Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1906)
- Issue
- 23 (8.6.1906)
- Date
- 1906-06-08
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr.ü23 Dr. JBlocb s Mocvenscvnn. Seile 386 Kurgast. Die Liste der antisemitischen Badeorte, in welchen jüdischer Besuch verboten wird, wird von Jahr zu Jahr kleiner. Auch oas ist ein leicht zu deutendes Zeichen der Zeit. II., Wien. Die Einwanderung in Amerika im letzten Jahre betrug 1,026.4»9 Einwanderer überhaupt, darunter 129.910 Juden (8278 Männer, 47.634 Frauen). Das sind nur diejenigen Juden, welche den Jargon als Muttersprache angeben; englisch sprechende Juoen werden zum Beispiel als Engländer geführt. 28.560 Juden waren Kinder, der Hauplitock, 96.000 Leute, waren im Alter von 14 bis 45 Jahren. S: in K. I. Erst das Resultat der Aufführung gibt dafür einen Matzstab. II. Fünfzig Kronen. M. F. Die Elllsendung hatte der Chef nicht gelesen. Gr. M. B. in K. Berichte über Konfirmationen, Feierlichkeiten rc. abzudrucken, reich! der Raum nicht hm. Notiz. XXXVH. Staatslotterie für Zivil-Wohltätigkeitszwecke. Am 21. Juni 19OÜ finde! die Ziehung der XXXVII. Staatswohltätigkeitslotterie für Zivil-Wohlfäiigkeitszwecke statt. Diese Lotterie ist reich ausgestatret und bieiei den Teilnehmern 'ehr günstige Chancen. Die Gewlnnstsumme beläuft sich auf 512.200 Kronen, die Trefferzahl betrag! 16.167, darunter ein Haupttreffer von zOu.OOO Kronen, ferner Treffer zu 40.000 Kronen. 20.000 Kronen usw., welche sämtlich bar ausgezahlt werden. Der Reinertrag ist zur Unterstützung zahlreicher, wohltätiger und gemeinnütziger Anwälten bestimmt. Lose zu 4 Kronen sind m Tabaktrafiken, Lotrokollekluren, Wechselstuben, bei Postämtern, Steuerämlern rc. erhältlich. Max Ritter von Pfeiffer'sches Stipendium für einen mirtellofen Studiereuve» oer Recyte israel. Konfession des zweiten over eines höheren Jahrganges an ver k. r. Wiener Universitär. Am 18. Oktober 19.6 gelangt das oben genannte, von Herrn Josef M. Rarer von Pfeiffer, tönigl. Würltcmverg'ichen Hofrates, zum Llnoenken an semen veritorvelien Dohn Max errichlere Supenoium per Kronen 400.— zur Verleihung und werden in Wien zu st a norge Bewerber in erirer Linre berücksichtigt. Die Bewerber haben ihre Gesuche mit dem Nachweise, daß sie m os a l s ch e r Religion und m i l t e l l o s fiuo, ferner daß sie ihren Studien an der juridische «Fakultät der k. k. U n i v erst r ä t als oroentliche Hörer im zweiten oder in einem höheren Jahrgange ovliegen, evenluell mit dem Nachweise ihrer Zus!anbigkeir nach Wien, ois längstens Is Juni 4006 im Emrelchungsprotokolle oer israel. Kullnsgemeuide Wien, 1.. Seitenstetteugasje 4, i. Stock, woselbst auch Gesuchsvlankette unentgeltlich behoben weroen können, während der AmlSstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überrelchen. In dem Gesuche ist anzugeven, ob der Bewerber un Genüsse eines Stipendiums iteht und un Falle eines lolchen Bezuges, vle Höhe desseloen. Auszüge aus den Matrcken der tirael. Kultusgememde Wien sind als Gesuchsdelege nicht erforderlich uuo genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werben Nicht berücksichtigt. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Vom Vorstands der isr. Kultusgemeinde Holleschau. Aufruf! n:p? nyb la'bsn bx bv uro mbaa Verwirf uns nicht zur Zeit des Alters, Wenn die Kräfte schwinden, verlasse uns nicht. (Ps. 71, 9.) Dieser Wunsch des Psalmdichters, der in den heiligsten Tagen des Jahres aus unseren Gebeten mächtig widernallt, bleibt docn gar vielen versagt. Durch des Descnickes rätselhaftes Walten fehlt manchen würdigen Dreisen und Dreisinnen in unserer Dememde das schützende Obdach, das traute Heim, entbebrt mancner Sieche der fürsorglichen Pflege; Not und Hilflosigkeit fuuren dem Tode nicht wenige vorzeitige Opfer zu. Von dem Wunsche ueseelt, die Ehrfurcht vor dem Alter in die entsprecneude Tat umzusetzen, haben die Unterzeichneten beschlossen, in der hiesigen Gemeinde eine Siechen- und Altersversorgungsanstalt zu errichten, in welcher würdige Dreise und Dreisinnen, die verlassen und vereinsamt dastehen, eine Heimstätte finden und ihren Lebensabend sorgenfrei geniessen können. Diese Anstalt soll womöglich am 2. Dezember 1908 zur Feier des 60jährigen Hegierungsjubiläums Sr. Majestät unseres gütigen und edlen Monarchen, den uns Lott in Krait und Gesundheit erhanpn möge, ihrer edlen Bestimmung zugeführt werden. Wir vertrauen auf all diejenigen, die unserer Gemeinde ein freundliches Interesse bewahrt und bisher an allen gemeinnützigen Bestrebungen derselben mit Herz und Hand regen Anteil genommen haben, dass sie nun mehr gegenüber der fürsorglichen Ehrerbietung vor dem Alter erhöhte und gesteigerte Opferfreudigbeit bekunden und in Edelsinn und Barmherzigkeit ihre Opfergaben und Weihgeschenke diesem Tempel der Nächstenliebe widmen werden. Zu dem mindestens 100.000 Kronen erforderlichen Bau- und Gründungsfoude ist in unserer Gemeinde vorläufig der Betrag von 20.000 Kronen zusammengebracht worden. Wir hegen die zuversichtliche Hoffnung, dass unsere Gönner nnd Freunde dieses bedeutsame Werk der Nächstenliebe tatkräftig fördern werden. Gefällige Beiträge beliebe man an den Bau- und Gründungsfond des Siechen- und Altersversorgungshauses in der israelitischen Kultusgemeiude Holleschau zu richten. Die Spendenverzeichnisse werden in den jüdischen Zeitungen zur Veröffentlichung gelangen. Für das Bau- und Gründungskomitee: Dr. Jakob Freimann, Rabbiner, Obmann; Max Beer, Präses der Ghewra-Kadischa; Heinrich Beer; Alois Blum; Friedrich Grätzer; Leopold Zwillinger; Karl Weinreb, Schriftführer; Carl Beer, Kultus Vorsteher; Ab. Drätzer, I. Kat; Leopold Lustig, II. Rat; lg. Baumgarten, Bürgermeister; Em. Knöpfeimacher, II. Kat. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Leipnlk in Mähren gelangt die freigewordene Stelle eines Kantors der zugleich geprüfter, hebräischer Lehrer, Schochet, Ubodek und Koreh sein muss, zur Besetzung. Bewerber müssen österreichische Staatsbürger sein, dürfen das 35. Lebensjahr nicht überschritten, müssen eine schöne, klangvolle, kräftige Stimme haben, eine entsprechende musikalische Bildung besitzen, um einen Chor leiten zu können und der deutschen Sprache in Wort nnd Schrift vollkommen mächtig sein. Mit dieser Stelle sind an fixem Gehalt K. 1400.—, Stiftungsbezügen zirka K. i50.—, freie Wohnung und übliche Emolumente verbunden. Die Gesuche, versehen mit Zeugnissen über bisherige Tätigkeit, Lehrbefähigungsnachweis, Alter und Familie, sind bis spätestens 10. Juli 1. J. an den gefertigten Kultusvorstand zu richten. Dienstantritt am 1. September 1906. Zu den Probevorträgan werden nur die hiezu Eingeladenen zugelassen. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. LeipDilf, 6. Jum 1906. Der Kultusvorsteher: David Spitzer. Bei der israelitischen Kultusgemeinüe Naunkircnen, Niederösterreich, gelangt die infolge Ablebens frei gewordene Stelle eines Kan tors der auch Schochet, Ubodek und Balkoreh sein muss, zur Besetzung. Bewerber, unter 65 Jahren, die von drei anerkannten ortuodoxen Rabbinern Kaboles, sowie Hatorat-Haurovh besitzen, ferner den Nachweis über streng religiösen und moralischen Lebenswandel und ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis erbringen können, mögen ibre belegten Gesuche unter Angabe des Familienstandes und Beischluss von V er Wendungszeugnissen dis 1. Juli 1. J. einsenden. Jährliches Gehalt 1200 Kronen und Nebeneinkommen. Gehaltsvorrückung bei zufriedenstellender Dienstleistung. Definitive Austeilung nacn einjähriger provisorischer Dienstzeit. Zum Probevortrag werden nur die hiezu Eingeladenen zugolassen. Dienstantritt 1. September. Der yorsteher. Dr. Moritz Wolf. In der israel. Kultusgemeinde Zablocie bei Saybusch ist ab 1. August 1906 die Stelle eines qualifizierten, der deutschen Vortragssprache mächtigen Religionslehrers zu besetzen. Derselbe hat auch als pn zu fungieren und event. auch Gesangsunterricht in der Schule zu erteilen. Der Gehalt beträgt 1400 Kronen jährlich, nebst den üblichen Emolumenten. Bewerber haben ihre Zeugnisse nebst Angabe des Alters und des Familienstandes längstens bis zum 15. Juni I. j. an den gefertigen Kultusvorstand zu richten. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Zablocie bei Saybusch, 20. Mai 1906. Der Kultus Vorsteher: Moritz Seilter.