Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1905)
- Issue
- 47 (24.11.1905)
- Date
- 1905-11-24
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Dr. Llocv's MtocvenscdrlN. Nr. 47 Seite 756 Wer sich nicht zu. erkennen Gibt und ist stets erkannt, Dem soll jetzt blutrot brennen Im Antlitz Scham und Schand'. Die Brüder find geschlachtet! Wer ist's, den's nicht ergrimmt? Für ewig sei verachtet, Der solches leichthin nimmt. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Fackel der Geschichte, Sie flackert blutig rot. ' Ihr seht in ihrem Lichte Viel tausend schuldlos tot. Und über Schutt und Leichen Sieht Tausende man flieh'n, Den Mördern zu entweichen, Doch ach, wohin — wohin? Auf neuer Erde wollen Sie gründen neues Glück, Und Pflügen junge Schollen, Doch überall heißt's: zurück! Fort mit dem Bettelgroschen, Damit ist nichts gemacht. Dies Mitleid ist erloschen, Eh' es noch angesacht. In echtem Brudertriebe Reicht helfend eure Hand, Ein Band der wahren Liebe Sei schützend ausgespannt. Ihr Satten und ihr Glatten, Heraus aus eurer Ruh', Ihr Flauen, Lauen, Matten, Schaut nicht mehr müßig zu. . Wer jetzt sich nicht erbittert, Wer lächelnd heiter ruht, In dem's. nicht wild gewittert, Der war niemals ein Jud'! Vitus Lund. KriefKaffe«. Ad. W , Olmütz. Nach jeder Richtung geschieht das Angeregte. „Glaubensgenoffen" in Teplitz-Schönau. Wir teilen vollständig Ihre Anschauung. Die „Musik-Aufführung im israelitischen Tempel Sonntag Nachmittag gegen Eintrittspreise" — dazu unter Mitwirkung einer getauften Jüdin ist ärgernißerregend, eine Entweihung des Gotteshauses, eine Nachäfferei fremder Unsitten. Aber auch in christlichen Gemeinden wäre die Veranstaltung eines ähnlichen Kirchenkonzertes in der Zeit einer allgemeinen Trauer — etwa aus Anlaß der Hinmordung tausender von Christen im Orient — völlig unmöglich! Wenn die Konzertveranstalter das große Leid des jüdischen fSoÜeS auch nicht mttfühlen, so hätten sie doch Anstand nehmen sollen, eS ostentativ öffentlich zu verhöhnen. Sieg«. Läufer. Was Sie Vorschlägen, geschieht ohnehin, nur in Budapest vielleicht nicht. Jeuny SL Dasselbe sagte Oskar Marmore! in seiner Rede. P. »6. In zivilisierten Staaten ist solche Bewaffnung nicht gestattet und nicht rätlich. Th. H. Ein solcher Verein existiert leider in Wien nicht. „Ebert". Das „Deutsche Volksblatt" geniert sich nicht, dieberetts gebrandmartte Lüge von der Mißhandlung des Zarenbildnisses in Kiew in der Nummer vom 23. November zu wiederholen, wiewohl es bereits durch Zeugen festgestellt wurde, daß es ein Antisemitenhäuptling war, der die Büberei verübt hat. Herr Vergani ist vermullich über den wirklichen Sachverhalt nicht ununterrichtet. lieprMer, Miiger Klavierstimmer empfiehlt sich. W. Kreitier, IL, Blumauergasse 18, Tür 3. Junger Mann Israelit, 23 Jahre alt, gelernter Tapezierer, bittet um Posten für was immer, auch als Diener, zu jeder Arbeit verwendbar. Samstag Haltende bevorzugt. J. Brüll, X., Senefeldergasse 15, II. St., T. 7. Die Administration. Oberrabbiner Fanny Güdemarm-Stiftung für Kranke weiblichen Geschlechtes. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Wien bringt hiemit zur Kenntnis, daß mit den Zinsen der obigen Stiftung per fl 80.— am Sterbetage der sei. Frau Fanny Güdemann, d. i. am 6 Schebat (1. Februar 1906) ein oder zwei israelitische Kranke weiblichen Geschlechtes beteilt werden. Die Bewerberinnen haben ihre diesfalligen Gesuche, mit einem Armuts- und einem Krankheitszeuguisse versehen, bis 30. November 1905 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 1. November 1905. Dev Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Jos. Schlesinger WIEN, I. Bcf Seitenstettengasse 5 ui Budapest VI., Königsgasse I zz Grösste und älteste Verlagsbuch- 1802 — handlung des Kontinents Atelier für Gold- und SilbersticKereien empfiehlt sich zur Anfertigung aller Arten TempBlparamente, sowie Paroches (Altarvorhänge), Tüoramäntelchen, Cbuppss (Trauhimmel), Schulchandecken in elegantester, stilvoller Ausführung zu den massigsten Preisen, Anerkennungsschreiben der hervorragendsten Xultusgemeinden des In- und Auslandes, wie Troppau, Imütz, Lundenburg, Szegedin, Miskolez, Temesvar, Debrecin, Moskau nnllfainz bezeugen die gediegene and SMohmackrolle Ausführung der gelieferten Arbeiten. Inster und Köstenübersdilgge gratis und franko. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, offeriert in reichster Auswahl Professor KSmpf’s allgemein beliebte Brantgebetbndur und deutsche ftndachtsbücher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim Gold- und Silber-Borten. 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