Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1906)
- Issue
- 27 (6.7.1906)
- Date
- 1906-07-06
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 27 Dr. Dlocb's MlocvenscvrM. Seite 459 Doch, mag hier auch nur der Schein für Echtheit sprechen, es gibt noch überzeugendere Reste echthebräisch-babylonischen Altertums. So sind in den Ruinen eines Hügels mit Namen Bismaya unweit der Stadt Kaut gewaltige Grundmauern aufgedeckt worden, deren quadratische Ziegelsteine sich mit hebräischen Namen gestempelt zeigen Dazu sind weithin im mittleren Babylonien viele Bruchstücke alter Grabsteine aus Marmor, mit hebräischen Aufschriften bedeckt, bloßgelegt worden, desgleichen große Doppelurnen, die den hebräischen Exulanten als Särge dienten. Auch an Gebrauchsgegenständen, die hebräischen Charakter an sich tragen, wie Mahlsteine, Olivenöl-Lampen 2c., ist unter den Fundstücken kein Mangel. Sie sind im Zusammenhang mit den Resten der Wohnhäuser, in deren schult sie gesunden wurden, imstande, uns noch heut ein Bild des Hauses und des einfachen Lebens darin, wie es die jüdischen Exulanten geführt haben, zu geben. Die Phantasie, die bei allen Rekonstruktionen mit zu Hülfe genommen werden muß, hat Dr. Banks nach den aufgefundenen Resten folgendes Bild entwerfen lassen: „Die Häuser, worin die (von den Afsyrern) kriegsgefangenen Israeliten wohnten, hatten Wände von Lehm und nur selten von gebrannten Ziegeln. Das einzige Zimmer, das diese Häuser darstellten, wurde durch die Tür oder eine kleine Oeffnung in der Nähe des Daches erhellt, durch die der Rauch des Herdfeuers abziehen sollte. Stämme von Dattelpalmen, mitten durchgeschnitten, waren über die Lehmwände gelegt, um Unterlagen für das Dach zu bilden, lieber diese waren eine oder zwei Schichten von Rohrstengeln ans den benachbarten Sumpfteichen gelegt, darauf wieder eine dicke Schicht von Röhricht und endlich eine fußdicke oder noch dickere Schicht von Lehm, um den Regen des Winters oder die Hitze des Sommers abzuhalten. Ein Mahlstein, ein Mehlsack, einige Rohrmatten, ein Lehmtisch. eine Olivenöl-Lampe, ein Steingewicht und ein aus gebranntem Ton bestehender Hühnchenkäfig machten in der Hauptsache die Gerätschaften der jüdischen Exulanten aus." Nene Bücher. Dr. S. Bäck, Rabbiner der Synagogengemeinde zu Lissa. Die Geschichte des jüdischen Volkes und seiner Literatur vorn babylonischen Exile bis auf die Gegenwart mit einem Anhänge: Proben der jüdischen Literatur. Uebersichtlich dargestellt. Dritte verbesserte Auslage. Verlag von I. K a u f f m a n n, F r a n k s u r t a. M. 1906. Der Politische Zionismus. Sein Ziel, seine Organisation, seine Institutionen. Herausgegeben vom Zionistischen Zentralverein in Wien. II. Auflage, 30 Heller. Im Selbstverläge des Vereines, IX., Türkenstraße 9. Wien, 1906. Rabbiner Dr. A. Gordou. Die Bezeichnungen der pentateuchi scheu Gesetze. Ein Beitrag zur Charakteristik der verschiedenen Gesetzesklassen des Mosaismus. Verlag von I. K a u f f m a n n, Frankfurt a. M. 1906. Jung Juda. Zeitschrift für unsere Jugend. Verantwortlich für die Redaktion: Oberlehrer Siegmund Springer, Obmann des israelitischen Landes-Lehrervereines in Böhmen. Herausgeber: Philipp Lebenhart, Prag, Stefansgasse 630, II. Stock. VI. Jahrgang. Prag, 22. Juni 1906. (29. Siwan 5666.) Nr. 20. Inhalt: Die Rosen. — Korah. — Parabel. — Wien—Kairo (Schluß). — An der Sprache erkennt man den Menschen. — Eine Anregung. — Verschiedenes. — Rätsel. — Zum Uebersetzen. — Auflösungen. — Briefkasten. — Jung Judas Plauderecke. — Für die Eltern. — Inserate. Unsere Hoffnung. Monatsschrift für die reifere, jüdische Jugend. Redaktion und Administration: VI/1, Esterhazygasse 33. III. Jahrgang, Heft 6, 1906. Inhalt: H i l l e l: Macht und Recht im jüdischen Klassenkampfe. Ben Abraham: Versuch einer Herzl-Anthologie. Jakob D i n e s o h n : Der Launische. M. : Franz Liszt über die Juden. I. M. : Gabriel Riesser. — Ein siedlungsgenossenschaftlicher Versuch. I. L. P e r e z : Was ist sein Name. Rundschau. Bücherschau. Korrespondenzen re. Krieflmsten. Leser in Pre A. Jeden Donnerstag von 11 Uhr Vormittags angefangen. B. Ein Rekurs gegen die ministerielle Entscheidung ist in diesem Falle unzulässig. Ignaz Klepetasch Heirats-Ausstattungs-Stiftung. Vom Vorstande der israelitischen Kultnsgemeinde in Wien wird hiermit bekanntgegeben, daß die Zinsen obiger Stiftung im Betrage von K 20;).— für arme verwaiste Mädchen jüdischer Konfession, die sich zu verehelichen.im Begriffe sind, als Ausstaltnngsbeitrag zur Verleihung gelangen. Die mit einem Gebnrts-, Armutsynd Sittenzeugnisse, wie auch mit einem Verwaifungs- und Brautstands-Nachweis versehenen Gesuche sind bis 31 Juli 1906 im Einreichungsprotokolle der iiraelitischenKultnsgemeinde Wien, 1., Seitenstettengassei, 1. Stock, woselbst auch in den Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags G-suchsblankette unentgeltlich behoben werden können, einzureichen. Auszüge ans den Matriken der israelitischen Kultnsgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Therese Wertheim'sche Heirats-Nusstattungs-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien bringt zi r Kenntnis, daß die Zinsen der obigen Stiftung per K 300.— an ein arme s, mütterlicher- oder beiderseits verwaistes M ä d ch e n der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde, das sich zu verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre, mit einem Geburts-, Armuts- und Sittenzeugnis, sowie dem Nachweis, daß ihre Mutter oder beide Eltern verstorben seien und dem Brautstandszeugnisse belegten Gesuche bis 31. Juli 1906 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultnsgemeinde Wien, I, Seitenstettengasse 4, 1. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und l2 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Ettel Goldschmidt'sche Fromme Stiftung. Stipendium für Kranken-Wärter und Wärterinnen. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kemitnis, daß aus der von Herrn Moriz Ritter von Goldschmid! zum Andenken an seine Mutter, Frau Eitel Goldschmidt, begründeten Stiftung ein Stipendium von K 60.— an einen Krankenwärter oder eine Krankenwärterin, ohne Rücksicht auf das Glaubensbekenntnis des Bewerbers, zur Verleihung gelangt. Die mit dem Geburtsscheine, dem Armutszeugnisse und einem Dieiistzeugnisse von einem öffentlichen Institute oder einer beglaubigten Privatperson versehenen Gesuche sind bis längstens 3l. Juli 1996 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, 1.,Seitenstettengasse 4, 1. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags unentgeltlich erfolgt werden, einzureichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungsu. Sterbematriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche finden keine Berücksichtigung. M. L. Biedermannsche Waisenstistung. Es wird hiemit verlautbart, daß aus den Zinsen der obgenannten Stiftung für das Jahr 1906 ein Betrag von K 5900.— zur Verteilung gelangt. Um Beteilung aus diesen Stlftungserträgnissen können sich hilfsbedürftige Waisen bewerben, welche das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und direkte Nachkommen der ursprünglichen Stifter, der Herren: M. L. Biedermann, Simon Biedermann, Joses Biedermann zun., Hermann Biedermann, Anton Biedermann, Josef Biedermann 86u., Samuel Biedermann. I. Goldschmidt, S. I. H. Goldschmidt, I. L. Hofmann Edler v. Hofmannsthal, Aron Hermann, R. M. Kaula, Jakob Löwy, I. H. Mannheimer. M. Stroß, H. Edler v, Wertheimstein und der Frau Amalle Lang sind. Um den nach Verteilung an diese Nachkommen etwa verbleibenden Rest des Stiftungserträgnisses können sich hilfsbedürftige israelitische Waisen bewerben, welche das zwanzigste Lebensjahr noch nicht erreicht haben und deren verstorbene Väter Mitglieder der israelitischen Kultusgemeinde in Wien waren. Die mit dem G e b u rt s-, V e rw a n d t s ch a ft s-, A r m u t su n d Sittenzeugnisse sowie dem Nachweise der Verwaisung belegten Gesuche sind bis längstens 31. Juli 1996 im Einreichungsprotokolle der Urael. Kultusgemeinde Wien, I, Seitenstettengaffe 4, 1. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr Vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, im Juni 19i,6. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien.