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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1905-11-10 · 45 (10.11.1905) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
22 (1905)
Issue
45 (10.11.1905)
Date
1905-11-10
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 720 Dr. Llocv's Wiocvenscbrlrt. Nr. 45 dies darf als glückliche Idee eines bewährten Kenners betrachtet werden, der seine Klinge Wohl zu schwingen versteht. Dazu kommt noch die geradezu erschöpfende Benutzung der fraglichen Literatur, umso erstaunlicher, als der geschätzte Autor abseits vom wissenschaftlichen Markte emsig an seinen idealen Zielen arbeitet. Die Schrift wird in Zukunft eine der wertvollen Orientierungen des in Rede stehenden Gegenstandes bilden. Im Namen derselben gebührt dem Autor volle, warme Anerkennung. Neutitschein, im Oktober 1905. Dr. Simon Mandl, Rabbiner. Neue Bücher. Unsere Hoffnung. Monatsschrift für die reifere jüdische Jugend. Redaktion und Administration: Wien, III/2, Untere Viaduktgasse 25. II. Jahrgang. Heft 11. 1905. Inhalt: Aufruf des „Herzlbundes". Hillel: Die Aufgabe der Mittelschuljugend im Zionismus. A. Freud: Th. Herzls zionistische Schriften. I. Rehberg: Isaak Löb Perez. I. Rosenblatt Aus Rußland. C h. N. B i a l i k: Vor der Landnahme (Gedicht). David Jzchaki: Jüdischer Humor. Buki ben Jagli: Das Lied der Nachtigall. Dr. Oser Kokesch: Korrespondenzen. Briefkasten. „Aus Liebe zu Israel!" Was hat man nicht alles ans Liebe zu Israel in all den Jahrhunderten getan! Wir Juden sind doch die undankbarsten Geschöpfe der Welt! Anstatt in all den Judenverfolgungen, in der Inquisition, im Scheiterhaufen, in der gesellschaftlichen und rechtlichen Aechtung die „Liebe zu Israel" zu erkennen, sind wir noch immer so störrisch und verstockt, die Liebeswerke, die man uns zuteil werden läßt, nicht als solche anzuerkennen. O, über die Kurzsichtigkeit unserer Stammesgenosscn!! Rabbiner Stark, Prag Sie haben recht, die Briefkastennotiz aus dem „Frankfurter J'r. Familienblatt" ist Ihrem Artikel in der „Oesterr. Wochenschrift" vom 6. Oktober (Nr. 4/>): „lieber die kanaanitische Abstammung der Bewohner Nordafrikas" wörtlich entnommen, was unserer Erinnerung entgangen ist. F. Z. i» Floridsdorf. lieber Ihren Wunsch notieren wir die vom Kooperator Franz L i s ch k a in Jedlesee gehaltene Traurede, die insoferne bemerkenswert schien, als er in derselven die Erwachsenen und die Kinder von Jedlesee kurzerhand als unsittlich bezeichnet. Er sagte u. a. wörtlich: „Ich bin hier an der Schule und kann sagen, ich habe noch nirgends so verderbte und unsittliche Kinder gefunden wie in Jedlesee. Manche Mutter schickt ihr Kind rein und unschuldig in die Schule, und wie erhält sie es zurück? Verdorben und unsittlich. Auch die Erwachsenen leben in Jedlesee so unsittlich wie sonst nirgends. Und deshalb hat uns der Herr ein großes Kreuz geschickt; jedes Jahr müssen neue Irrenhäuser gebaut werden. Diese -Worte enthalten ein intereffantes Zeugnis über die bei unseren frommen christlichsozialen Ariern herrschende Sittenzustände. Michael Straster-Stiftung Zu Ehren des Herrn Michael Straßer hat Herr Salo Cohn, Vorstandsmitglied der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, eine wohltätige Stiftung errichtet, deren Zinsen im Betrage von K 244.80 anläßlich des Sabbath-Chauuka, als dem Geburtstage des verewigten Vaters des Herrn Salo Cohn, am Sonntag den 24. Dezember 1905 durch den Vorstand zur Auszahlung gelangen. Anspruch auf diese Stiftung haben mittellose, würdige Bewohner des VIII. Gemeindebezirkes in Wien, welche Israeliten, seit 5 Jahren im VIII. Bezirke ansässig sind und für eine Familie zu sorgen haben. Die Bewerber haben für diese Bedingungen einen glaubwürdigen Nachweis zu erbringen. Auch Personen weiblichen Geschlechtes, welche die obige Qualifikation ausweisen, haben einen Anspruch auf diese Stiftung. Das Ansuchen um Verleihung ist an den Vorstand Wien, VIII., Neudeggergasse 12 (Tempelgebäude) zu richten. Das ordnungsgemäß instruierte Gesuch muß bis längstens 18. November 1905 eingelanfen sein. Wien, 29. Oktober 1905. Tempelbauvercin des VIII. Bezirkes der Stadt Wien. Jakob Modern m. p. Hermann Beck m. p. I. Vizepräses. Präses. Tüchtiges Fräulein wird zu drei Kindern im Alter von 8, 5 und 3 Jahren gesucht. (Klavier eiwünscht.) Offerte unter ,,M. K.“ Wien I., Salzgasse 7. Jos. Schlesinger WIEftl, I. 6, Seitonstettenrass© 5 zz Budapest VI., Königsgasss 1 zz Grösste und älteste Verlagsbuch- 1802 zzz handlung des Kontinents rzr Atelier fiir Geld- und ZllherMerek» empfiehlt sich zur Anfertigung aller Arten Tempelparamente, sowie Paroches (Altarvorhänge), Thoramäntelchen, Chuppes (Trauhimmel), Schulcbandeckeo in elegantester, stilvoller Ausführung zu den massigsten Preisen, Anerkennungsschreiben der hervorragendsten Kultusgemeinden des In- und Auslandes, wie Troppau, Olmütz, Lundenburg, Szegedin, Miskolcz, Temeävar, Debrecin, Moskau und Mainz bezeugen die gediegene und geschmackvolle Ausführung der gelieferten Arbeiten. Muster und Kostenüberschläge gratis und franko. Notiz. Zm Polizeidirektionßgebäude findet am 11. November um 8 Uhr abends die Ziehung der von der k. k. Wiener Polizeibeamten- Sozietät veranstalteten Lotterie zugunsten ihrer Witwen und Waisen statt. Wir lenken die Aufmerksamkeit auf die reich dotierte Lotterie mit vollwertigen Treffern, und sind Lose ä l Krone in allen Lotto- ^ollekturen, Tabattrafiken und Wechselstuben erhältlich. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Boskowitz gelangt die Stelle eines musikalisch gebildeten Kantors welcher selbst ein Instrument spielt, einen Chor selbständig e’ - richten und den israelitischen Religionsunterricht an der hiesigen Volksschule zu erteilen imstande ist, zur Besetzung. Der fixe Jahresgehalt beträgt 2000 Kronen nebst den üblichen Emolumenten. Bewerber um diese Stelle, welche österreichische Staatsbürger sind, wollen ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche unter Anschluss der Zeugnisse mit dem Nachweise der bisherigen Verwendung, des Alters und des Familienstandes bis längstens Ende November 1. J. an die Kultusgemeinde einbringen. Dienstantritt nach Uebereinkommen. Boskowitz, 6. November 1905. Der Kultus vor stand. Herausgeber und verantwortlicher RedakteursDr. Josef Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, offeriert in reichster Auswahl Professor Kümpf’s allgemein beliebte Brautgebetbucher und deutsche ftndachtsbucher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim Gold- und Silber-Borten. Im Verlage von Samuel W. PascfoeBes, Prag Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung erschienen das berühmte Prachtwerk prof. Pr. Julius FM illustr. fünf Bücher jiioscs mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und über 230 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühere Auflage ist gjänzlich a^sverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. S. Bloch« — Druck von L. Beck & Sohn, Wien. VIII.

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