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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-10-12 · 41 (12.10.1906) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
41 (12.10.1906)
Date
1906-10-12
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 41 Dr. Llocb s Mtocbenscbrtn. Seite 899 werden, möchtest Du mir das Theuerste auf Erden sein! O, wie schön wäre'es, wenn Du mit gebildeten Leuten, wie mit Deinesgleichen verkehren könntest! Wir werden zusammen ins Theater gehen und werden zusammen schöne Bücher lesen; und Du wirst einen Zylinderhut tragen und wirst in einem Buggy fahren. Herr Dr. Gollub, was halten Sie davon?" Sie näherte ihre Lippen den seinen und sie küßten sich immer wieder. „Weißt Du, Schaya, wenn Papa jetzt kommt, kannst Du mit ihm sprechen. Ich mache es Dir leicht." „Aber ich schäme mich," sagte er. „Nun, ich werde ihm nichts sagen," war ihre gereizte Antwort. „Aergere Dich nicht. Ich will ja alles tun, was Du wünschest, Flora," sagte er. Als Asriel und Schaya allein im Salon waren, sagte der junge Mann verlegen: „Flora beauftragt mich, Ihnen zu sagen, daß sie jetzt einverstanden ist." „Einverstanden?! Womit?" frug der alte Mann heftig. „Meine Braut zu sein." „Also endlich? Hat sie es Dir gesagt? Wann? Tamara!" rief er und stieß den Knaben sanft zur Seite. „Tamara, lange sollst Du leben! Der Allmächtige hat Erbarmen gehabt. Florale ist zu Verstand gelangt. Gesegnet sei Gott!" „Gesegnet sei der Allmächtige!" wiederholte Tamara. „Ja, wenn Er will, müssen eiserne Berge weichen. Es ist eine göttliche Heirat. Mögen sie hundert Jahre leben. Maseltvw." „Maseltow Dir und uns allen!" sagte Asriel. „Doch, wo ist Flora? Hole Getränke, Tamara!" Asriel ging zu der Stelle, wo die Sammelbüchse zur Erhaltung der Pilger nach Palästina befestigt war und warf einige Münzen hinein. „Ich danke Dir und preise Dich, o Herr der Welt, für die Gnade, die Du mir erwiesen hast. Mögest Du die Kinder immer beschützen und Schayas heilige Seele erhalten. Du weißt, die Heirat ist Dein Wille — ich bin nur Dein Sklave." (Forschung folgt.) Neue Bücher. Dr. Moritz Güdemann, Oberrabbiner in Wien. „Jüdische Apologetik". Schriften, herausgegeben von der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Ladenpreis Mk. 7.—. Verlag von Karl F l e m m i n g. G l o g a u, 1906. Unsere Hoffnung. Monatsschrift für die reifere, jüdische Jugend. Redaktion und Administration: VI/1, Esterhazygasse 33, HI. Jahrgang. Heft 10, 1906. Inhalt: Arbeit. — Dr. I. M.: Das Arbeitsverhältnis nach jüdischem Rechte. — Dr. Ernst Müller: Achad Haam. - S. A.: Der jüdisch-deutsche Jargon. — Ch. N. Biali k: Nächtliche Zwerge. — Mendele Mocher ©fort m: Fragment. — E l. Lädier: Die S u k a h. — Bücherschau, Korrespondenzen, Rundschau, Rätsel. Rosa Feigenbaum. Von Wien nach Sebdou. Preis 1 Krone. Der Ertrag ist dem „Erholungsheim für Arbeiterinnen" des Vereines „Frauenhort" gewidmet. Im Selbstverläge des Vereines „Frauen Hort". Wien 1906. - Cj - ■ f C , .... KriefkaKerr. l1 R D. S. Nach Orach Ehajim 44, 5 ist es eine Tradition, daß alle im Gotteshause Anwesenden zu fasten haben, wenn ein Sefer zur Erde fiel. Nach manchen Rrsponsen hat bloß der Schuldtragende, durch dessen Unvorsichtigkeit das Seser zur Erde fiel, einen Fasttag zu halten. Indessen ist es Sache des Ortsrabbiners, über dieses Fasten Bestimmung zu treffen; er kann das Fasten in ein Almosen von entsprechender Höhe verwandeln. Ehre wem Ehre gebührt. Die lebte Sitzung des Gemeinderates war überhaupt sehr reizend. Hier Hütter, der erzählt, der Bürgermeister hätte nicht die Wahrheit gesagt, als er behauptete, niemand h.be den Fleischhauern die Großschlächlerei angetragen. Dort Geßmann, der Hütter unter Beifallsgeschrei der Partelgenoffen als Lügner hinstellt. Zum Schluß zeigt sich, daß Hütter Recht behält. — Dann der kleine Spaß vom Bruder des Volksretters Schneider, der eine Spenglerarbeit im zweiten Bezirk erhält, trotzdem er nicht das billigste Offert machte. Mäste sich, wer kann! Es ist einer des anderen in dieser Sippe würdig. Christ in Währing. Wir raten ihnen dringendst ab, dem Judentum beizutreten. Jeder Bube hat dann das Recht, sie straflos zu beleidigen. Suchen sie eine Stelle, finden sie alle Türen versperrt. In ihrem freien Erwerb sind sie behindert. Sie finden ein eigenes Recht und Verfolgung von allen Seiten. Da ist es immerhin noch beger, Vergani und Lueger zu Glaubensgenossen zu haben. DolejS. Bis heute hat die Schneidergenossenschaft keine Generalversammlung einberufen, trotzdem man doch gerne was Gewiffes über die Ehrenhaftigkeit des Obmannes hätte erfahren wollen. Aber die Unterführer bekamen strenge Weisung vom Rathaus, reinen Mund über die vorgekommenen Schweinereien zu halten, und der dumme Kerl von Wien hat einfach zu blechen und zu schweigen. Nieder mit der jiidlschen Korruption! Z. S. „Oesterreichische Union", Universitätsstraße 8. Sekretär Herr Siegfried Fleischer. 41. L. in M. Wir haben die Exemplare an höherer Stelle weitergeleitet. _ Notiz. „Hotel Potonia." Der bekannte Eigentümer dieses Etablissements, Herr M. Gerstmann, übernahm jüngst das wiedereröffnete Hvlel-Restaurant (II., Rote Sterngasse 7a) nunmehr in eigene Regie und wird sich bestreben, seinen Gästen in jeder Beziehung nur das Beste zu bieten. Kundmaehung betreffend die Aufaabme In die Religlonslehrer-Btldunssaastalt. Zufolge Beschlusses des Vorstandes der Israel. Kultustemeinde Wieu wird in diesem Schuljahre eine Bildungsanstalt für israelitische Religionslehrer an Wiener Volks- und Bürgerschulen errichtet Die Anstalt wird aus einer Klasse mit vierjährigem Lehrkurse bestehen. Der Unterricht ist unentgeltlich. Die Bewerber haben naehzuweiseu, dass sie die ersten vier Klassen einer Mittelschule oder Bürgerschule mit gutem Erfolge absolviert haben. Die Aufnahmsbedingungen sind im Sekretariate der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, erhältlich. Die Gesuche um Aufnahme sind an das Kuratorium der Bildungsanstalt für Israel. Religionslehrer. Wien, I., Seitenstettengasse 4, zu überreichen. Das Kuratorium. Wirtschafterin gesucht für ein Institut, welche die Küche versteht und schon womöglich in leitender Stellung war. Nicht über fünfzig Jahre. Anträge unter „Wirtschafterin“ an die Administration des Blattes. es wud eine Familie, oie sich mit IsrCSUwITC Maschinstricken beschäftigt u. die zwei Strickerinnen in Miete und Verpflegung nehmen würde. Ansprüche u. Referenzenangaba zu richten unter „Arbeit“ an die Administration des Blattes. ■ besonders tüchtig in Mathematik und Philologie, JliriSl erteilt gründlichen Unterricht. Gefällige Zuschriften erbeten an L. Blum, cand. jnr., XIV., Sechshanserstr. 70. Geprüfter, tüchtiger Klavierstimmer erlaubt sich dem p. t. Publikum bestens zu empfehlen. —= w. kr eitler, II. B., Blumauergasse 18/3. ", —=

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