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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-10-12 · 42 (12.10.1906) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
42 (12.10.1906)
Date
1906-10-12
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sette 714 L>r. Lwcv s Miocvenscvrur. Nr. 42 erworben. In den einzelnen Statiouru wirkten: Zm 1. Bezirk Herr Oehler als Ordner rwd Ekhvrtant, Herr Rindskopf durch kmrwralrn Bortrag. — Im 2. Bezirke versahen in hingebungsvoller Weise die kantoralen Funktionen die Herren Ascher und Toch (letzterer fungierte auch als Ordner) die Exhorte Herr Max Deutsch. — Der Andachtsstätte im 6. Bezirk standen in musterhafter Weise die Herren Leopold Gollerstepper, Ignaz Kugel und Philipp Weiß vor. die schon seit Jahren den Verein im 6. und 7. Bezirk repräsentieren. — Um den Gottesdienst im 18. Bezirk machte sich Herr Zeckendorf verdient, reich an Erfahrung und Opferwilligkeit. — Im 20. Bezirk wurde die Führung Herrn Löw-Vogel anvertraut. der seiner Mission durchaus gerecht wurde. — Der Kassenverwaltung widmete sich Herr Julius Philipp in verdienstvoller Weise. All den genannten Herren sei der allerwärmste Dank dargebracht für ihre willige Hingabe und für ihre Opfer an Zeit und Mühe und — für ihren Glauben an die Bedeutung unserer Bestrebungen. Und wahrlich, es bedarf bei der Gleichgiltigkeit des großen Publikums einer großen Ueberzeugungstreue und Ausdauer, um die begonnene Cache festzuhaltcn und fortzuführen. Gestärkt wurden wir durch den Anblick der vielen Hunderte von jungen Andächtigen, die ohne unsere Institution der Weihe der hohen Feiertage entbehren müßten, in ihrem Interesse für das Judentum allmählich erkalten würden. „Kommst Du zu meiner Herde, dies soll mein Lohn sein." Besonderen, tiefempfundenen Dank schulden wir dem löblichen Kultusvorstande, dessen weise Einsicht unserem Werke immer intensivere Unterstützung und wohltuende Teilnahme angedeihen läßt. I. M. Wie». (Akademische Verbindung „Kadimah".) Im G. C. vom 14. Oktober 1906 wurden für das Wintersemester 1906/07 folgende Chargen gewählt: cand. med. Felix Deutsch *, eaud. ing. Arnold Löwen st ein **, cand. jor. Fritz Löhner *** Wie«. (Jüdische akademischeVerbindung „Unitas", Wien.) Die Chargenwahlen für das Wintersemester 1906/07 ergaben folgendes Ergebnis: zur. Alexander Seele nfried dz. *, zur. Leopold Führenberg dz. * * F *, zur. Bernhard Markus dz. * * *. Wie». In dem Berichte aus der Plenarsitzung des Kultusvorstandes vom 7. Oktober 1906 soll es im Spendenverzeichnis bei der Spezifikation der Spende der Frau Laura Taussig per K 2000.— richtig heißen: Für die Ausspeisung jüdischer Schulkinder in den Bezirken XII—XV K 200.— und nicht „für die Schulküche im XV. Bezirk". Wie». (Spende für die russischen Juden.) Der seit mehreren Jahren bestehende Synagogenverein „Ohel Abraham“, IX., Grünetorgasse Nr. 28, spendete für die unglücklichen verfolgten Juden in Siedlce K 45.10. Spende« für die Opfer der Jrrdenmassakres in Rußland. Der „Israelitischen Allianz zu Wien" sind an weitere' Spenden für die Opfer der Judenexzefse in Rußland zugegangen: Wien: Hofrat S. R. v. Hahn X 500. - (Siedlce). Ernst Hirsch X 500.—, A. Stern u. Sohn X 500.—, Anonym K 300.-, „Midie Opfer der verdammenswerten Ablenkungspolitik" X 201. , Anonym K 200.—, H. W. (Siedlce) K 200.—, „Eine Mutter " (Waisen) K. 150. —. Vorstand des Tempelvereines für den XIX. Bezirk (rm Bethause während der hohen Feiertage gespendet) X 129.—, Salomon Fischer K 100. , I. u. S. M. X 100.—, S L. Riesz X 100.—, Emanuel Schweinburg (Siedlce) X 100.—, Dr. Adolf Stein X 100.—, I. u. W- Blumka (Siedlce) X 50.—, „Siebenter Oktober 1906" X 50 —, Dr. Max Deutsch X 30.—, Ingenieur Ludwig Kallrr X 25.— , Josef Wertheimer (Siedlce) X 25.—, Siegfried Wertheimer (Siedlce) X 25.—, Sigmund Altschul X 20.—. Dr. E. X 20.—, Rudolf u. Jda Deutsch X 20.—, E. F. (Siedle.) X 20. -, Glaubauf für Gutsatz in St. Petersburg X 20.—, Rösa LasuS X 20.-, Rosa Pollak (Siedlce) X .0.—, Sofie Schwarz (Siedlce) X 20.-. W. K X 20.—. A. B. in T. X SM». , Jakob Hirsch (Siedlle) X 10.—, I. Kramer X 10.—, A. F. (Siedlce) X 10.—, Rosa Kaposi und Luise Spitzkopf (durch Herrn Rabbiner Dr I. M. Bach X >0.—, Alois Reich, XVI., X 10.—, Julius Frankel, 11., X 7.—, Adolf Bauch X 6.—, Franz Reing über X 6. - , Mag. pharm. Bernhard Rosenfeld (durch Herrn Otto Fischer) X 6.—, I. Eisler X5.—, Jaques Fischhof, Maskirspende, X 5 —. Philipp Kahanne. Tempelspende (Siedlce) X 5.—. 3tL 3). K 5. L. K. X 4.—. Ungenannt sein wollender durch Ersten Kantor Schiller X 3.40, K. D. (Siedlce) X 3.—, S. Kugel (Siedlce) X 3.—. B u d a p e st: Alex, Horvath u. Sohn X 10.—. Buenos-Ayres: Jgnotio Strauch durch Herrn D. Rotter X 100.—. Crajowa: Jsak I. Beligradeanu fils X 5000.—. Egbell: Szanta Lajos X 2. , Giersch: Jakob Fuchs (durch Herrn Rabbiner Dr. Goldberger in Marienbad) X 10—, I armeritz: B. n. E. F. X 16.-. Jglau: C. Kubicek X 10.-. Krakau (durch Herrn Dr. Adolf Groß): Dr. A. Groß. Advokat, X 30.—, Benjamin Schächter X 15 —, H. N. X 10.—, Eugen Reiter, Advokat in Lemberg, freiwillige Strafe des Herrn Fabian X 10.—, F. W. als nicht angenommenes Honorar von der Ortsgruppe des Postbeamtenvereines X 5,—, David Mendel jun. anstatt Versendung von Neujahrwünschen X 2.—, Dr. Isidor Schwager X 2.-, (sämmtliche für Siedlce). Litten bei Karlstein: Max Zenkendorf X 5.—. Marienbad: Albert Lapper X 56.—, Dr. S. Prager (Tempelip'nde für Siedlce) X 10"—, Mistek: Distriktsarzt Dr. S. Fried X 5.—, Salomon Tauber (Siedlce) X 40. Prag: Dnrck Herrn Dr. A. Rosenbacher: Direktor A. Mafchin X 100.—, Leopold Sachs, Großhändler X 100,—, M. Weiner X 10.—, C. Weiß (Waisen) X 5.—. R i c a.n : Schreiber Singer (Siedlce) X 5.—. Rosowitz: E. Bondy (Siedlce) X 5.—. S l a t i n a: Hugo Deutsch X 10. -. S m i ch o w: Daniel Schulz X 5,—. St. Pölten: Vorstand der Kultusgemeinde (Tempelspende) X 20 —. Triest: Marie Fischer (Siedlce) X 5.—. Villach: Ein Reisender X >0.-. Wisowitz: K. S. (Siedlce) X 10.— Zablocie: Vorstand der Knltusgemeinde (Sieolce) X 50.—; hiezu die bereits ausgewiesenen X 13.298"87, zusammen bis inklusive 15. d. M. K 22 696*27. — Weitere Spenden werden erbeten und iui Bureau der „Israelitischen Allianz zu Wien", I., Weihburggasse 10, vormittags zwischen 9 und 1 Uhr einzeln bestätigt oder per Postsparkassenkonto Nr. 8152 ausgewiefen. Israelitische Knltusgemeinde in Eibenschitz. (Rabbinatsjubilaum.) In Ausführung des in der Kultusgemeinde - Ausschusisitzung vom 7. Oktober 1906 diesbezüglich festgesetzten Programmes hat sich über ergangene Einladung Samstag den 13. Oktober l. I. vormittags 10 Uhr, sowohl der Vertretungskörper der Kultusgemeinde, als auch der Vertretungskörper der politischen Gemeinde vollzählig im Gotteshause eingefunden. Bei der Thoravorlesung rezitierte Herr Oberkantor Wilhelm Löwensohn, nachdem Se. Ehrwürden H?rr Rabbiner Dr. H and l vorgerufen, einen für diese Jubiläumsfeier eigens abgefaßten Mischeberach. Sodann hielt der hochverehrte Herr Jubilar von der Kanzel eine auf seine 25jährige zurückgelegte Amtstätigkeit bezughabende ergreifende Predigt, welche auf das zahlreich anwesende Auditorium einen mächtigen, nachhaltenden Eindruck ausübte. Nach Beendigung des Gottesdienstes versammelten sich beideVertretungskörper in der Gemeindekanzlei und begaben sich die Herren Kultusvorsteher Gustav Neubauer— Samek und Bürgermeister Samuel Jellinek. in die Wohnung des Herrn Jubilars, um ihn sodann in die Gemeindekanzlei zu geleiten. Dort angelangt hielt der I. Kultusrat Herr Jsaias Steiner, ein seit einer lanaen Reihe von Jahren unermüdlich eifriger Förderer der hiesigen Kultusgemeinde-Jnstitutionen, an den Herrn Jubilar eine herzliche, wohldurchdachte Ansprache, betonend seinen steten Pflichteifer sowohl als Seelsorger sowie auch als Religionslehrer. In demselben Sinne hielt auch Herr Bürgermeister Samuel Jellinek seine Ansprache, worauf der Herr Jubilar, sichtlich gerührt über diese Ehrenkundgebung, seinen Dank zum Ausdruck brachte. Humpoletz Am 11. d. M. war in Deutschbrod das Leichenbegängnis der allgemein geschätzten hochachtbaren Frau Rosa S t i a ß n y, geb. Hellmann. Von Nah und Fern, von Wien, Prag, Budapest, Jglau, Humpoletz u. a. war eine große Anzahl von Verwandten und Freunden herbeigeeilt, um der Entschlafenen das letzte Ehrengeleite zu geben. In dem Leichen-- zuge schritten die Honoratioren der Stadt Deutschbrod, der Gesangsverein, der Veteranenverein, die katholischen Waisenkinder, denen Frau Stiaßny stets ihre Unterstützung angedeihen ließ. Und diese Ehrung war nicht unverdient; denn es war ein Hauptzug in dem Charakter der edlen Frau, Gutes zu tun, wo sie nur konnte, und kein Notleidender ohne Unterschied der Konfession hatte vergebens an ihrer Tür gepocht. Es war gewiß nach dem Sinne der Verstorbenen, daß im Trauerhause als Kranzablösungsspenden ein Betrag von mehr als 1000 Kronen zu wohltätigen Zwecken gezeichnet wurde. Obwohl die leider so früh Verschiedene als auch ihr sehr geschätzter Gemahl, Herr Josef Stiaßny. geborene Humpoletzer sind, für ihre Geburtsgemeinde stets sehr viel getan haben, außerdem der Vater der verstorbenen Frau Stiaßny, Herr Ignatz Hellmann, lange Jahre an der Spitze der hiesigen Kultnsgemeinde stand und nur das Wohl dieser stets vor Augen hatte, hatte es die hiesige israelitische Kultusgemeinde nicht der Mühe wert gefunden, 2 bis 3 Ausschußmitglieder als Deputation zum Begräbnisse einer selch edlen Frau, wie es die Verstorbene war, zu entsenden, und hat dies bei einem großen Teil der Anwesenden Befremden hervorgerusen. —. A. —

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