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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1905-09-01 · 35 (1.9.1905) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
22 (1905)
Issue
35 (1.9.1905)
Date
1905-09-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 560 Dr. Dlocv's Mscvenscbcm. »r 35 Praterbesucher. Solche Dinge darf man nicht totschweigen Es ist in der Tat eine edle Handlungsweise des Restaurateurs Beier, wenn er als Nichtjude einem Juden Vorwürfe darüber macht, daß Letzterer einen armen russischen Glaubensgenossen bloß deshalb, weil dieser in bescheidener Form um eine milde Gabe bittet, barsch abweist. Wenn dieser Jude, wie man sagt, einer großen Körperschaft angebört, dann ist die Sc che noch schlimmer. B. S. Wunderbarer als das Geschick von Frl. P a st o r, welche als Zigarrenarbeiterin sich zu einer erfolgreichen Schrif,stellerin ausbildete und dann eures der angesehensten Mitglieder der New-Aorker Plutokratie heiratete, sind die Lebcnsschicksale einer anderen jüdischen Dame aus Polen. Sophie Rosenberg hatte in Warschau das Gymnasium mit den höchsten Ehren absolviert. Die Zarin überreichte ihr eine Silbermedaille, was damals großes Aufsehen machte, weil die Empfängerin eine Jüdin war. Von der Unterrichtsbchörde wurde sie als Dozentin für Sprachen, deren sie sieben beherrschte, angestellt. Sie heiratete alsdann einen Herrn Mayer, den ersten Sekretär des österreichischen Konsuls, worauf das junge Paar nach den Vereinigten Staaten auswanderte. In Cleveland, wo die junge Frau Verwandte hatte, übernahm Herr Mayer eine Stelle als Zeichner in einem Architektenbureau an, entschloß sich aber 18u5 zum juristischen Studium und wurde 1892 Rechtsanwalt. Als Herr Mayer zu erblinden drohte, entschloß sich Frau Mayer selbst Jura zu studieren, denn sie hatte für ihren Mann und für — sechs Kinder zu sorgen. Im Juni bestand sie glänzend das Staatsexamen und nun ist sie als Anwalt zugelassen worden. I. K. In Holland gab es schon vor fünfzig Jahren einen jüdischen Justizminister, Godefroi. K. H. Die beiden neugewählten Rabbinen der jüdischen Gemeinde in Budapest Dr. Julius Fischer und Dr. Simon Händler beziehen einen Gehalt von je 11.000 X. Kundmachung. Es wird hiemit zur Kenntnis gebracht, daß im Großen Musikvereinssaale, I., Kärntnerring, Dumbagasse 3, anläßlich der hohen Festtage, wie in den Vorjahren, ein Gottesdienst stattfinden wird. Parteien, welche auf die im Vorjahre gehabten Plätze reflektieren, können die betreffenden Betsitzkarten bereits vom 11. September bis 20. September a. c. an der Kassa der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstcttengasse 4, I. Stock, täglich von 9 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags beheben. Ab 21. September gelangen die nicht behobenen Karten zur allgemeinen Ausgabe. Wien, im August 1005. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde. Kundmachung. Es wird hremit zur Kenntnis gebracht daß im ..Hotel Post", I. Bezirk, Fleischmarkt Nr. 1«, Eingang Drachengasse, anläßlich der hohen Festtage, ein Gottesdienst, stattfinden wird. Die Karten hiefür werden vom 14. September angefangen, an der Kasse der israelitischen Kullusgemeinde, I., Seitenstettengaffe 4, I. Stock, täglich von 9 Uhr bis 2 Uhr.nachmittags ausgegelen. Wien, im September 1905. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde. Fräulein aus besserem Hause (auch Anfängerin) wird zu 3 Kindern, 8, 5 und 3 Jahren, sofort aufgenommen. Offerte unter „M. K.“ Wien, L, Salzgasse 7. Heiratsantrag. Suche für meinen Schwager, Witwer, 45 Jahre alt, mit mehreren gut erzogenen Kindern, intelligenter vermögender Kaufmann, religiös, Besitzer von mehreren Häusern und zwei sehr gut gehenden Geschäften, in einer österreichischen Landeshauptstadt wohnhaft, behufs Verehlichung ein intelligentes, häusliches, in den Dreissiger-Jahren stehendes Mädchen oder kinderlose Frau aus feiner Familie, welche Herzensgüte und Sympathie für Kinder besitzt. Baarmitgift erwünscht. Nur wirklich ernst gemeinte Anträge sind nebst Photographie unter Chiffre „Aufrichtig 5232“ an Rudolf Mosse, Wien, I., Seilerstätte 2 zu richten. Wirtschafterin gesuchi resp. Stütze der Hausfrau zu 5 Personen. Reflektantin muss sich mit guten Zeugnissen ausweisen können, wie gesetzteren Alters (etwa 35-40 Jahre), gesund, versiert in Haus und Küche sein, ferner Aufsicht über ein Mädchen von 9 Jahren führen können, Angabe über eventuelle Kenntnisse und Gehaltsansprüche sind ehestens zu richten an Frau Amalie Täuber in Mistek. Alfred Knnstadt Grabstein - Etablissement Wien, II-, Rothen Sterngasse 27. Ecke Circusgasse. - Filiallager: II., Fruchtg., Kleina Mohreng.9. Provinzaufträge werden prompt und exakt ausgeföhrt. Jos. Schlesinger — WIEN, I. B., Seitenstettengasse 5 — Budapest VI., Königsgasse I — Grösste und älteste Verlagsbuch- 1802 — handlung des Kontinents Atelier für Gold' und SilberstkKereie» empfiehlt sich zur Anfertigung aller Arten Tempelparamente, sowie Paroches (Altarvorhänge), Tlioramäntelchen, ßhuppes (Trauhimmel), Schulchandecken in elegantester, stilvoller Ausführung zu den massigsten Preisen, Anerkennungsschreiben der hervorragendsten Kultusgemeinden des In- und Auslandes, wie Troppau, Olmütz, Lundenburg, Szegedin, Miskolcz, Temesvar, Debr ecin, Moskau und Mainz bezeugen die gediegene und geschmackvolle Ausführung der gelieferten Arbeiten. Muster und Kostenüberschläge gratis und franko. xxvxixm. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Essek-Oberstadt wird für die hohen Feiertage und das Sukkothfest ein erstklassiger Kantor gesucht, der den Gottesdienst mit Chor und Orgel zu besorgen befähigt ist. Bewerber, welche über vorzügliche Stimme und musikalische Bildung verfügen und allen Anforderungen des Amtes entsprechen, haben Aussicht, bei der demnächst vorzunehmenden Wahl des Oberkantors ernstlich in Betracht zu kommen. Das Honorar für die kantoralen Leistungen an den Festtagen des Monates Tischri wird laut Uebereinkommen mit dem Kultusvorstande festgesetzt. Bewerber wollen sich "bis zum 10. September 1905 unter Beischluss ihrer Zeugnisse an das Präsidium der Kultusgemeinde wenden. Die Reisespesen werden nur dem Berufenen vergütet. Essek-Oberstadt am 21. August 1905. den soeben erschienenen 53. Jahrgang des allgemein beliebten Pascheles’ illustrierten Israel. Volkskalender mit dem Bilde des verewig. Oberrabbiners V. Budapest Dr.M.Kayserilng und mit vielen anderen Illustrationen. — Preis 20 kr. Zusendung 7 kr. meftr. Durch jede Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages (auch in Briefmarken) direkt zu beziehen von SAMUEL W. PASCHELES, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4. Im Verlage von Samuel M, Pascheles, Prag Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung erschienen das berühmte Prachtwerk prof. pr. Julius flufr illustr. fünf Bücher jYioses mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und über 230 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühere Auflage ist gänzlich ausverkauf I. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. N- Schwarz m. p. Der Vorsteher: Sekretär. Dr. Spitzer m. p. (Nachdruck wird nicht honoriert!) Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch.. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIII. 9999999

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