung in der öffentlichen Plenarsitzung am 23. Dezember 1906 vom Vorstande anerkannt. Dr. Theodor Lieben Der Präsident erster Sekretär. Df. Alfred Stern. Pädagoge sueht Lektionen in hebräischer und russischer Sprache. Zuschriften unter „J R.“ II., Obere Donaustrasse 4, Tür 12. G. Dliccin Cllftht Qtllllfian fär hebräischen Unterricht, ist in nUdOlll ullulll ulUllllull der Lage, durch leichte Methode Kindern die hebräische Sprache in Wort und Schrift beizubringev, unterrichtet auch Tauech. Gefällige Zuschriften erbeten an Fräulein G. RoblnSOhn, II., Grosse Mohrengasse 44, Tür 20. o.|A|,D nQf Cnflirt e*n indisches, kräftiges Mädchen aus acht- Ollullu pul OUlUII barer Familie, welchem Gelegenheit geboten wird, sich in der Küche, sowie im Haushalte auszubilden, bei familiärer Behandlung und entsprechendem Lohn. Dienstmädchen vorhanden. Jakob Fried, Hotelier, Mäbf.-BttdWltZ. Marienbader isr. Kurhospital! Bewerber um die Aufnahme in das Marien Lader isr. Kurhospital während der heurigen Saison haben ihre Gesuche unter Ausweis der Dürftigkeit u. ärztlichen Atteste bis I* März 1907 an die Direktion in Prag zuhanden des Herrn Heinrich Denhof, Prag, Stupartsgasse Nr. 7, zu richten. Das Komitee» Io der Musikalienhandlung Josef Eherle ,sind vom Komponisten Leonid Lamm bis jetzt folgende reizende Klavierweike erschienen: ,Klänge aus meiner Heimat“ Walzer, Op. 16 „Herzensgefühle“ Melancholischer Walzer, Op. 20 „Eslebe das tätige Russland“ Triumph-Marsch, Op. J8 „Befreiungs-Marsch“ Op. 17 „Marche funehre“ sur la mort de Henrik Ibsen, Op. 19. Dieselben sind in der genannten Musikalienhandlung oder vom Komponisten selber, H., Praterstrasse 66, HI. Hof 58, zu beziehen:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.