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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-02-09 · 6 (9.2.1906) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
6 (9.2.1906)
Date
1906-02-09
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 92 Dr. Dlocb's Mocbenscbrttt. Nr. 8 einstimmig angenommen, und wird dem Vorstand durch Erheben von den Sitzen der Dank ausgesprochen. In seiner Ansprache betont Kultusvorsteher Herr Dr. Markus Spitzer, daß die Kultusgemeinde den Bestrebungen dieses Vereines, ein der Neuzeit entsprechendes Bethaus zu errichten, sehr sympathisch gegenüberstehe und in jeder Weise zu fördern gewillt sei, daß sie die Notwendigkeit eines solchen in der Nähe des Praters und dem nordwestlichen Teile des Bezirkes gelegenen Gotteshauses einsehe, und ermahnt die Versammlung, in ihrer Tätigkeit nicht zu erlahmen. In der hierauf erfolgten Wahl werden die ausscheidenden Herren Moriz Jellinek, Hermann Kaiser, Bernh. Pick wieder-, die Herren Heinrich Gaßner, David Kohn und Josef Werner neu in den Vorstand gewählt. Wien. (Ehrung.) Der Vorstand des Bethaus-Vereines „Am Volkert" II., Fugbachgasse 7, hat in einer am Sonntag den 4. d. unter dem Vorsitze des Obmann-Stellvertreters Herrn Hermann Ehrenfeld stattgefundenen Sitzung seinen langjährigen Obmanne Herrn Adolf Schramek anläßlich seines 25jährigen Jubiläums als Obmann dieses Vereines und in dankbarer Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um den Verein einstimmig zu seinem Ehrenmitgliede ernannt und veranstaltet aus diesem Anlasse Samstag den 10. d., um 4 Uhr nachmittags einen feierlichen Gottesdienst mit Festpredigt, wozu sämtliche Bethaus-Veceine und Korporationen geladen wurden. Wien. (Israelitischer Tempel-Verein für den IV. und V. Bezirk. General-Versammlung vom 28. Jänner 1906.) Obmann Adolf Hofmann begrüßt die erschienenen Gäste: Herrn Karl Seligmann als Delegierten der Israelitischen Kultusgemeinde, die Herren Jakob Straßberg und Eni. Schidrowitz. Vorsteher des Tempel-Vereines vom X. Bezirk, und die zahlreich erschienenen Mitglieder des Vereines. Schriftführer Franz Frankl erstattet den Jahresbericht, aus welchem hervorgeht, daß sich die Haupttätigkeit des Vorstandes auf die Erwerbung eines geeigneten Bauplatzes für den nunmehr unaufschiebbaren Bau eines Gotteshauses für den IV. und V. Bezirk erstrecke, weil das bisherige Tempelgebäude nur noch bis zum nächsten Jahre bestehen könne und dann demoliert werden muß. Es ist alle Aussicht vorhanden, daß binnen Kurzem die Platzfrage gelöst und an den Bau des Tempels geschritten werden kann. Die hierauf vorgenommenen Wahlen ergaben die Wiederwahl der bisherigen Vorsteher. In der konstituierenden Sitzung vom 28. Jänner d. I. wurden auch die bisherigen Funktionäre, die Herren Adolf Hofmann als Obmann, kais. Rat Adolf Lichtblau als Obmann-Stellvertreter, Franz Frankl als Schriftführer, Siegmund Wiesner als Kassier, Jakob Hcilinger als Kontrollor und die Herren Josef Beyer, Jsr. Braun, Joach. Guttmann und Ignatz Taußik als Tempelvorsteher wiedergewählt. Wien. (JüdischeToynbeehalle, Fünfhaus.) XIII. Vortragsabend: ,.M oz art-Feier". Ein äußerst zahlreiches, beide Säle dicht füllendes Auditorium, ein reichhaltiges, gediegenes Programm, in meisterhafter Weise exekutiert, damit ist wohl der Erfolg dieser Veranstaltung am besten gekennzeichnet, lieber „Mozarts Leben und Wirken" sprach Herr Siegfried F l o ch, Musik-Schriftsteller. Der Vortragende wußte das lebhafteste Interesse zu wecken. Frl. Hilde K l a b e r brachte die „Mozart-Serenade" sowie eine „Etüde von Mocskowski" ausgezeichnet zu Gehör. Dann folgte ein Gesangsvortrag des Herrn Kantor F r i e d l ä n d e r, der die Arie „O Belmonte. o Constanza" (Entführung aus dem Serail), sowie die Bilder- Arie aus „Zauberflöte" mit vorzüglich disponierter Stimme vortrug. Die Begleitung am Klavier besorgte Frau Jni Schnabl in vollendeter Weise. Frl. Fritzi und Herr Ernst Steiner spielten vierhändig eine Mozart-Sonate und fanden solchen Beifall, daß sich Herr Emst Steiner zu einer Zugabe entschließen mußte. Es sei an dieser Stelle allen Mitwirkenden der beste Dank ausgesprochen. Wien. Wie alljährlich veranstaltet die Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler auch heuer am 16. Februar im Ballsaale Ronacher eine Akademie mit Tanzkräuzcheu. Die Akademie, deren Reinerträgnis zur Unterstützung mittelloser, jüdischer Hochschüler dient, verspricht dank der unermüdlichen Tätigkeit des rührigen Exekutiv-Komitees eine der schönsten der ganzen Saison zu werden. In uneigennützigster Weise haben bis jetzt ihre freundliche Mitwirkung zugesagt. Fräulein Gabrielle Model, Mitglied des k. k. priv. Carltheaters; Fräulein Helene Oberländer, Mitglied des Jubiläums-Theaters; Fräulein Tini Senders, Mitglied des k. k. Hofburgtheaters; Herr Leopold Kramer, Mitglied des Deutschen Volkstheaters; Herr Richard Pahlen, Klaviervirtuose. An der Spitze des Ehrenkomitees, dem hervorragende Vertreter der Gesellschaft angehören, stehen die Universitätsprofessoren: Benedikt, Ehrmann, Feilbogen, Freud, Klein, Rosanes. Winternitz, Zuckerkand!, Hofschauspieler Adolf Ritter v. Sonnenthal, die Schriftsteller Julius Bauer, Ludwig Basch. Adolf Gelber, Felix Salten, Franz Servaes, die Hof- und Gerichtsadvokaten Bermann, Fialla, Spitzer, kaiserl. Rat Th. Lieben, kaiserl. Rat Leop. Sachs, Direktor Max Allina, Professor Jgn. Brüll, Fabr. L. Brunner, Landesschulrat Dr. G. Kohn, Architekt O. Marmore!, Baurat Stiaßny. Der überaus aelnngene Komiteeabend, der am 22. Jänner im Hotel Central stattfand, das glänzende Programm und die Bemühungen des werten Damenkomitees bieten die Gewähr für einen schönen Erfolg der Veranstaltung. Seit Montag den 6. Februar ist täglich von 2—4 Uhr das Komitcelokal, IX., Grllnetorgaffe 34, geöffnet, wohin auch alle Zuschriften einzusenden sind. Wien. Die jüdisch-akademische Ferialverbindung „Unitas" veranstaltet Samstag den l7. d. M, 8 Uhr abends, im Cafe Louvre. I., Wipplingerstraße, einen internen Diskussionsabend, bei dem Gesinnungsgenossen willkommen sind. Referent: Herr Dr. S Krenberger. Thema: „Politische Fragen im Zionismus". Wiener Synagogensänger-Berein. In Anwesenheit zahlreicher Kantoren und Sänger fand am 1. d. M. in Herlinger's Festsaal die konstituierende Generalversammlung des humanitären Wiener Synagogensänger-Vereines statt, der sich die Unterstützung kranker und postenloser Tempelsänger eventuell deren Witwen und Waiien zur Aufgabe gestellt hat. Die Versammlung wurde von Herrn Salo Lemberger in würdiger Weise geleitet, der in seinem Referate unter anderem bemerkte: „Jede öffentliche Korporation und jedes private Unternehmen wird sich immer mehr der Pflicht bewußt, für Alter, Krankheit und Invalidität seiner Angestellten Vorsorge zu treffen. Und dieser Vorlinb Fürsorge bedarf auch der Tempelsänger, der durch Professor Sulzer's unsterblichen „Schir Zion" aus dem herumwandernden Meschorer zu einem seßhaften, geachteten, im modernen Gottesdienste unentbehrlichen Faktor sich entwickelt hat. Unsere Vereinigung wird also nebst der Pflege des - jüdischen und klassischen Kunstgesanges in erster Linie den in wirtschaftlicher Beziehung ärmsten Kollegen in der Zeit der schwersten Sorge um Gesundheit und Brot Hilfe bieten". In die Vereinsleitung wurden fast einstimmig folgende Herren berufen: Salo Lemberger als Obmann. M. Striks und H. Thiemann als Obmann-Stellvertreter, S. Redlich als Schriftführer, M. Reich als Kassier, A. Grodsensky, M. Schwager, F. Hirsch, I. Kreisler, M. Ballaban, M. Niswirsky und B Hirschmann als Vorstands-Mitglieder, L. Finkeistein und Dr. Leo Lemp ort als Revisoren. Außerdem wurden die Chordirigenten der Israel. Kultusgemeinde: Zellnik, Heimann und Porth zur Kontrolle der Kassa-Gebahrung nominiert. Oberkontor Bauer und nach ihm Kantor Löw it versicherte die neue Vereinigung namens der anwesenden Kantoren der wärmsten Sympathien und wurde als erste Spende für die Humanitären Ziele des Vereines vom Kantor Schleifer 10 Kronen übermittelt. Ihr Fernbleiben von der Versammlung hatten entschuldigt: Chordirektor Professor Joseph Sulzer Oberkantor Josef Singer, Oberkantor Bela Guttmann und Oberkantor Schorr. Wien. Der für Donnerstag den 8. Februar im Festsaale des N. -Oe. Gewerbevereines anberaumte Liederabend der Konzertsängerin Grete Modlinger mußte wegen Heiserkeit der Konzertgeberin auf Mittwoch den 14. Februar verschoben werden. Auch in ihrem diesjährigen Liederabend entzückt das reichhaltige Programm durch die Vornehmheit der gewählten Lieder und Arien, welche sie zum Vortrage bringt: Händel: Rinaldo-Arie, Bach: Gottes Zeit, Pergolese: Siziliana, Schubert: Schwager Kronos, Lied der Mignon, Ihr Bild, Schumann: Die alten bösen Lieder, Seit ich ihn gesehen, Holländisches Wiegenlied, Meyerbeer: Segenarie aus dem „Prophet" und Saint-Saöns: Cantabile aus „Simson und Delila". Erhöhten Reiz erhält dieser Abend noch durch die Mitwirkung eines Wiener Meisters von Weltruf, es ist dies der Violoncellvirtuose Herr Professor Carl Klein, welcher in den letzten zwei Jahren durch sein geradezu fabelhaftes Können auch in Deutschland, Frankreich und Belgien allgemeines Aufsehen erregt hat und ein sehr kostbares Violoncell im Werte von 20.000 Mark ivielt. Der Künstler wird Bach: Air. Rubinstein: Melodie, Klein: Im Mai, und Popper: Tarantella zum Vortrag bringen. Am Klavier: Herr Gustav Grube. Die Konzertkarten behalten, ihre Giltigkeit. Wien-Moridsdorf. Der Israelitische Frauen-Wohltätigkeitsverein Wien XXI veranstaltet Sonntag den 18. Februar 1906 in den Giselasälen XXI., Floridsdorf, Pragerstraße 13, ein Wohltätigkeits-Kränzchen unter dem Protektorate der Ehrenpräsidentin Frau Dr. I. S. Bloch. Beginn

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