Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1905)
- Issue
- 48 (1.12.1905)
- Date
- 1905-12-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 7*2 Är. Llocv's Mocbenscbcttl« Nr. 48 Einser verdunkelt sehen und deshalb muß mit dem Besen eine gründliche Judenreinigung an der Wiener Universität vorgenommen werden. Ad vocem: „Polnische Juden aus Galizien" und „mauscheln". Die polnischen Juden aus Galizien haben einen offenen Kopf, keine Dickschädel und sind keine Kretins mit Kröpfen. Der Talmnd, mit dem sie sich schon in früher Jugend eingehend beschäftigen, erzieht sie zum logisch denken und richtig handeln. Das Talmudstudium bildet die feste Basis, auf welcher sie ihr modernes Wissen aufbauen und dadurch befähigt werden, den Ariern immer um Kopflänge voraus zu sein. Zum Kapitel „mauscheln" braucht nur aus die Schweiz hingewiesen zu werden. In den Urkantonen, namentlich im Schwyzerland wird noch weit ärger als in Tarnopol „gechaudert". Es hat aber auch schon etwelche Juden gegeben, die ein gutes, klassisches Deutsch schrieben. Mendelssohn, Heine, Auerbach haben für den deutschen Sprachschatz Unvergängliches geleistet und der Jude Sanders war einer der größten Germanisten. Wir wollen Hofrat Gruber durchaus nicht nahetreten, allein er dürfte sich gratulieren, sich eines so klassischen Deutsch bedienen zu können, in welchem das Buch Eitelberg's „Unmoderne Ethik" geschrieben ist, das auch die weiteste Verbreitung ehrlich und redlich verdient. Eduard Beer. An den Herausgeber der „Daily Mail". Mein Herr. - In Anbetracht der herzzerreißenden Judenmassakres in ganz Rußland, des Gemetzels von Alt nnd Jung, der Marterung von Frauen und Kindern, in einer Weise, die man kaum mit dem Mittelalter vergleichen kann, bitte ich Sie um die gütige Erlaubnis, Ihren Lesern die Existenz der Jüdischen Territorial-Organisation (Jto) in Erinnerung zu bringen, die unter Verwerfung aller Palliativmittel eine radikale Lösung der russisch-jüdischen Frage zu schaffen sucht durch Errichtung einer jüdischen Zufluchtsstätte, wenn möglich unter britischem Protektorat, in Uebereinstimmung mit dem großmütigen Rat der Regierung Sr. Majestät. Die Mitgliedschaft der Organisation können Personen jeder Rasse nnd jeden Glaubens erwerben gegen einen Minimalbeitrag von einem Schilling jährlich; alle Anmeldungen und Gaben sind an den Sekretär der Jto zu richten. Hochachtungsvoll Israel Z a n g w i l l, Ehrenpräsident der Jüd. Terr.-Organisation. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Neue Bücher. Ost und West. Illustrierte Monatsschrift für modernes Judentum. Verlag O st u n d W e st, G. m. b. H., Berlin, NW. 23, Altonaerstraße 36. V. Jahrg. Nr. 9. September 1905. Inhalt: Dr. L. B a e ck: Das Kleine und das Große. L. P ilichowski: Auswanderer. I. Loewenberg: Ausgewiesen. Zwei Werke Glicenstein. Dr. Bodenheimer, Köln: Nach dem Kongreß. Dr. G. Kutna: Die biblischen Gestalten in der bildenden Kunst. — Adam und Eva. Doktor Adolf Ko hut: VümbSry's Memoiren. A. Coralnik: Aquis Emersus. Dr. Paul Riege r, Hamburg: Zum Jubiläum der Hamburger Portugiesengemeinde. Criticus: Vom VII. Kongreß. — „Du Meidele, du scheines" (Noten). Jüdische Volksmelodie. Siegbert Salier: Szenen aus Berlin W. Die Tempelfahrt. Bar-Ami: Aus der jüdischen Sagen- und Märchenwelt. Jüdische Statistik. Miszellen und Aphorismen. Studien zum Pseudo-Jonathan Dargum. Als Ergänzung meines Referates in der vorigen Nummer der „Oesterreichischen Wochenschrift" vom 17. November 1905, Seite 739 sei hiemit Folgendes nachgetragen: Die Namen der Adamsbücher, zu deren Studium übrigens der Autor Herr A. M a r m o r st e i n augenblicklich in den Bibliothekek zu Cambridge weilt und die zum großen Teile in aramäischer, äthiopischer, ja sogar alt-slavischer Färbung vorliegen, lauten: 1. Das Jubiläumbuch, 2. Testamente, 3. Legendenw-rke: Joseph und Aseneth, Jannes und Jambres, Eldad und Medad, Semhazi und Azael. Es seien auch nachfolgende Errata aus genannter Rezension Seite 740 richtiggestellt Zeile 3 von oben: auf Umwegen; Zeile 15 von oben: plaidirt. Neutitschein, im November 1905. Dr. Simon Mandl Rabbiner. Kriefkape«. „Praktisches Christentum". Die russische Regierung hat beschlossen, mit den Judenverfolgungen innezuhalten, bis die Unterstützungen für die Opfer eingetroffen und verteilt sind. A. G. St. Das Fräulein ist kultussteuerpflichtig. M. Als im Jahre 1807—1868 die ostasiatische Expedition unter Dr. Karl Ritter von Scherzer ausgerüstet wurde, hat das Handelsministerium, damaliger Leiter war de Pretis, an die berühmte Zündwarcnfabrik Bernard Fürth das Ansuchen gestellt, die Firma möge der Expedition Empfehlungen an den überseeischen Häfen geben. Ein Vertreter des genannten Hauses hat über 30 Empfehlungsbriefe an alle überseeischen größeren Handelsplätze dem Leiter des Handelsministerium übergeben. Die Juden waren die Pioniere des öfter-» reichlichen Exportes und der Dank wird ihnen im niederösterreichischen Landtag abgestattet durch Schmähungen, welchen der Vertreter der Regierung schweigend beiwohnt. K. P. Ueber ihren Wunsch notieren wir den Brief Zangwills G. N. In nächster Nummer. ---iHSBSSESSSBtasai Garantiert naturechtcs aus frischen r > Kokosnüssen. feinstes Pflanzen- Fett. Jos. Schlesinger WIEN, I. Bt, Seitenstettengasse 5 Budapest VI., Königsgasse I zz Grösste und älteste Verlagsbuch- 1802 — handlung des Kontinents Atelier Kr Gold* und ZilberMemen empfiehlt sich zur Anfertigung aller Arten Tempelparamente, sowie Paroches (Altarvorhänge), Tboramäntelchen, ßhuppes (Trauhimmel), Scbulcbandecken in elegantester, stilvoller Ausführung zn den massigsten Preisen, Anerkennungsschreiben der hervorragendsten Kultusgemeinden des In- und Auslandes, wie Troppau, Olmfitz, Lundenburg, Szegedin, Miskolez, Temesvar, Debrecin, Moskau undMainz bezeugen diegediegeneund SMohmaebtolle Ausführung der gelieferten Arbeiten, [uster und KoatenfiberschlKge gratis und franko. Samuel W. 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