Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1906)
- Issue
- 21 (25.5.1906)
- Date
- 1906-05-25
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 21 Dr. ilndi’s Wochrnsrlrrift' Seite 347 Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration Kuratorium der Stiftung „Waisenhaus für israelitische Mädchen, Charlotte Merores Itzeles“ in Wien. Im „Waisenhaus für israelitische Mädchen, Charlotte Merores Itzeles in Wien“ werden ab September 1906 ausgenommen: a) 11 mittellose, ganz oder halb verwaiste oder verlassene, gesunde, israelitische Mädchen im Alter von 6 bis 12 Jahren; b) 3 mittellose, ganz oder halb verwaiste oder verlassene, gesunde israelitische Mädchen im Alter von 14 Jahren. Die Zöglinge besuchen, solange sie im schulpflichtigen Alter stehen, die öffentliche Volks- oder Bürgerschule, erhalten vom vollendeten 14. bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres den Unterricht in allen Zweigen der Hauswiitschaft, werden sodann zu allen häuslichen Verrichtungen in der Anstalt verwendet und bis zur erlangten Erwerbsfähigkeit, spätestens aber bis zum vollendeten 17. Lebensjahre in der Anstalt erhalten. Aufnahmsgesuche sind namens der Bewerberinnen von dei eu gesetzlichen Vertretung unter Beilegung des Geburtsscheines, des Heimatscheines, des Nachweises der Verwaisung oder der Verlassenheit, des Mittellosigkeitszeugnisses und eventuell Schulausweises, des Impfzeugnisses, eines Gesundheitszeugnisses, sowie im Falle der überstandenen natürlichen Blattern eines besonderen ärztlichen Zeugnisses hierüber bis 31. Mai 1906 an das gefertigte Kuratorium zu Händen des Herrn Dr. Felix Katzau, Wien, I., Schottenbastei 3, zu richten. Unter den Bewerberinnen werden jene, welche nach Wien zuständig sind oder deren Eltern durch längere Zeit im. Wiener Gemeindegebiete gewohnt haben, in erster Linie berücksichtigt. Der Eintritt in die Anstalt kann nur gegen Beibringung eines vom Gemeindearzte ausgestellten, gemeindeämtlich bestätigten Zeugnisses erfolgen, laut dessen in den letzten vier Wochen von dem Eintritts - Termine im Hausstande des Mädchens kein Fall einer infektiösen Erkrankung vorgekommen ist. In diesem Waisenhause gelangt ferner die Stelle einer Leiterin mit der Verpflichtung zum Dienstantritte am 15. August 1906 zur Besetzung. Bewerberinnen, welche mosaischer Religion, alleinstehend, im Unterrichts- und Erziehungsfache, sowie in allen Zweigen der Wirtschaftsführung praktisch erfahren sein müssen, haben ihre Gesuche unter Beigabe aller erforderlichen Belege spätestens bis 31. Mai 1906 an das Kuratorium zu Händen des Herrn Dr. Felix Katzau, Wien, Schottenbastei 3, zu richten. Kuratorium der Stiftung „Waisenhaus für israelitische Mädchen Charlotte Merores-Itzeies“ in Wien. Bei der israelitischen Kultusgemeimle Neunkrrci en, Niederösterreich, gelangt die infolge Ablebens frei gewordene Stelle eines Ka ntors der auch Schochet, Ubodek und Balkoreh sein muss, zur Besetzung. Bewerber, unter 35 Jahren, die von drei anerkannten orthodoxen Rabbinern Kaboles, sowie Hatorat-Haurovh besitzen, ferner den Nachweis über streng religiösen und moralischen Lebenswandel und ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis erbringen können, mögen ihre belegten Gesuche unter Angabe des Familienstandes und Beischluss von Verwendungszeugnissen bis 1. Juli 1. J. einsenden. Jährliches Gehalt 1200 Kronen und Neheneinkommen. Gehaltsvorrückung bei zufriedenstellender Dienstleistung. Definitive Anstellung nach einjähriger provisorischer Dienstzeit. Zum Probevortrag werden nur die hiezu Eingeladenen zugelassen. Dienstantritt 1. September. Der Vorsteher: Dr. Moritz Wolf. K«nbmach«ng betreffend die Privatisten-Prnfungen. Die Privatisten-Priifungen aus israelitischer Religion für Schiller (Schülerinnen) an Volks- und Bürgerschulen finden für das II. Semester des Schuljahres 1905/6 nach folgender Einteilung statt. äs»! wohnh.i.Bez.>> -Prüfung Ort der Prüfung I., 11.. XI. xx. Freitag, 25. Moi x „ 1. Junis „ 8. „ Ivan 7*12 „ 15. „ (bis 7,1h „ 22. „ I 29. „; I. , Seitenstettengasse 2, II. St. (Religionsschule) III.—X. und XIX. Montag, 18. Juni 2—'/,4h Freitag, 22. „ 4— 6„ Montag. 25. „ 2— 7^4„ Montag, 2. Juli 2-‘/24„ dto. XII.-XV. Sonntag, 10. Juni 12—1 h „ 24. ., 12-1 fc XV.. Turnergasse 22 (Gemeindehaus) XVI. u. XVII. Dienstag, 26. Juni von 7.6—7*?h XVI., Hubergaffe 8 (Gemeindehaus) xvm! Sonntag, 17 Junil von >0 1 ] 24. „ j bis 12 h XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Gemeindehaus) Die Prüfungstaxe beträgt K 6.— und wird nn Vorhinein an der Kasse der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, oder bei der entsprechenden Amtsleitung im XV., XVI. oder XVIII. Bezirke zwischen 9 und 12 Uhr vormittags entrichtet. Die Quittung ist dem Examinator vorzulegen. Der im I. Semester gelöste Erlagschein über die Priifungstaxe gilt auch für das II. Semester des laufenden Schuljahres. Da nur eine geringe Anzahl von Schülern an einem Prüfungstermine geprüft werden kan», wird dem P. T. Publikum im eigenen Interesse dringendst empfohlen, die Prüfung in der betreffenden Kanzlei vorher anzumelden. Die Semestralprüfungen für Schüler an öffentlichen Schulen finden ab 15. Juni statt. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. fiaburtsssheins zu Seiiuieinsciireibungen. Da die Anforderungen um Ausfertigung von Geburtsscheinen für schulpflichtig gewordene Kinder behufs Einschreibung in die Schulen vor Beginn des Schuljahres, insbesondere seit der Einverleibung der Vororte, derart zahlreich sind, dass das Matrikelamt der israelitischen Kultusgemeinde denselben nicht sofort nachkommen kann, werden die Eltern etc. in ihrem eigenen Interesse erinnert, schon jetzt solche Dokumente zu bestellen und auch in Empfang zu nehmen. Vom 15. J u 1 i an können die erwähnten Dokumente nicht vor drei Tagen nach der Bestellung behoben werden. Die Amts3ttm4em.für den Parteienverkehr sind von 9 bis 12 Uhr Vormittags. yomMatrikelamte der Israelit. Kultusgemeinde in Wien. Kundmachung. Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiermit bekannt gegeben, daß am zweiten Tage des diesjährigen Schewuotfestes (Donnerstag den 31. Mai a. c.) im Saale des „Hotel Post" Wien, 1., Fleischmarkt 16 und im Saale des „Hotel Zentral" Wien, 11., Taborstr. 8, I. Stock, Festsaal um halb neun Uhr vormittags anläßlich der Maskir- Andachten feierliche Gottesdienste abgehalten werden. Die Veranstaltung dieser Gottesdienste erfolgt zur Abhaltung des großen Andranges zur „Haskara" in den Gemeindetempeln. Der Eintritt ist frei. Karten werden nicht ausgegeben. W i e n im Mai 1906. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Streng reell intelligenter, junger Mann, 28 Jahre, stattliche Erscheinung, von Beruf Buchdrucker, welcher in Deutschland das Konservatorium besucht hat und grosse musikalische und hebräische Kentnisse, sowie eine sehr schöne geh. Tenorstimme besitzt und besonders als Kantor sehr geeignet ist, wünscht Einhairat. Prima Referenzen und Zeugnisse stehen zur Verfügung. Offerte an die Geschäftsstelle dieses Blattes zu richten.