Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1906)
- Issue
- 13 (30.3.1906)
- Date
- 1906-03-30
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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illr. 13 Dr. Blocb’s MocdenscbrM Teile 219 Notiz. K. k. priv.Assicurazioni Generali. Aus dem am l7.März!906 der General-Versammlung erstatteten Berichte der Zentral-Direktion der k. k. priv. Assicurazioni Generali zu den Rechnungs-Abschlüssen pro 1905, dem 74. Belriebsjahre, geht hervor, daß die Garantiemiltel der Gesellschaft im abgelaufenen Jahre um K 82,554.164-22 gewachsen sind und am Jahresschlüsse die Höhe von X 27u,052.078 64 erreicht haben. Auch im Jahre 1905 hat sich der Lebensvei sicherungszweig der Anstalt in sehr erfreulicherWeise erweitert. In der Feuerversicherung und dem mit dieser vereinigten Geschäftszweige der Einbruchsdiebstahl-Versicherung war die Geschäftsentwicklung gleichfalls eine anhaltend günstige. De» Rechnungs-Aoschlüssen sind im Wesentlichen folgende Daten zu entnehmen: Die Reserven der Lebensversicherungs-Abteilung betragen X 209,076.662 98, das ist um K 18,7o9.^55*97 mehr als im Vorjahre und beziehen sich auf X 771,879.007 54 Kapital und auf X 1,445.343*74 Rente. Die Reserve für schwebend geblieben Schäden beträgt K 3,992.047*63. Zur Deckung der am 31. Dezember 1905 laufenden Risken wurden für die Feuer-Versicherung eine Prämien- Reserve von K 10,464.04n*40 (gegen K 9,44 t.372*69) und für die Transport-Versicherung K 172.108*72 zurückgesteM. Die Prämienscheine und die in nachfolgenden Geschäftsjahren einzuhebenden Prämien aus den Feuer- und Einbruchsversicherungs - Branchen betragen X 94,667.902 96 gegen K 90,30l.649*b9 am Schlüsse des Jahres i904 und blieben aus der bilanzmäßigen Abrechnung gänzlich ausgeschieden. Die Gewinn-Reserve beträgt X 5,250.000.—. Die Reserve für Kursschwankungen beträgt X 19,*06.876*73. Die Reserve zur Ausgleichung einer Minderung des Zinsenerträgnisses wurde ans X 1,471.110 *?>0 erhöht, des Weiteren die Jmmobilien-Reserve mit X 320.522*97 bedacht. Unbeschadet der alljährlich zu Lasten des laufenden Geschäftes bewerkstelligten Abschreibungen von Verlusten auf uneinbringliche Ausstände besteht ein abgesonderter, bisher noch nicht in Anspruch genommener Reservefond von X 160.000* für dubiose Ausstände. Die Gesellschaft gewärtigt an jährlichen Prämien nebst Zinsen über X 75,000.000*— aus sämtlichen Zweigen. Durch die im Jahre 1905 für Schäden bezahlten X 30,2v5.711 02 erreicht die Summe der seit Bestehen der Gesellschaft vergüteten Schäden die Höhe von X 827,976.227*40. Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnements gebühr, damit die Zusendung des Blattes Keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Betrüge wolle man sich der beigelegten Postenlagscheine bedienen. Die Administration der „Oesterr. Wochenschrift.', Kaiser Franz Josef-Jubiläumsstiftung zur Unterstützung israelitischer Waise«. Errichtet von Herrn Philipp Thorsch. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinve verlautbart hiemit, daß aus den Zinsen der obigen Stiftung neun Stiftplätze L X 300.—zur Verleihung gelangen. Bewerbungsberechtigt erscheinen arme Kinder (Knaben und Mädchen) israelitischer Konfession, welche das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und nach; uw eisen vermögen, daß ihr Vater in Wien gestorben ist oder daß derselbe bis vor seinem Tode in Wien fein ordentliches Domizil hatte. Die Gesuche müssen mit folgenden Belegen versehen sein: 1. dem Geburtsscheine des Bewerbers, 2. dem Armutszeugnisse, 3. dem Totenscheine des Vaters (im Falle der Vater nicht in Wien verstorben ist, erscheint ein legaler Nachweis erforderlich, daß derselbe bis vor seinem Tode sein ordentliches Domizil in Wien hatte) und 4. den Schulausweisen, beziehungsweise Zeugnissen. Die gehörig belegten Gesuche sind bis 15. April 1806 im Einreichungsprotoko.lle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Theodor und Alfons v. Glaserfche Stiftung für israelitische Gymnasialschüler. Gegründet von ihrem Bater Wilhelm Edler v. Glaser, am 26. Mai 1871. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Wien bringt hiemit zur Kenntnis, daß aus der obigen für zwei Gymnasialschüler jüdischer Konfession errichteten Stiftung ein Platz im Betrage von X 80 zur Verleihung gelangt. Bedingungen zur Erlangung derselben sind: a) die ausgewiesene Mittellosigkeit, b) ein Zeugnis mindestens der ersten Fortgangsklasse mit guten Noten aus Sitten, Aufmerksamkeit und Fleiß. Unter sonst gleichen Umständen erhalten Schüler, welche mit dem Stifter Herrn Wilhelm Edlen v Glaser oder seiner Gattin Frau Jenny geb. T e i t e l b a u m verwandt sind, den Vorzug. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, bejahendenfalls wie hoch der Betrag desselben ist. Die diesfälligen Gesuche sind im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengaffe 4, 1. Stock, woselbst Gesuchsblankette unentgeltlich zu beheben sind, bis 30. April 1006 zu überreichen. Auszüge auS den GeburtS-, Trauungs- und Sterbematriken der Wiener israel. Kultusgemeinde sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Die „Vereinigte Györ(Raab)- und Györszigeter israel. Kultusgemeinde“. Beider Györ- und Györszigeter isr. Xultusgemeinde ist die Stelle eines Bassisten und Tempelchor-Dirigenten mit 1600 K Jahresgehalt nebst dritten Teil Schechlta zu besetzen. Bewerber dürfen nicht über 35 Jahre alt sein und müssen einen religiösen Lebenswandel anfweisen. Ferner müssen Bewerber eine schöne, kräftige Stimme haben, musikalische Bildung besitzen und zugleich Baaltefila, Set ochst, ubodek und Koreh sein. Guter Baalkoreh wird bevorzugt. Die Gesuche, versehen mit Zeugnissen über bisherige Tätigkeit, Alter, Familie und über musikalische Bildung, sind spätestens bis Zlim 1. Mal an den Gemeindevorstand hieher zu richten. Zum Probevortrag weiden nur die Berufenen zugelassen. Der Gewählte ist verpflichtet, in das in der Gemeinde bestehende Pensions-Institut einzutreten. Der Vorstand der vereinigten Györ- und Györszigeter isr. Xultusgemeinde. Soma ErÖs Josef Perl Gemeinde -Sekretär Gemeinde-Vorsteher Beim k. k. Staatsgymnasium in Sambor ist der Posten eines jüdischen Religionslehrers mit dem Gehalte von 1400 Xronen jährlich zu besetzen. Bewerber, welche den Religionsunterricht mit polnischer Vortragssprache zu erteilen in der Lage sind, wollen ihre Gesuche mit dem Nachweise der Qualifikation längstens bis 1 Juni 1906 beim Vorstande der israel. Xultusgemeinde in Sambor überreichen. Der Koitus-Vorstand Meile ch Goldberg. Konkurs. Bei der israelitischen Xultusgemeinde in Saaz (Böhmen) gelangt die Stelle eines gesanglich und musikalisch vollkommen ausgebildeten ©To e r Usa-aa-t o r s welcher auch mindestens zehn Stunden wöchentlich Religionsunterricht erteilen muss, mit einem fixen Jahresgehalte von X 3000 (dreitausend), einem Wohnungsbeitrage von X 500 (fünfhundert) und den üblichen Emolumenxen am 1. Juli 1906 zur Besetzung. Bewerber um diese Stelle, welche nicht über 40 Jahre alt sein dürfen und österreichische Staatsbürger sein müssen, wollen ihre mit den erforderlichen Originalzeugnissen belegten Gesuche bis - — längstens 31. März 1906 . - bei dem gefertigten Kultusgemeindevorstande einbringen. Reisespesen werden nur den zu einem Probevortrage berufenen Bewerbern vergütet. Israelitischer Kultusgemeindevorstand Saaz, am 24. Februar 1906. Der Kultusgemeindevorsteher: Dr. Anspach.