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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-12-07 · 49 (7.12.1906) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
49 (7.12.1906)
Date
1906-12-07
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 49 ruc. jßiocb's Mocdenscbrm. Seite 847 Z Isaak Leeb Weinberg und Lea Welnberg’scbe Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Wien verlautbart hiemit, dass aus den Zinsen der ungenannten Stiftung 1 Platz im Betrage von K 600 zur Verleihung gelangt. Kompetenzberechtigt sind mittellose Israeliten des jüdisch-deutscl en Ritus, welche in Wien an der Universität oder an der Technik oder an der Akademie der bildenden Künste ihre Studien mit günstigem Fortgänge betreiben und ihre Vorstudien an einem öffentlichen Gymnasium oder an einer öffentlichen Realschule mit gutem Erfolge absolviert haben. Unter den mit den angezeigten Erfordernissen versehenen Studierenden geniessen in Rumänien, in erster Linie in Bukarest geborene den Vorzug. Die Bewerber haben die 1. mit dem Geburtszeugnisse, 2. mit dem von der zuständigen Behörde ausgestellten detaillierten Ausweis ül ti die Armut der Eltern, 3. mit sämtlichen Mittelschul- und Hochschulzeugnissen versehenen Gesuche bis 31. Dezember 1906 in dem Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, I-, Seitenstettengasse 4. I. Stoch, woselbst während der Amtsstunden zwischen 9 und 19 Uhr vormittags Gesuchstdankette unentgeltlich verabfolgt weiden, zu überreicht n. ln dem Gesuche ist anzugeben, ob der Beweis er n dem Bezüge eines Stipendiums steht, beziehungsweise wie hoch der Betrag dieses Stipendiums ist. Nicht mit den erforderlichen Beilagen versehene oder veix-fspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Tbeobald Uffebhelmer’sche Studentenstifturig. Im Studienjahre 1906/07 gelangen vier Theobald Uffenheimer’sche Stiftplätze, und zwar je einer au einen Hörer der medizinischen, der juridischen und der philosophischen Fakultät an der k. k. Universität in Wien und an einen Hörer der k. k. technischen Hochschule in Wien mit dem Jahiesbetrage von je K 275 für die Dauer eines Jahres zur Verleihung. Auf Grund der stifterischen Anordnung hat die Verleihung dieser Stiftplätze in diesem Studienjahre derart zu erfolgen, dass die Stipendien nur Studierenden der isiaelitischen Religion verliehen werden. Bewerber, welche rnu dem Stifter verwandt, in Wien zuständig oder im Bezirke Leopoldstadt in Witn oder in Wien überhaupt geboren sind, haben ein Von echt. Die Verleihung erfolgt durch den Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde'Wien. Die Gesuche um diese Stipendien sind längstens bis 31. Dezember 1906 im Eiureichuugspioiokoile der Magistrats-Abteilung XIII za überreichen und sind denselben seitens der Bewerber der Geburtsschein, das impfzeuguis, das Maturitätszeugnis, ferner die Ausweise über die Studienerfolge, die Zuständigkeit und die Immatrikulieiung als ordentlicher Höier der k. k. Universität, beziehungsweise der L. k. technischen Hochschule in Wien, dann über wahre Dürftigkeit und eventuell über die Verwandtschaft it dem Stifter beizuschliessen Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 3. Dezember 1906. Salomon Goldschmidt-Stiftung für Gymnasialscbüler. Vom Vorstande der hiesigen israelitischen Kultusgemeiude wird hiemit bekannt gemacht, dass aus der obigen Stiftung 5 Stipendien, und zwaT 2 im Betrage von j e K 100 und 3 im Betrage von je & 96 an israelitische Gymnatialschüler zur Verleihung kommen. Erforderliche Beilagen: 1. Zeugnis über guten Studienfortgang; 3 Zeugnis über streng sittliche Haltung (von der Schul direktion); 3. Zeugnis über Mittellosigkeit; 4. diejenigen Schüler, welche die Stipendien erhalten, sind verpflichtet, am Vorabende und am Morgen des 23. Adar, d. i. am Vorabende und am Morgen des 8. März 1907, beim Gottesdienste im Bethause der Kultusgemeiude, I., Seitenstettengasse 4, anwesend zu sein und ihre Anwesenheit dem jeweiligen Bethaus-Iuspizienteu zu melden, welcher schriftlich die Anwesenheit der Stipendisten zu bestätigen hat. Gegen Vorweisung dieser Bestätigung erhalten sodann die Stipendisten den zugesprochenen Stiftungsbetrag an der Kassa der Kultusgemeinde ausgezahlt. Diejenigen Stipendisten, welche vater-, mutter- oder elternlos sind, sind verpflichtet, nach dem Abend- und Morgengottesdienste das Seelengebet zu verrichten. Verwandte des Stifters, Herrn Moriz Ritter von Goldschmidt oder seiner Gattin, Frau Nanette geh. Landauer, und Waisen erhalten den Vorzug. Bewerber um obige Stipendien haben ihre Gesuche bis 15. Jänner 1907 im Ein reichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht bezw. wie hoch sich der Betrag dieses Stipendiums beläuft. Auszüge aus den Metriken der israelitischen t ultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 15. Dezember 1906. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien. Kundmachung beireffand die engere Wahl in den Kuitusvcrstand. Der Vorstand der Wiener israelitischen Kultusgemeinde bringt hiermit zur Kenntnis, dass die engere Wahl für zwei Vorstandsmitglieder mit sechsjähriger Mandatsdauer Sonntag den 9« Dezember 1906 vorgenommen wird. In die engere Wahl kommen: Adolf Scüramek, Kaufmann, II., Novaragasse 21, Leopold Simon, Kaufmann, I., Freisingergasse 1, Df. Isidor Schallt, Zahnarzt, IX., Währingerstrasse 3, Adolf Brecher, Bankier, XVIII., Potzleinsdoiferstras&e 33. Die Herren Wähler werden eingeladen, sich au dem obeubezeichueteu Tage mit ihrer Wahllegitimation au dem auf derselben angegebenen Wahlorte *) persönlich einzuflnden. Die Abgabe der Stimmzettel beginnt um 9 Uhr früh und wird um 2 Unr nachmittags beendet. Das Recht, sich au der engeren Wahl zu beteiligen, ist durch die Beteiligung an der ersten Wahlhandlung nicht bedingt und werden hierbei auch andere als die von der Kultusgemeiude ansgegebenen Stimmzettel zugelassen. Jede Stimme, welche auf eine nicht in die engere Wahl gebrachte Person fällt, ist uagiltig. Die näheren Bestimmungen enthalten die §§ 5, 6, 7 und 36 des Statutes sowie die 3, 4, 5, 9, 10, 15 und 1 < der Wahlordnung. Wien, 4. Dezember 1906. Df. Theodor Lieben Der Präsident: Erster Sekretär. Df. Alfred Stern. *) Die Wahkn werden an nachstehenden Orten vorgenommen für die Wähler der Bezirke: Innere Stadt: Sektion A —K und L—Z, 1., Sciteustetteugasse 4. Leopoldstadt und Brigittenau: Sektion A—H und I— Q, II., Schiffaintsgasse 15: Sektion R - Z, II., Leopoldsgasse u9. Landstrasse und Simmering: III., Untere Viaduktgasse 13. Wieden, Margarethen und Favoriten: V., Margarethenstrasse 73. Mariahilf und Neubau: VI., Schmalzhofgasse 7. J o s e 1stadt und Alsergrund: Sektion A—K, IX., Mülluerga*se 21; Sektion L—Z, IX., s.eg. 9. Meidling, Hietzing, Rudoitsheim und Fünfbaus: XV., Turnergasse 22. Ottakring und Hernals: XVI., Huberg. 8. Währing und Döbling: XVIII, Sciiopenhauerstiasse 39, Kundmaehung betreffend die von den bSheibesteuerten Mitgliedern der Kul.usgemtinde vorzunehmenden Wahlen ln den Kultusvorstand und der Vertrauensmänner. Die statutengemäss vorgeschriebene, von den höherbesteuerten Mitgliedern vorzunehmende Neuwahl von vier Vorstandsmitgliedern für die Dauer vou 6 Jahren*), sowie die Neuwahl von 36 Vertrauens iänneru (§ 30 des Statutes und §§ 2 und 3 des Kultussteuer-Regulatives) für die Dauer von 2 Jahren finden Üisnsiag den > . Dezember 1906 statt und werden die eventuellen engeren Wahlen Donnerstag din 13. Dezember 1906 vorgenommen. Die Herren Wähler werden eingeladen, sich an dem oben bezeichnten Tage im Wahllokale I., Seitenstettengasse 4, 2. Stock, mit ihrer Legitimations-Urkunde persönlich einzuflnden. Die näheren Bestimmungen enthalten die §§ 5, 6, 7 und 30 des Statutes, sowie die §§ 3, 4, 5, 9, 10, 15 und 17 der Wahlordnung und die §§ 2 und 3 des Kultussteuer-Regulativs. Wien im November 1906. Df. Theodor Lieben Der Präsident: Sekretär. Df. Alfred Stern. *) Neuwahlen für eine sechsjährige Mandatsdauer sind vorzunehmen: für die Herren Moritz B. E iss ler und Dr. Arthur Kur an da, deren Mandate mit Ende des Jahres 1908 ablaufen, lür den vor Ablauf seines Mandates aus dem Vorstande ausgeschiedenen Herrn Tneodor Ritter von Tanssig und für den verstorbenen Herrn Rudolf A n s p i t z. tüchtiger Pädagoge, wünscht noch eiue ™ CUllLllllild freie Stunde gegen massiges Honoiar zu vergeben. Gef. Zuschriften an die Buchdruckerei L. Beck & Sohn, VIII., Lerchenfelderatrasse 46.

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