Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1906)
- Issue
- 14 (6.4.1906)
- Date
- 1906-04-06
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Dr.Wlocb's Mocbenscbrttt Seite LR» dir. 14 Juden seien ihrer Abstammung nach mit den Spaniern verwandt. Unerwartete Ehre das. Sollte das nicht ein bischen auf das Bestreben aller Mächte zurückzuführen sein, an den Inden gute Freunde im Lande zu haben? Im Vorgehen Mr. Whites können wir dankbar den Einfluß unseres großen und großherzigen Freundes, des Präsidenten der Vereinigten Staaten Roosevelt, erkennen, dem in unserer Geschichte eine rühmliche Stelle-gehört. R. Zn großem Verdruß der Redaktion haben in der Setzerei des „Deutschen Volksblatt" die Rufzeichen geruht, als die traurige Katastrophe von Courrieres hereinbrach. Das wäre eine prächtige Gelegenheit gewesen, über jüdische Profitgier und Ausbeutung zu schreiben, wena die Schuldtragenden nicht durchaus Christen gewesen wären. Andernfalls hätten die französischen Antisemitenblätter wohl schon ihren Geifer losgelassen. Wundert uns übrigens, daß sie sich von der Wahrheit stören ließen. Wien HI. Auf das große Blamageukonto des „Deutschen Volksblatt" kommt nun als neues Paradestück der Theaterbericht über zwei Künstler, die am Intimen Theater — nicht aufgetreten sind. Wen wundert das? Die ganze antisemitische Berichterstattung beschäftigt sich meist mit Dingen, die nicht geschehen sind, und gefälschten Personen. L. B. Eine frechere Verhöhnung, als die Zusicherung der russischen Regierung, Judenexzesse seien in nächster Zeit ausgeschlossen, gibt es nicht. Die Hetzplakate gegen die Juden werden in Regierungsdruckereien hergestellt, "von Polizisten verteilt. Wegen des Nooemberpogroms wurde kaum ein Dutzend Leute zu geringfügigen Kerkerstrafen verurteilt, die eigentlichen Rädelsführer, darunter General Neidhardt, freigesprochen. Und da versichert die Regierung noch, (ani Vorabend der Anleihe) die lokalen Behörden würden jeder Ausschreitung scharf entgegentreten. Die Massenflucht jüdischer Familien aus vielen russischen Städten zeigt das Vertrauen der Bedrohten. Robert. Maler Krestin, IX., Hahngasse 8. Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der tausenden Abonnementsgrbühr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Betrage wolle man sich der beigelegten Posterlagscheiwe bedienen. Die Administration Kundmachung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde gibt bekannt, daß mit Bereitung und dem Verkaufe des Osterbrotes (Mazzöth) Herr Adolf Schmied! betraut worden ist. Das Verkaüfslokal befindet sich I.» Gonzagagaffe 3 und das Backhaus XX., Marchfelderstraße 21. Zur Verhütung von Mißbräuchen ist jedes Packet mit dem Siegel der hiesigen Kultusgemeinde versehen. Der Vorstand. Laut Beschluss der XXIV. ordentlichen Plenarversammlung der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien wird aus dem Reinerträgnisse der diesjährigen Akademie ein Betrag von 160 Kronen (hundertsechzig Kronen) als Beitrag zu Prüfungstaxen für dürftige und würdige Mitglieder der Lesehalle votiert. Dieser Betrag soll in der Weise verteilt werden, dass je 2 Juristen, 2 Philosophen, 2 Mediziner auf Beiträge von je 20 Kronen zu Rigorosentaxen, 1 Techniker auf einen Beitrag von 20 Kronen zur II. Staatsprüfungstaxe und 2 Techniker auf Beiträge von je 10 Kronen zu Kolloquieutaxeu Anspruch haben sollen. Gesuche sind mit dem Armutszeugnis und dem Nachweise, dass Bewerber Prüfungskandidat, bezw. auch für das Sommersemester 1. 05/6 inskribiert ist, zu belegen und bis 15. Mai 1906 an den Ausschuss der Lese- und Redehalle jüdischer Hocbschüler in Wien, IX., Grünetorgasse 34, zu senden. Wien am 29. März 1906. Für den Ausschuss: Cand. med. U. Schlesinger dz* Präses. Konkurs. der „Oesterr. Wochenschrift. * SaranHert naiurechtes feinstes ----- SSü’flanzenischen ikosnüssen. PMlS'i FETT Sigmund Gdl. v. Wertheimstein-Stiftung an arme Verwandte. Am 18. Juni d. I. gelangen die Zinsen obiger Stiftung per K 420.— an solche Personen zur Verleihung, welche die V e r w a ndtschaftmitdem Stifter Herrn Sigmund Edl. v. Wertheim st ein und ihre Armut Nachweisen können. Derartig belegte Gesuche sind bis 3V. April 1006 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich erhältlich sind, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbemalriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Kundmachung Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiemit bekannt gegeben, daß am achten Tage des diesjährigen Passah- Festes (Dienstag den 17. April d. I.) im Saale des „Hotel Post" Wien, I., Fleischmarkt 16 und im Saale des „Hotel Zentral" Wien, II., Taborstraße 8 um halb 0 Uhr vormittags anläßlich der Maskir-Andachten feierliche Gottesdienste abgehalten werden. Die Veranstaltung dieser Gottesdienste erfolgt zur Abhaltung des großen Andranges zum „Maskir" in den Gemeindetempeln. Der Eintritt ist frei. Karten werden nicht ausgegeben. Wien, 3. April 1906. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Bei der israelitischen Kultusgemeinde SkütStiiail (QeStBFF.- Schlesien) ist die Stelle eines Kantors der zugleich ein Schochet und Koreh ist, zu besetzen. Mit diesem Posten ist ein Jahresgehalt von 1200 Kronen, nebst 200 Kronen Wohnungsbeitrag und üblichen Emolumenten verbunden. Bewerber, österreichische Staatsbürger, wollen ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche mit Zeugnisabschriften an den gefertigten Vorstand richten. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Torstand der Israel. Kiiltusgemeinde Skotschan: David Spitzer. Kunststickerei .iir Synagogen-Vorhänge, Baldachine, Thoramäntelchen u. s. w. — Nur eigene Erzeugung. — ■■ - Restaurierungen von Stickereien, Gobelins etc. E. Hofbaoer, Wien, VI/3, Sehmalzhofgasse 8. Ein junges israelitisches Ehepaar mit einem Kind, der Mann gelernter Schlosser, in einer elektrotechnischen Fabrik gewesen, mit sehr guten Referenzen, sucht Hausbesorgerstelle. Gefällige Anträge an „J. H.“ XX. Bezirk, Streföeurgasse 14, 1. Stock Tür 9. ff. gemästet, fett, gross, schwer, schön, täglich frisch geschlachtet, sauber gerupft noa1? ->V2, per Stück franko überallhin fl. 130. Postkolli 5 Kg. 3 Hühner fl 3.90. L. AltüBU, PodWOlOGZyska 10. Hühner Ml Milch noa b& ' Den p. t. Hausfrauen empfiehlt F. Allmann, IX., Pramergasse 17, Milch ne© bm.