Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1905)
- Issue
- 43 (27.10.1905)
- Date
- 1905-10-27
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 688 Dr. Llocv's Mocdenscbrttt. Nr. 43 bereits im Brautstande befindet, find bis 15. November 1805 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Später einlangende Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, im Oktober 1905. Die Kuratoren der Fanni Jeiteles-Stiftungen. Jüdische Kemohnrr Wiens! Von Jahr zu Jahr sehen wir, wie in Wien die Kenntnis des Hebräischen und damit das jüdische Bewußtsein schwindet. Diese beiden Tatsachen stehen zweifellos in engem Zusammenhänge; denn die Bibel, das Fundament des Judentums, unsere Gebete sind hebräisch abgefaßt und werden es bleiben. Die hebräische Sprache ist ja das einzige Band, das uns mit unserer geschichtlichen Vergangenheit und unseren Glaubensgenossen in aller Welt verbuiden kann. Daß die Schulen diesem Bedürfnis nicht genügen können, ist eine Tatsache und ist nach dem gegenwärtigen System und dem Ausmaße von 2 Stunden wöchentlich gar nicht anders zu erwarten. Es kann nur auf privatem Wege geschehen; und wir machen daher alle jüdischen Eltern darauf aufmerksam, daß sich ein Komitee gebildet hat, welches sich die Gründung von hebräische» Kursen für Kinder und Erwachsene beiderlei Geschlechts zur Aufgabe gemacht hat. Dieselben werden von bewährten Pädagogen nach moderner Methode geleitet werden. Der Beginn der Kurse, Ort und Monatsbeitrag wird ehestens durch Plakate mitgeteilt werden. Das Komitee für hebe. Kurse in Wien. Sy nago genv erein „Beth Israel" nach polnisch-jüdischem Ritus, Wien, II., Leopoldsgasse Nr. 29. Kundmachung. Aus dem Kaiser Franz Josef I. Rcgierungs Jubiläums-Heirats- Ausstattungs-Fond gelangt pro 1905 ein Betrag von K 400 an ein armes, braves, jüdisches Mädchen, das sich im Brautstande befindet, zur Verleihung. Die bis längstens 10. November d. I. an das Vereins-Sekretariat, Wien, II., Leopoldsgasse 29, einzureichenden Gesuche müssen folgende Beilagen enthalten: I. Geburts-, Armuts- und Sittenzeugniffe; 2. Nachweis des Brautstandes und Namen und Beruf des Bräutigams; 3. Nachweis, ob die Braut Eltern hat oder verwaist ist; 4. Nachweis, ob der Vater der Braut Mitglied des Vereines Beth Israel ist oder war. Die Trauung des Brautpaares, dem diese Stiftung zuerkannt wird, wird im Dezember l. I. in der Vereins- Synagoge unentgeltlich vollzogen. Wie«, im Oktober 1905. Der Vorstand. Kosclieie "a.ng'SLxisclaie ZESIost B. Grosz, II., Kleine Pfarrgasse 9, II. Stock, Tür 10. Jos. Schlesinger _ WIEN, I. 8 , Seitenstettengasse 5 _ Budapest Vi., Königsgasse I z= Grösste und älteste Verlagsbuch- 1802 zhandlung des Kontinents Atelier für Gold- und Silberstidsereien empfiehlt sich zur Anfertigung aller Arten Tempel' Paramente, sowie Paroches (Altarvorhänge), Thoramäntelchen, Ghuppes (Trauhimmel), Schulchandecken in elegantester, stilvoller Ausführung zu den massigsten Preisen. Anerkennungsschreiben der hervorragendsten Kultusgemeinden des In- und Auslandes, wie Troppau, Olmütz, Lundenburg, Szegedin, Miskolcz, Temesvar, Debrecin, Moskau und Mainz bezeugen die gediegene und geschmackvolle Ausführung der gelieferten Arbeiten. Muster und Kostenftberschläge gratis und franko. Geprüiter Lehrer sucht Volks- und Bürgerschülern Privatunterricht zu erteilen, auch zur Barmiz-wah vorzubereiten. Gefl. Anträge unter „K.“ an die Administration dieses Blattes. Konkurs. In der israelitischen Kultusgemeinde Freiwaldau ist die Stelle des Rabbinates in Erledigung gelangt. Mit dieser Stelle ist die Verpflichtung verbunden, gleichzeitig die Punktionen eines Vorbeters, Schächters und Religionslehrers zu übernehmen. Bewerber müssen die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und zumindest die im § 1 der Verordnung des Ministers für Kultus und Unterricht vom 2. Dezember 1892, schles. L.-G.-B. Nr. 1893/0, für das Rabbinat vorgeschriebenen gesetzlichen Erfordernisse (absolviertes Obergymnasium) nachzuweisen in der Lage sein. Gehalt 1600 Kronen nebst Emolumenten von mindestens 609 Kronen. Mit Studienzeugnissen, Geburtsschein und Angabe des Familienstandes belegte Gesuche sind bis 15. November 1. J. an die Unterzeichnete Kultusgemeinde zu richten. Israel. Kultusgemeinde Freiwaldau (Kurort Freiwaldau-Gräfenberg) am 24. Oktober 1905. Der Kultus vor Steher: Sigmund Braun. Hial o anJsruu: s. Infolge Berufung unseres Herrn Rabbiners Dr. Brody nach Prag gelangt in unserer Gemeinde die Stelle eines “Rabbiners Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, offeriert in reichster Auswahl Professor im Monate März zur Neubesetzung. Mit dieser Stelle ist ein jährlicher Gehalt von K 2000, nebst K 120 Beheizungsbeitrag samt freier Wohnung, Erträgnis der Stiftungen und Matrikenführung nebst den üblichen Emolumenten verbunden. Bewerber um diese Stelle müssen österr. Staatsangehörige, nicht über 35 Jahre alt sein, den Doktorgrad der Philosophie besitzen und den Nachweis über die Absolvierung der einschlägigen Fachstudien, eventuell über bisherige Verwendung, sowie kurzes curriculum vitae einbringen. Die Kenntnis der böhmischen Sprache ist erwünscht und wird der Religionsunterricht an der städtischen böhmischen Realschule mit K 400 honoriert. Nachod, den 11. Oktober 1905. Jakob Pick, Kultusvorsteher. Suche für meinen Freund (aus Budapest, 42 J.) alleinstehenden Herrn von hoher Intelligenz, gebildet, gut situiert, Einkommen 12—14.000 Kronen jährlich (nachweisbar), passende Partie mit älterem Fräulein oder kinderlosen Witwe, 30—32 Jahre aus religiösem Hause. Entsprechende Mitgift erforderlich, Anonymes unberücksichtigt. Diskretion Ehrensache. Vermittler honorirt. Gefl. Zuschriften unter nReliglös42a, Budapest, Hauptpost restante. KSmpf’s allgemein beliebte Brautgcbctblchcr und deutsche AudachtsbScher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim Gold- und Silber-Borten. Im Verlage von Samuel W. Pascheies, Prag Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung erschienen das berühmte Prachtwerk prof. Ar. Jutius furst’s illustr. fünf Bieber Mer mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und über 230 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in liochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühere Auflage ist gänzlich ausverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch.. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien. VIH."