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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1905-06-15 · 24 (15.6.1905) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
22 (1905)
Issue
24 (15.6.1905)
Date
1905-06-15
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 384 Dr. Mocv's twiocbenscbrlfk Nr. U A. F. Das vom „Jll. Wiener Extrablatt" am Montag gebrachte Bild: .Der erste Brief aus der Heimat" ist die Darstellung einer Bronzefigur, die auf der Ausstellung in Petersburg preisgekrönt wurde. Sie stellt einen ruffischen Soldaten dar, der im Felde verwundet worden ist und nun in weiter Ferne im Lazarett den ersten Brief aus der Heimat bekommt. Die treue Pflegerin liest ihm das Schreiben vor. Die Gruppe, die Schöpfung einer jüdischen Künstlerin, was das „Extrablatt" nicht meldete, hatte sensationellen Erfolg und wurde sofort von einem ruffischen Fürsten um einen hohen Betrag angekaust. B. 100. Der dieser Tage in einem hiesigen Pensionat verhaftete sWchtige Pastor S. aus Celle war, wie die Zettungen melden, mtt einer Tochter des Hamburgers v. Schröder verheiratet. Hierbei ist daran zu erinnern, daß unseres Wissens unter allen gemeinnützigen Sttstungen Hamburgs nur eine einzige in ihren Satzungen ausdrücklich Juden ausschließt: es ist die des Herrn v. Schröder, des Erbauers des weitläufigen, jedem Hamburger bekannten Schröder-Stiftes. Sollte hier nicht auch ein Beispiel ausgleichender Gerechtigkeit vorliegen. I. H. B. Der 9. Juni 1901 war Sonntag am 22. Siwan 5661. M. M. XIII. Deoman hieß in England ftüher jeder Gemeinfteie, das heißt jeder Angehörige des Standes, der zwischen dem adeligen Ritter und den Hörigen und Leibeigenen stand. Heute versteht man unter Aeomen die größeren Pächter oder kleineren Gutsbesitzer. Siegfried K—n. Die Türkei hat kein eigentliches Wappen, als Symbol des Reiches dienen der Namenszug des regierenden Sultans, die „Thugra", sowie ein zunehmender silberner Halbmond mtt silbernem Stern zwischen den Hörnern auf grünem oder rotem Grunde. Die Türken sollen den Halbmond schon im Jahre li09, als sie noch in Mittelasien wohnten, in ihren Kämpfen gegen die Chinesen als Fahnenbild verwendet haben. Man führt dies auf den Sternendienst zurück, der die Religion der Türken war, bevor sie zum Islam übertraten. Die türkischen Nationalfarben sind rot und dunkelgrün. Schlaraffia. Die erste „Schlaraffia" wurde im Jahre 1859 in Prag gegründet. Zitatenjäger. Die Phrase „Die Sterne, die begehrt man nicht, man fteut sich ihrer Pracht" ist aus dem Gedichte Trost in Tränen" von Goethe, aus dem Wieland-Goethe'schen „Taschenbuch auf das Jahr 1804". Karl M-z. Sebastian Brant, der Verfasser des „Narrenschiffes", wurde im Jahre 1458 in Straßburg im Elsaß geboren; er studierte in Basel und wurde 1489 Doktor der Rechte. Das „Narrenschiff" erschien im Jahre 1494. Im Jahre 1521, am 10. Mai, starb Brant. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen ansererAbonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einheb ung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zn wollen. Die Administration. Jos. Schlesinger . WIEN, I. B., Seitenstettengasse 5 Budapest VI., Kpnigsgasse I — Grösste und älteste Verlagsbuch- J8Q2 zu Handlung des Kontinents Atelier ir Gold- und Silberstidjereien empfiehlt sich znr Anfertigung aller Arten Tempel' Paramente, sowie Paroches (Altarvorhänge), Thoramäntelcben, Gbuppes (Trauhimmel), Scbulchandecken in elegantester, stilvoller Ausführung zu den massigsten Preisen. Anerkennungsschreiben der hervorragendsten Kultusgemeinden des In- und Auslandes, wie Troppau, Olmütz, Lundenburg, Szegedin, Miskolcz, Temesvar, Debrecin, Moskau und Mainz bezeugen die gediegene und geschmackvolle Ausführung der gelieferten Arbeiten. Muster und Kostenüberschläge gratis und franko. Kuratorium der Stiftung „LvaifenHaus für'jisrael. Mädchen Charlotte Merores Jtzeles" in Wien. Im „Waisenhause für israelitische Mädchen Charlotte Merores Jtzeles" in Wien werden ab September 1805 ausgenommen: a) 10 mittellose, ganz oder halb verwaiste oder verlaffene, gesunde, israelittsche Mädchen im Atter von 6 bis 12 Jahren; b) 3 mittellose, ganz oder halbverwaiste oder verlaffene, gesunde, israelitische Mädchen im Atter von 14 Jahren. Die Zöglinge besuchen, solange sie im schulpflichtigen Mer stehen, die öffentliche Volks- oder Bürgerschule, erhalten vom vollendeten 14. bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres den Unterricht in allen Zweigen der Hauswirtschaft, werden sodann zu allen häuslichen Verrichtungen in der Anstalt verwendet und bis zur erlangten Erwerbsfähigkett, spätestens aber bis zum vollendeten 17. Lebensjahre, in der Anstalt erhalten. Aufnahmsgesuche sind namens der Bewerberinnen von deren gesetzlichen Vertretung unter Beilegung des Geburtsscheines, des Heimatscheines, des Nachweises der Verwaisung oder der Verlassenheit, des Mittellosigkeitszeugniffes und eventuell Schulausweises, des Jmpfzeugnisses, eines Gesundheitszeugnisses, sowie im Falle der überstandenen natürlichen Blattern eines besonderen ärztlichen Zeugnisses hierüber bis 35. Juni 1905 an das gefertigte Kuratorium zu Händen des Herrn Dr. Felix Katzau Wien, I., Schottenbastei 3, zu richten. Der Eintritt in die Anstalt kann nur gegen Beibringung eines vom Gemeindearzte ausgestellten, gemeindeämtlich bestätigten Zeugnisses erfolgen, laut dessen in den letzten vier Wochen vor dem Eiatrittstermine im Hausstande des Mädchens kein Fall einer infettiösen Erkrankung vorgekommen ist. Wien, 17. Mai 1905. Das Kuratorium der Stiftung „Waisenhaus für israelittsche Mädchen Charlotte Merores Jtzeles" in Wien. Von der hohen k. k. Statthalterei konzessionierte Kläger’s Kantoren-Bildangsanstalt Wien, IX., Sosgassa 2. Vollständige Ausbildung im Kantorate. Studiendauer: für Anfänger 2 bis 3 Jahre, für bedeutend Vorgebildete 1 Jahr. Die Anstalt plaziert ihre Absolventen unentgeltlich. Aufnahme täglich. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, offeriert in reichster Auswahl Proffesser Kftmpf’s allgemein beliebte Brautgcbctbudw und deutsche Andachtsbficher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim, Gold- und Silber-Borten. Im Verlage von Samuel Df. Pasctiebes, Prag Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung erschienen das berühmte Prachtwerk prof. Ir. Julius First’s illustr. fünf Bieber JMoses mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und über 230 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühere Auflage ist gänzlich ausverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. Herausgeber mb verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef O. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien. VIJ^

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