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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1905-08-04 · 31 (4.8.1905) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
22 (1905)
Issue
31 (4.8.1905)
Date
1905-08-04
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 496 Dr. Llocv's Mocbenscbrltt. Nr. 31 zeigen ihn als Schachmeister ersten Ranges, voll Scharfsinn und Genialität, Eleganz und Kombinationskrast. Er ist unter den Hebraffchen Schriftstellern auch der erste Schachtheoretiker gewesen. In späterer Zeit ist aus dem rabbinischen Stande ein hervorragender Schachspieler in der Person des Rabbi Aron Alexandre — geboren um 1766 zu Hohenfeld in Bayern — hervorgegangen. Er schrieb zwei Werke über das Schachspiel in ftanzösischer Sprache und zwar: „Encyclopedie des dchecs“ und „Collection des plus beaux problemes d’echecs“, welch letztes Buch auch ins Deutsche übersetzt wurde. K. F. Die Meldung antisemitischer Blätter, daß General Valabregue, der ein Vetter von Dreyfus ist, aus seiner Stellung als Direktor im französischen Kriegsministerium wieder zur aktiven Armee versetzt werden solle, war natürlich eine Erfindung. B. S. Herr Pater S ch e i ch e r zeigt wiederum einmal in der jüngsten Nummer seines „Korrespondenzblatt für den katholischen Klerus", daß dem katholischen Priester die Lüae keine Sünde ist, wenn es gilt, gegen Andersgläubige zu hetzen. In einem Artikel „Die Todesfahrt" erörtert Scheicher den Ueberfall, dessen Opfer er war, und sagt zum Schlüsse: „Es war ein systematisch vorbereiteter Ueberfall. Die gehetzte Person war ich, das eigentliche Objekt des Hasses aber der Christ, der Priester in mir. Ich als Person bin den sozialen Parteien nie schmähend, nie illoyal entgegengetreten. Ein Grund, gerade meine Person anzugreifen, war also absolut nicht vorhanden. Die Juden Haffen mich, das weiß ich. Möge der Judenhaß nicht frei und der Christ vogelfrei fein." Wie verkniffen, wie verlogen, wie perfid! Was haben die Juden mit dem Ueberfall auf Scheicher zu schaffen? Daß Scheicher die Juden haßt, weiß man, aber wir Juden Haffen ihn nicht und sehen ihn lieber als katholischen Priester, denn als jüdischen Seelsorger. Wäre er Rabbiner, wir hätten uns seiner wahrlich geschämt, und man hätte ihm jedenfalls das Hetzen gegen Andersgläubige untersagt. L. irr A. Es ist wahr, daß nach altjüdischer Tradition in den drei Trauerwochen eine jüdische Gemeinde keine offizielle Festlichkeit veranstaltet. Die Entscheidung des Rabbiners Dr. K. war somit vollständig begründet. S. R. Zur Veröffentlichung ungeeignet. Notiz. I« der Heilanstalt für Sprachkranke — Dr. Hugo Stern, Wien, IX., Garnisongaffe 4 — werden Stottern, Fehler in der Aussprache, sowie andere Sprach- und Stimmstörungen behandelt. Eigene Pension für auswärtige Patienten. Kundmachung. Es wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß ausschließlich die uachbenannten Verkaufsstellen für Koscherfleisch unter der besonderen Aufficht des Rabbinates der Kultusgemeinde stehen: Im I. Bezirk, Ignaz Weinstein, Seitenstettengasse Nr. 3; „ II. „ I. Axelrad, Krummbaumgasse Nr. 3; „ „ ., AvMnder Fuchs, Untere Augartenstraße 7; n n f, Ignaz Gerstl, Malzgaffe 7; „ „ „ Nathan Lustig, Leopoldsgasse 49; „ „ » I. Neiß, Leopoldsgasse Nr. 31; „ HI. „ Wilhelm Schäfer, Adamsgaffe 20; „ V. „ Johann Fleischhacker, Schönbrunnerstraße Nr. 15 * IX. „ Max Hacker, Porzellangaffe 16. „ XIV. „ Ernst Fuchs, Sechshauserstraße Nr. 35; m XVI. „ Franz Nieder, Hofferplatz 10; „ XU „ Josef Fischer, Osterleitengasse 2; Nur für die hier genannten Verkaufsstellen übernimmt das Rabbinat die Verantwortlichkeit in Betreff des Kaschrus. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Zweiter Kantor musikalisch gebildet, beider Landessprachen mächtig, welcher auch die Funktion eines Koreh und Schocket zu versehen hätte, wird seitens der Unterzeichneten Kultusgemeinde zum 15. September 1905 aufgenommen. Solche, welche die Befähigung zum Religionsunterrichte besitzen, erhalten den Vorzug. Gehalt nach Uebereinkommen. Die Stelle ist mit freier Wohnung und Erträgnis der Schechita (500 bis 600 Kronen) und üblichen Nebeneinkünften verbunden. Gesuche mit Angabe des curriculum vitae und Gehaltsansprüchen nebst Zeugnisabschriften sind bis zum 20. AllQUSt einzureichen. Nur der engagierte Petent hat Anspruch auf Vergütung der Reisespesen. 1919 Der Vorstand der Israel Itiscben Kallas je melnds In Kölln. Konkurs. In unserer Gemeinde ist die Stelle eines Kaniors der zugleich -PZvl pTüf öm», sowie auch Schriftführer sein muss, vakant und sofort zu besetzen. Mit dieser Stelle ist nebst der freien Wohnung und den üblichen Emolumenten ein fixer Gehalt von 1500 Kronen verbunden. Bewerber, welche österreichische Staatsbürger sind und das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre dokumentierten Gesuche mit Angabe des Alters, Standes, der Familie und bisherigen Verwendung möglichst bald an den gefertigten Vorstand einbringen. ... Diejenigen Bewerber, welche die Fähigkeit besitzen, beim hebräischen Religionsunterrichte mitzuwirken und musikalisch gebildet sind, erhalten den Vorzug. A u s p i t z im August 1905. Heinrich Berisch Kultusvorsteher in Auspitz, Mähren. Jos. Schlesinger WIEN, I. B., Seitenstettengasse 5 — Budapest VI., Königsgasse I — Grösste und älteste Verlagsbuch- 1802 — handlung des Kontinents Atelier für Geld- und WerMereleu empfiehlt sich zur Anfertigung aller Arten Tempel" Paramente, sowie Paroches (Altarvorhänge), Tüoramäntelchen, ßhuppes (Trauhimmel), Schulßhandecken in elegantester, stilvoller Ausführung zu den massigsten Preisen, Anerkennungsschreiben der hervorragendsten Kultusgemeinden des In- und Auslandes, wie Troppau, Olmütz, Lundenburg, Szegedin, Miskolcz, Temesvar, Debrecin, Moskau und Mainz bezeugen die gediegene und geschmackvolle Ausführung der gelieferten Arbeiten. Muster und Kostenüberschläge gratis und franko. Alfred Knnstadt Grabstein - Etablissement Wien, II., Rothen Sterngasse 27. Ecke Circusgasse. - Filiallager: II., Fruchtg., Kleine Moftreng.9. Provinzaufträge werden prompt und exakt ausgefDhrt. den soeben erschienenen 53. Jahrgang des allgemein beliebten Pascheles’ illustrierten Israel. Volkskalender mit dem Bilde des verewig. Oberrabbiners v. Budapest Dr.M*KayseF~ llng und mit vielen anderen Illustrationen. — Preis 20 kr. Zusendung 7 kr. mehr. Durch jede Buchhandlung oder gegen Ein* Sendung des Betrages (auch in Briefmarken) direkt zu beziehen von SAMUEL W. PASCHELES, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4. Im Verlage von Samuel W. Pascheles, Prag Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung erschienen das berühmte Prachtwerk Prof. Pr. Julius Fürst’$ illustr. fünf Bücher Mer mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und über 230 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühere Auflage ist gänzlich ausver kauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. Hermr-eb« uub verantwortlicher Redakteur: Mr. Josef G. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VM,

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