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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1905-11-03 · 44 (3.11.1905) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
22 (1905)
Issue
44 (3.11.1905)
Date
1905-11-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Sette 700 Dr. Mocb's Mocbenscbrtkt. Nr. 44 10.—, von Herrn Jakob Grünwald 25.—, von Herrn Alex. Sternlicht 10.—, von Herrn I. Mayerhofer 4.—, von Herrn Dr. Siegm. Feilbogen 8.—, von Herrn N. Heit 12.—, von Herrn Edmund Weinberger 50.—, von Herrn I. Fleischer 15.—, von Herrn N. Breitmann 15.—, von Herrn Moriz Beck 18.—, von Herrn Löwy 4.—, von Herrn Jacques Barbach 15.—, von Herrn N. Reichmann 4.—, von Herrn 1. Fröhlich 4.—, von Herrn Johann Kosang 30.—. Wien. Die Einschreibungen für den Unterricht der Bibelschule der israelitischen Kultusgemeinde, II., Rembrandtstraße 34, finden Mittwoch den 1. November d. I. von 2—4 Uhr nachmittags und Sonntag den 5. November v o n 10—12 Uhr vormitta gs im Schullokale, II., Rembrandtstraße 34, statt. Wien. Der Verein zur Ausspeisung armer israelitischer Schulkinder des XII. bis XV. Bezirkes ladet zur dritten Generalversammlung für Montag, 6. November d. I., im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde, XV., Turnergasse 22, präzise 5 Uhr nachmittag, ein. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht; 2. Kassebericht; 3. Anträge und Interpellationen; 4. Wahl des Vorstandes. Wien. Sonntag den 5. November 1905, um halb 5 Uhr abends, findet im Tempel der israelitischen Kultusgemeinde XVI., Hubergafie 8, für den verewigten Kultusvorsteher Herrn Salomon R o s n e r eine Gedächtnisfeier statt. Verein zur Abwehr des Antisemitismus in Wien. Gleichwie in früheren Jahren veranstaltet der Verein zur Abwehr des Antisemitismus auch in der kommenden Saison einen Zyklus von Vorträgen und wird Herr Baron Josef von Doblhoff den Reigen am Montag den 6. November d. I. abends 7 Uhr im Wissenschaftlichen Klub, I., Eschenbachgaffe Nr. 9, mit „Erinnerungen und Betrachtungen aus Heinr. Heine's Jugendzeit 1805—1839" eröffnen. Wien. Der Verein zionistischer Frauen und Mädchen in Fünfhaus ladet hiemit zu seinem ersten diesjährigen Jour ein, der am 22. November d. I. im neuen Saale des Cafe Westend, VII., Mariahilfer straße 128, stattfindet. Referent: Se. Ehrwürden Herr Lektor M. Friedmann. Thema: Die Bedeutung der Frauen für die Erhaltung des Judentums. Beginn 4 Uhr nachmittags. Die „Toynbeehalle" bezieht demnächst ihr neues Heim in dem Neubau in der Othmargasse 50 (XX. Bez.). Dasselbe wird nicht nur größere Räume bieten, sondern auch viel zweckmäßigere Einteilung derselben und vor allem praktischere Nebenlokalttäten, als die bisherige Halle. Die diesjährige Vortragssaison beginnt mit einer Serie von Wanbervorträgen, die im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde in Fünshaus (Turnergasse 22) abgehalten werden sollen. Den ersten Vortrag hält Profeffor Dr. Ehrmann über „Kunst und Volksgei st", Samstag den 4. November halb 8 Uhr abends. Mtttwoch den 8. November spricht Dr. Samuely über „Japan, Land und Leute", Samstag den 11. November Doktor Jos. Jerusalem über „Macht und Recht". Freier Eintritt von 7 Uhr abends an. Der Vortragszyklus wird jeden Mittwoch und Samstag fortgesetzt werden. Die Eröffnung der neuen Halle im 20. Bezirke wird wegen der noch nötigen Herrichtungen wohl erst Ende des Monates November stattfinden. Wien. Herr Jakob Samek spendete am Sabbath Bereschtt dem Bethause „Marpe Lanefesch" ein kostbares Perauches und ebensolche Schulchandecke, wie auch ein Thoramanterl. Abends fand in der Wohnung des Spenders eine gemütliche „Lawe de Malke" statt. Brigittenau er Israelitischer Tempel-Verein. Bei der am 26. Oktober a. c stattgehabten Sitzung machte uns Herr Heinrich Weiner, der sich durch seine langjährige Tätigkeit und Opferwilligkeit als Vorstandsmitglied und Kassier schon so manche rühmliche Verdienste um das Bestehen unseres Vereines erworben hat, die freudige Mitteilung, daß er einen Spender und Wohltäter, der ungenannt bleiben will, gefunden hat, welcher für die sich auf zirka 500—700 Kronen belaufenden Kosten zur unumgänglich notwendigen Renovierung unseres Wintertempels aufzukommen wünscht. Selbstverständlich wurde dieses Anerbieten vom Gesamtvorstande mit Freuden und besonderer Anerkennung begrüßt, umsomehr da hiedurch der sehr prekären Finanzlage unseres Vereines eine fast unerschwingliche Auslage dom Halse fiel. Es wurde daher vom Vorstande der stimmeneinhellige Beschluß gefaßt, diese edle Spende als Widmung eines ungenannten Wohltäters in unserem Vereinsprotokolle zu verewigen und demselben sowohl, wie auch dem Herrn Heinrich Weiner auf diesem Wege unseren besten und innigsten Dank zum Ausdrucke zu bringen. Der Obmann Hermann Eltbogen. Wien. Der Vorstand des Bethaus-Vereines „Am Volkert" II. Bezirk, Fugbachgasse 7, hat in seiner am 25. Oktober stattgehabten, durch Heranziehung von Vertrauensmännern verstärkten Sitzung Se. Ehrwürden Herrn Rabbiner I. L. A b e l e s, Vater des Rabbiners Dr. A b e l e s, Schwiegervaters des Josefstädter Rabbiners Dr. Bauer, mit stimmeneinhelligen Beschlüsse zum Rabbiner gewählt. Die feierliche Amtseinführung des neuen Rabbiners findet Samstag den 11. November bei dem Mussafgottesdienste statt. Wien. (Todesfall.) Sonntag den 29. Oktober starb Herr Moritz W e l d l e r, Privatier und Hausbesitzer, gewesener Miederfabrikant, nach längerer Krankheit im Alter von 59 Jahren. Derselbe erfreute sich ob seines einfachen schlichten Wesens, sowie seines lauteren biederen Charakters allgemeiner Sympathie. Zeugnis hievon gab die aus allen Gesellschaftskreisen bewiesene zahlreiche Teilnahme bei der am 31. Oktober stattgefundenen Beisetzung. Ehre seinem Andenken. Generalversammlung des Vereines „Bikur chaulim". Es war eine illustre Versammlung, die den großen Sitzungssaal der Wiener isr. Kultusgemeinde bis auf das letzte Plätzchen am vergangenen Sonntag füllte. Rabbiner Dr. Feuchtwang hielt einen Vortrag über das Wirken und die Resultate des „Vikur chaulim"-Vereines. Auf Antrag der Präsidentin Frau Rosa Stransky wurde der Herr Redner, der um den Verein sich besonders verdient gemacht hat, zum Ehrenmitgliede ernannt. Mit ebensolcher Begeisterung wurde dem verdienstvollen Präses der Wiener Chewra-Kadischa Herrn Vorsteher Salo K o h n dieselbe Ehre einstimmig votiert. Die Gründung eines Heims für aus dem Spital entlassene schwache Kranke wurde bei dieser Versammlung beschlossen. Besondere Ehre wurde der Komiteedame Frau Julie Schwarz zuteil u. zw. anläßlich des 70. Geburtstages, dem sie entgegengeht. Das Wirken dieser Dame für die vielen Armen und Kranken fand ungeteilte Anerkennung. Unter den Anwesenden sahen wir auch den Verwalter des Rothschildspitales Herrn Dr. K o r a n y und Frau, den Assistenten Herrn Dr. A b e l e s und eine stattliche Reihe ausgezeichneter Herren und Damen unserer Gemeinde. Göding. (Trauung.) Dienstag den 7. November l. I., um halb 1 Uhr nachmittags findet in Göding, Restauration Wasservogel, die Trauung des Fräulein Anna Friedmann, Tochter des Herrn Rabbiners Dr. A. Friedmann in Straßnitz, mit Herrn Oberrabbiner Ch. S. S ch o r aus Bukarest statt. Ronsperg. Samstag den 28. v. M. nahm unser langjähriger Rabbiner Herr Jakob F o l k m a n n, der einem Rufe als Rabbiner nach Weseritz Folge leistet, im Tempel von seiner Gemeinde rührenden Abschied. Nur ungern verlieren wir Herrn Rabbiner Folkmann, der stets das Muster eines pflichttreuen Seelsorgers war und bei allen Konfessionen sich der größten Beliebtheit erfreute. Israelitische Kinderheilstätte Königsdorff- Jastrzemb. Die in dem altbewährten Soolbade Königsdorff-Jastrzemb im Jahre 1890 gegründete israelitische Kinderheilstätte blickt auf eine I5jährige überaus ersprießliche Wirksamkeit zurück. Die beiden festen Säulen, auf die das Werk in hoffnungsfreudiger Zuversicht errichtet wurde, — göttliche Hilfe und werktätige Nächstenliebe — haben das gemeinnützige U iternehmen in den wechselvollen Zeiten sicher getragen und es an Kraft und Segensfülle zunehmen lassen. In der verflossenen Kurzeit 1905 mußte der Betrieb der Anstalt etwas eingeschräntt werden. Infolge der in Oberschlesien herrschenden G e n i ck st a r r e, die jetzt bereits erloschen ist, wurde von der königlichen Regierung zu Oppeln die Anordnung getroffen, daß nur solche Kinder ausgenommen werden durften, die durch ein polizeiliches Attest Nachweisen konnten, daß in den letzten vier Monaten in ihrem Wohnhause und in den nächsten Nachbarhäusern Erkrankungen an Genickstarre nicht vorgekommen sind. Der strengen Durchführung dieser Verfügung ist es mit zu verdanken, daß in der Anstalt keinerlei verdächtige Erkrankung sich gezeigt hat und daß alle Pfleglinge gestärkt und wohlbehalten die Kinderheilstätte verlassen konnten. Immerhin ist durch diese Einschränkung die Zahl der Pfleg-

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