Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1905)
- Issue
- 34 (25.8.1905)
- Date
- 1905-08-25
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 544 Dr. Llocv's Wocbenscvrlrr. Nr. 34 Kundmachung. Die israelitische Kultusgemeinde-Nepräsentanz in Prag hat in der Sitzung vom 23. April 1905 nachstehende Beschlüsse gefaßt: 1. Beginnend mit dem 25 Oktober 1905 wird an der Talmud- Thoraschule in Prag ein Kursus für Fortbildung im Religionsunterrichte behufs Heranbildung israelitischer Religionslehrer eröffnet. Der Unterricht ist unentgeltlich. 2. Der Unterricht wird in allen Gegenständen, welche laut des von der Kultusgemeinde-Repräsentanz den hochlöblichen k. k. Landesschulrate überreichten Antrages Gegenstand der Religionslehrerprüfung sein sollen, durch einen eigens berufenen Fachmann erteilt. 3. Die Zöglinge haben außerdem die deutsche oder böhmische Lehrerbildungsanstalt zu besuchen. 4. An mittellose Zöglinge, welche österreichische Staaatsbürger sind, werden aus Mitteln der Prager Kultusgemeinde durch Beschluß der Kultusgemeinde-Repräsentanz bis auf Widerruf fünf Stipendien von je 480 Kronen jährlich, von denen eines den Namen Raschi- Stipendium führt, verabfolgt. Der Genuß der Stipendien ist durch streng moralischen und religiösen Lebenswandel, entsprechende Fortschritte in den sowohl an der Lehrerbildungsanstalt als auch an dem Religionskurse gelehrten Gegenständen und fleißigen Besuch der betreffenden Vorlesungen bedingt und kann bei Entfallen eines dieser Erfordernisse durch Beschluß der Kultusgemeinde-Repräsentanz, wogegen ein Rechtsmittel nicht zulässig ist, eingestellt werden. 5. Die Kultusgemeinde-Repräsentanz ist bereit, von auswärtigen Kultusgemeinden, sonstigen Korporationen und Privaten zu gleichen Zwecken beglündete Stipendien nach Vereinbarung mit den Stiftern in ihre Verwattung zu übernehmen. Zöglinge, welche an dem Religionskursns teilnehmen wollen, haben ihre mit dem letzten Schulzeugnisse belegten schriftlichen Anmeldungen, jene, welche um ein Stipendium ansuchen, ihre überdies mit einem legalen Armutszeugniffe und dem Nachweise der österreichischen Staatsbürgerschaft belegten Gesuche bis zum 6. Oktober 1905 Hieramts einzureichen. Prag den 21. August 1905. Israelitische Kultusgemeinde-Repräsentanz. Konkurs, Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Essek-Oberstadt wird für die hohen Feiertage und das Sukkothfest ein erstklassiger Kantor gesucht, der den Gottesdienst mit Chor und Orgel zu besorgen befähigt ist. Bewerber, welche über vorzügliche Stimme und musikalische Bildung verfügen und allen Anforderungen des Amtes entsprechen, haben Aussicht, bei der demnächst vorzunehmenden Wahl des Oberkantors ernstlich in Betracht zu kommen. Das Honorar für die kantoraleu Leistungen an den Festtagen des Monates Tischri wird laut Uebereinkommen mit dem Kiütusvjrstande festgesetzt. Bewerber wollen sich bis zum 10. September 1905 unter Beischluss ihrer Zeugnisse an das Präsidium der Kultusgemeinde wenden. Die Beisespesen werden nur dem Berufenen vergütet. Essek-Oberstadt am 21. August 1905. N- SchwafZ rn. p. Der Vorsteher: Sekretär. Dr. Spitzer m. p. (Nachdruck wird nicht honoriert!) Die israelitische Kultusgemeinde Mödling sucht für die hohen Feiertage einen musikalisch gebildeten Kantor für Mussofim. Ofierte mit Angabe der Ansprüche sind zu adressieren An die israelitische Kultusgemeinde Mödling. Alfred Xnnstadt Grabstein - Etablissement Wien, II., Rothen Sterngasse 27. Eck« Gircusgasse. - Filiailager: II., Fruchtg., Klein« Mohreng. 9. Provinzaufträge werden prompt and exakt ausgefflhrt. Konkurs. Für den an den hohen Feiertagen (Roschhaschonu und Jomkipur) im Grossen Musikvereinssaale stattfindenden Gottesdienst wird ein Schacharis-Vorbeter aufgenommen, der befähigt sein muss, mit einem Männer-Chor die Funktion zu versehen und das Vorlesen aus der Thora vorzunehmen. Gesuche um Zulassung zum Probevortrage sind bis längstens 4. September d. J. an den Bethausvorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien einzubringen. Auswärtige Bewerber werden nicht berücksichtigt. Ein sucht für die bevorstehenden hohen Feiertage Stellung, auch auswärts. Gefällige Anträge unter ,.A. P.“IPostamt II/3, Stefaniestrasse gegen Schein. Geprüfter deutscher VolKsschullehrer wird unter sehr giinnstigen Bedingungen für Bucarest (Rumänien) zum sofortigen Eintritte gesucht, Offerte nebst gleichzeitiger Vorstellung beim Herrn Oberlehrer Uilmann, II., Grosse Pfarrga-^se 2l zwischen 12—2 Uhr. Jos. Schlesinger . WIEM, I. 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