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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-03-23 · 12 (23.3.1906) · page 23

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
12 (23.3.1906)
Date
1906-03-23
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Nr. 12 Dr. Llocb's Mocbenscbritt Seite 203 Albert Vanm'sche Stiftung für Handwerker. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wen verlantbart hiermit, daß aus den Erträgnissen dieser Stiftung ein Betrag von K 2200 a n j un ge Leute jüdischer Religion, die sich d e m H a n d w e r k e widmen, in Stipendien zu K 200 zur Verleihung gelangt. Sollten sich unter diesen jungen Leuten Söhne des Simon Baum, Bruders des Stlfters, befinden, so erhalten dieselben statt K 200 K 600. Die mit dem Geburtsscheine, dem Armutszeugnisse und dem Nachweise, daß der Bewerber sich einem Handwerke widme, versehenen Gesuche sind bis 81. März 1906 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien (I., Seitenstettengässe 4, I. Stock), woselbst wahrend der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette behoben werden können, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbe- Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Freiherr Hermann v. Tedesco'schen Waisen- und Armen- Stiftung. Am 22. Siwan, das ist 15. Juni 1906, gelangen drei Stipendien zu K 450 und 5 Stipendien zu K 470 der obgenannten Stiftung an die in Wien geborenen oder nach Wien zuständigen, unter der Obhut des Vereines zur Unterstützung hilfsbedürftiger Waisen der Wiener isralitischen Kultusgemende stehenden Waisen, welche sich dem pädagogischen, technischen oder einem sonstigen wiffenschaftlichen Berufe widmen, oder welche sich überhaupt für einen, selbständigen Erwerbszweig ausbilden, auf zwei Jahre zur Verleihung. Die um einen solchen Stiftungsgenuß ansuchenden Waisen müffen, und zwar die männlichen das 14.. die weiblichen das l 6. Lebensjahr, vollendet haben, und haben dieselben die mit: 1. dem Geburtszeugmsse, 2. einem legalen Armutszeugnisse, 3. dem Nachweise der Verwaisung, 4. dem Heimatsscheine und 5. dem Schulzeugnisse belegten Gesuche' bis 31. März 1906 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemesnde (I., Seitenstettengasse 4, I. Stock), woselbst auch während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, beziehungsweise wie hoch der Betrag dieses Bezuges ist. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Otto Cohn'sche Stiftung für mittellose jüdische Realschüler Aus den Zinsen obiger Stiftung gelangen drei Stipendien ä K 130.— am b0. Mai d. I. an drei würdige fleißige jüdische Realschüler zur Verleihung. Die Bewerber haben ihre mit dem Geburtsscheine, dem Nachweise der Mittellosigkeit und den Studienzeugnissen versehenen Gesuche bis längstens 31 Marz 1906 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4. I. Stock, woselbst- Gesuchsblankette während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. In dem Gesuche ist ferner anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums sich befindet, bejahenden Falles in welcher Höhe dasselbe ist. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Siegmund Edl. v. Wertheimsteinsche Sttpendierrstiftung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien verlautbart hiemit, daß am-18. Juni 1906 als am Sterbetage des Herrn Siegmund Edl. v. Wertheimstein aus dem Zinsenerträgnisse dieser Stiftung sechs Stipendieni K 84, und zwar zur Hälfte an studierende Jünglinge jüdischen Glaubens an der hiesigen Universität, vorzüglich an solche, welche mit gutem Erfolge der mosaischen Theologie sich widmen, zur anderen Halste a) a n israelitische Schüler des hiesigen Konservatoriums und d) an israelitische Jünglinge, welche sich der bildenden Künste an der hiesigen Akademie befleißen, zur Verleihung gelangen. Von den diesen Studien obliegenden Bewerbern ist nebst den dokumentarischen Belegen der Angehörigkeit zur jüdischen Konfession, der Hilfsbedürftigkcit, des entsprechenden Verhaltens und des guten Studienfortganges auch der Nachweis, daß sie eltern- oder vaterlos sind, zu erbringen. Verwandte des Stifters. Herrn Siegmund Edl. v. Wertheimstein oder seiner Gattin Nanette Edl. v. Wertheimstein, genießen, vorausgesetzt, daß sie den im ersten Absätze angeführten Studien obliegen und dem jüdischen Glauben angehören, unter allen anderen Bewerbern den Vorzug und bedürfen des Nachweises der Verwaisung nicht. In zweiter Linie sind unter den, den obigen Anforderungen entsprechenben Bewerbern hiesige zu bevorzugen. Bewerbungsgesuche für diese Stiftung sind bis 31. März 1906 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengaffe 4, 1. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde. Beim k. k. Staatsgymnasium in Sambor ist der Posten eines jüdischen Religionslehrers mit dem Gehalte von 1400 Kronen jährlich zu besetzen. Bewerbe^, welche den Religionsunterricht mit polnischer Vortragssprache zu erteilen in der Lage sind, wollen ihre Gesuche mit dem Nachweise der Qualifikation längstens bis 1 Juni 1906 beim .Vorstande der Israel. Kultusgemeinde in Sambor überreichen. Der Kultus-Vorstand Meile ch Goldberg.- Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Saaz (Böhmen) gelangt die Stelle eines gesanglich und musikalisch vollkommen ausgebildeten 0"b earlseuzi/t ©x s welcher auch mindestens zehn Stunden wöchentlich Religionsunterricht erteilen muss, mit einem fixen Jahresgehalte von K 3000 (dreitausend), einem Wobnungsbeitxage von K 500 (fünfhundert) und den üblichen Emolumenten am 1. April 1906 zur Besetzung. Bewerber um diese Stelle, welche nicht über 40 Jahre alt sein dürfen und österreichische Staatsbürger sein müssen, wollen ihre mit den erforderlichen Originalzeugnissen belegten Gesuche bis —, - längstens 31. Marz. 1906 .. bei dem gefertigten Kultusgemeindevorstande einbringen. Reisespesen werden nur den zu einem Probevortrage berufenen Bewerbern vergütet. Israelitischer Kultusgemeiadeverstand Saaz, am 24. Eebruar 1906. Der Kultusgemeindevorsteher: Dr. Anspach. Konkurs. Eine streng religiöse Frau mit kleiner Familie (kinderlose bevorzugt), die gut kochen kann, wird für die Küche des gefertigten Vereines, die unter Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiners FflfSt gestellt wird, gesucht. Bedingnisse nach Uebereinkommen. Schriftliche Gesuche sind bis zum 1. April 1. J. an den Obmann des Unterstützuugsvereines „Tomech Ewjonim“ Oberkantor Mayer Schorr, Wien, II., Obere Donaustrasse 47, zu senden. Jüdisch-theologisches Seminar Breslau Wallstrasse lb. Beginn des Sommer-Semesters am 1. Mal d. J. Aufnahme- Prüfung am 29. und 30. April. Meldungen sind an den Unterzeichneten Vorsitzenden des — Lehrer-Kollegiums zu richten. =-— Dr. M. Brann.

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