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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-11-02 · 44 (2.11.1906) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
44 (2.11.1906)
Date
1906-11-02
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Serie 752 Dr. J5iocbvs 'WUocbenscbr'f! Nr. 44 Aufruf! Eduard Polatschek Theodor HerzPDenkmal in Czernowitz. Der Gemeinderat der Universitäts- und Landeshauptstadt Gzernowitz hat unserem Wunsehe Rechnung getra en und in seiner Sitzung vom 10. Juli 1. J. beschlossen, den Alten Markt bei der Judengasse „Theodor Herzl-Platz“ zu benennen. Es ist der Name unseres dabingegaugeneu Führers, dessen beispiellose Hingebung für die Regeneration des jüdischen Volkes die ganze Welt mit Bewunderung erfüllte, dem Fürsten und Staatsmänner ihre Verehrung bekundet haben; jenes Grossen iu Israel, der den zionistischen Gedanken zu hellster Begeisterung entflammt, den zerstreuten Volksgenossen eine Weltorgauisatiou, ein Judenparlament geschaffen und für eine Heimat der seit Jahrtausenden bedrängten Brüder, seines jüdischen Volkes, aufopferungsvoll fortgewirkt, bis inmitten rastloser Arbeit sein Herz zu schlagen aufgehört hat. Auf dem nach ihm benannten Theodor Her^l-Platz, der entsprechend reguliert werden wird, soll nun als ein bescheidenes Zeichen dankbarer Liebe und Anerkennung der östlichen Volksgenossen ein Theodor Herzl-Denkmal sich erheben, in jenem Stadtteile, wo die altjüdischen Familien von Gzernowitz ihr Domizil hatten und noch heute aus den umliegenden Synagogeu jüdische Gebete und Gesäuge laut weiden. Dieses „jüdische Viertel“ mit seinej zum Teil recht armseligen Judenhäuschen wird bald modernen Bauten Platz machen, die ghettoartigen Quartiere werden schwinden und ein neuer aufstrebender Stadtteil wird entstehen. Inmitten desselben soll das Theodor Herzl-Denkmal postiert werden, eine weithin sichtbare Zierde für die schöne Landeshauptstadt Gzernowitz und gleichzeitig ein Wahrzeichen der Eintracht ihrer Bewohner, die ihren nationalen Wünschen gegenseitig Sympathie entgegenbringen. Wabrlich, ein schönes Werk, das von jedermann gefördert zu werden verdient! Es ergeht darum an alle Juden, wie auch an alle anderen Freunde des Verstorbenen, die ihm als Mensch und Schriftsteller nahestanden, der Appell, die Errichtung des Theodor Herzl-Denkmals eitrigst zu propagieren und für den Denkmalfond in Czernowitz Geldspenden zu sammeln. Kein Jude verabsäume es, zum Gelingen dieses schönen Werkes beizutragen. Heiler an Heller wird zu einem ansehnlichen Kapitale werden! Jeder agitiere darum iu seinem Kreise; bei festlichen und traurigen Anlässen sei des Denkmals für weiland Theodor Herzl gedacht! Die Geldspenden sind an das Bankhaus A. Badian & Sühn, GzerOOWitZ, zu sendeu. Czernowitz im Oktober 1906. Oie jüdisch-nat. akademische Verbindung „Hasmonaea“: cand. jur. B. Werber, dz. Schriftführer; cand. jur. J. BuChSbaum, dz. Senior; Dr. Josef Bierer, Arzt iu Radautz; Dr. Josef Burstyn, k. k. Feldprediger in Ung.-Hradisch; Isak Blum, Ingenieur in Jassy; Dr. Marco Covler, Redakteur, Czernowitz; Dr. Mayer Ebner, Landes- und Gerichtsadvokat, Czernowitz; Dr. Berthold Frucht, Arzt, Czernowitz; Dr. Janen Goldenstem, Arzt in Jassy; Heinrich Herschmann, Magister der Pharmacie, Czernowitz; Carl Klüger, Caefredakteur des „Czernowitzer Tagblatt“, Czernowitz; Dr. Jakob Kommer, Hof- und Gerichtsadvokat in Wien; Dr. Adolf Langhaus, Aivokaturskandidat in Dorna-Watra; Dr. Sigmund Neuberger, Arzt inZablotow; Dr. Paul Bieber, Landes- und Gerichtsadvokat, Czernowitz; Emil Schlecht, Apotheker iu Zastawua; Dr. Mayer Schifter, Landesuud Gerichtsadvokat, Czernowitz; Dr. Isak Schmierer, Landesuud Gerichtsadvokat. Czernowitz; Dr. Elias Stroh, Advokaturskaudidat, Czernowitz; Moses Stroh, Advokaturskandidat, Czernowitz. Anregungen betreffs des Theodor Herzl - Denkmals und sonstige Zuschriften sind an die HerzldänkmH'KommiSSion der akademischen Verbindung „Hasmonaea“ (Herrengasse 2h, I. Stock) zu richten, woselbst auch Sammelblocks an Vertrauensmänner ausgelolgt werden. |» nach der Berlitz - Methode (Iwrith. * u’iwrith) unterrichtet bewährte Lehrerin aus Warschau. Dieselbe lehrt auch Russisch u. Polnisch. Adresse: Sokolka, VIII., Tigergasse 33. Tür 6. G Ob^r-Kanioe* JOSEF BÄSStR XX., Wintergasse 29 e npflehlt sich dem P. T. Publikum auf Grund seiner erworbenen Autorisationen von anerkannten Aerzten als sehr praktischer 2Noheis TPÖ - Operateur. 251 Bei Unbemittelten ohne Honorierung. - -- w Salami w und Selciiwarenfabrik mit Dampfbetrieb Budapest, VI. Hollö-utcza I. Empfiehlt seine Fabrikate iu ff. Salami, Zungen und sonstigen uurst- und Fieischspezialitäten zu stets konkurrenzfähigen Preisen und nur in Ia Qualitäten. 254 Export auch überseeisch. PATENTE aller Länder erwirkt und verwertet Ingenieur M. GELBHAUS beeideter Patentanwalt in Wien, VII., Siebensterngasse 7 (gegenüber dem k. k. Patentamts). KARL SCHLUG WIEN, VI., Amerlfngstrasse 8 ist mit seinen Zedel - Motoren allen anderen Fabrikaten überlegen. — Die Fahrer wissen es ohnehin. Jeder Käufer eines Motorzweirades mit Beiwagen soll eine Probefahrt ins Gebirge — in Wien den Exeiberg — verlangen. 242 Vorletzte Woche. Ziehung unwiderruflich 10. November 1906. Wiener k. k. Polizei-Lotterie 1 Los kostet 1 Krone. — >M— Der erste Haupttreffer Kronen 30.000 Kronen sowie II. 5000 K und III. 1000 K wird in barem Gelde über Allerhöchste Bewilligung Seine, k. u. k. apostol. Majestät und auf Verlangen des Gewinners abzüglich 10% und der gesetzlichen Gewinststeuer ausbezahlt. — Lose e hältlich in allen Wechselstuben, Lotto- Kollekturen und Tabak-Trafiken. K. k. Polizei-Lotterie-Bureau befindet sich Wien, I., Schottenring 11 (im Polizei-Direktionsgebäude). 226 -itrs Hotel-Restaurant ttrs POLONIA (M. Gerstmann) Wien, II., Rothe Sterngasse 7 a. Exquisite Küche. Pilsner- und Schwechater Biere. Zimmer von K 2.40 aufwärts. Elektr. Licht. 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