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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1905-05-12 · 19 (12.5.1905) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
22 (1905)
Issue
19 (12.5.1905)
Date
1905-05-12
Page
– (sequence 15)
Language
German
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'Jtr. 19 2>c. BlocD s MocbenscDcm. 303 führt eine Zeitlang den Vorsitz in der Schnlverwaltung. Spenden hochherziger Juden und eines Nichtjnden, des Hamburger Bürgermeisters Chr. D. Benecke, vereinen sich mit einem Jahresbeiträge der Gemeinde in der Erhaltung der Anstalt. Eine stürmische Zeit findet an der Spitze der Schule eine sturmgefestete Kraft in der Person des Oberrabbiners A. Stern. Was die Schule heute ist, das dankt sie, wie die Festschrift ohne Uebertreibuug betont, diesem trotz aller Anfechtung als Charakter einwandfreien Manne. Er hat ihr mit eiserner Faust die Gleichberechtigung mit den Hamburger Staats- und ^Ltiftungsschnlen ähnlichen Charakters erkämpft. Hiermit war der Bestand der Schule und der Zuspruch auch der wohlhabenderen orthodoxen Kreise des jüdischen Hamburg für die Dauer gesichert. War mit finanziellen Schwierigkeiten fast unablässig bis in die neuere Zeit ein harter Strauß zu führen, so steigt doch die Zahl freigebiger Freunde, unter denen die Namen Marburg und Levysohn in vorderster Reihe stehen. Eines hebt diese Jahrhundertfeier über den engeren Rahmen einer Gemeindeangelegenheit hinaus. In dem Bestehen und prinzipiengetrenen Aufblühen der Hamburger Talmud-Toraschule ist der Beweis erbracht, wie sich bei ernstem Willen selbst mit bescheidenen Mitteln eine Mittelschule schaffen läßt, in welcher unsere Jugend mit gebührender Betonung des jüdisch traditionellen Charakters doch ohne Schwierigkeit das Ziel erreichen kann, welchem heut zumeist die religiöse Ausbildung in mehr als einer Hinsicht geopfert wird. Möge das Beispiel Nachahmung finden! —x— Nene Bücher. Oft nnd West Illustrierte Monatschrift für modernes Judentum. Verlag O st n n d W e st, G. nt. b. H., Berli n, NW. 23, Altonaerstraße 30. V. Jahrg. 9tr. 4. April 1905. Inhalt: Julius F ü r st: Zn seinem hundertjährigen Geburtstage. Dr. M. K a y s e r l i n g. B. Wolfs: Die Lebensanschannng des Idealismus. II. Georg Hermann: Engen Spiro (mit 17 Jllnstr.) I. L. Perez: Der Zauberkünstler (Erzählung). Livins Fürst: Persönliches über Julius Fürst (mit 5 unveröffentlichten Briefen in Faksintile von Luzzato Rapoport Jakob Zebi Meklenburg, Reggio und Grätz). Joachim F r i e d e n t h a l: Andacht (Skizze). M. Schering: In der Fremde (Gedicht). Die moderne Technik im Dienste des Pessach- Ritnäls (mit 4 Jllnstr.) Asaye: Die Jüdin (Skizze). „Aufräumen des Gesäuerten vor Pessach" (Illustration nach einem alten Stich). „An der Sodertafel", Illustration nach einem alten Stich. Felix Feuchtw äuger: Glasfenster in Synagogen (mit einer Illustration). „Hör uor du schön Mejdele." Jüdische Volksmelodie (Noten). I. Jnseld: Davids Harfe (Gedicht). Ans der jüdischen Sagen- und Märchenwelt Bar-Ami. Literarisches. Miszellen. Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Heransgegeben vom Bureau für Statistik der Juden, Berlin-Halensee, Westfälische Straße 46. Redaktion: Dr. Arthur Ru pp in. I. Jahrgang. Heft Nr. 4. April 1905. Inhalt: I. Abhandlungen. Dr. Arthur 3t n p p i n- Berlin: Der Anteil der jüdischen Frauen am Erwerbsleben in Deutschland. Lavoslav Schick, Budapest: Eheschließungen zwischen Inden und Christen in Ungarn. II. S t a t i st i s ch e s Archiv. Eheschließungen im Jahre 1903 in Deutschland. — Ans dem Verwaltuugsbericht des Vorstandes der jüd. Gemeinde zu Berlin. — Oeffentliche jüd. Volksschulen in Preußen. — Frequenz der höheren Lehranstalten im Winterhalbjahr 1903/04 in Preußen. — Einkommens- und Besteuernngsverhältnisse im Großherzogtnm Baden. — Unterrichtsverhältnisse in Hamburg. Selbstmorde in Württemberg. — Zahl und Altersgliederung der Inden in Frankfurt a. M. — Einkommensverhältnisse in Frankfurt a. M. — Zahl der jüdischen Lehrer an den Unterrichtsanstalten in Preußen. — Einwanderung nach Großbritannien. — Besuch der einzelnen preußischen Universitäten durch Juden. Altersgliederung bei Christen und Juden in Kopenhagen. — Zahl der Grundeigentümer in Italien. — Tätigkeit der jüdischen Wohltätigkeitsanstalten von Newyork. — Die Inden im Staate Westanstralien. III. Literatur. Friedr. Hertz: Moderne Rassentheorien. Dr. med. Heinrich Singer: Allgemeine und spezielle Krankheitslehre der Inden. Dr. Hugo Hoppe: Krankheiten und Sterblichkeit der Inden und Nichtjuden. Altneuland Monatsschrift für die wirtschaftliche Erschließung Palästinas. Organ der zionistischen Kommission zur Erforschung Palästinas. II. Jahrgang, Heft Nr. 2°, Februar 1905; Herausgegeben von F. Oppenheimer, S. Soskin, O. Marburg. Inhalt : Dr. Med. Aron Sandler: Die Die Cöthener Kurse für koloniale Technik. N. Wilbuschewitch: Die Verwertung des Getreides in Palästina. Palästina und Nachbargebiete. Marktbericht. Neue Literatur. Vermischtes. Unsere Hoffnung. Monatsschrift für die reifere jüdische Jugend. Redaktion und Administration: Wien, III 2, Untere Viaduktgasse 25. II. Jahrgang. Heft 4, April 1905. Inhalt: Erster Geburtstag. Ben Samuel: Politik und Schule. M. Heues: Purim. Otto Plauui: Der Golem. Ph. Zlocisti: Erster Sterbetag. I. Sch mul: Israel Bal- Scliew tow und die Chassidim. B e n - M e i r: Die Sabbatarier in Siebenbürgen. Korrespondenzen. Rundschau. Jahresbericht der Lese - und Redehalle jüdischer Hoch sch ü l e r in Wien über das Vereinsjahr 1904 (XX. und XXI. Semester). Nebst einem wissenschaftlichliterarischen Teil. Kriefkasterr. L. Ans dem XIV. internationalen Orientalistenkongreß in Algier, welcher am 21. v. M. eröffnet worden ist, war besonders interessant der Portrag von Professor Deuts ch-Cincinnati über Elisa den Abujab, hinter dem die Persönlichkeit Jesu sich verbergen soll, io daß der Name zu übersetzen wäre: „Jesus Gott Sohn Gottes des Vaters." Dr. B. Der „bekannte" frühere Kischenewer Pizegonverneur Ustrugow, der während des schrecklichen Blutbades im April 19; 3, der Beschützer des benicht gten Kruschewan war. hat seine Entlassung aus dem Dienste im Kaukasus erhalten. A. K. in Essegg. Es mutet allerdings fremdartig an, wenn in einem B richte über das jüdische Osterfest, wie dies jüngst in einem dortigen Blatte der Fall war, von einem feierlichen Requiem für die verstorbenen Gemeindemitglieder gesprochen wird. Solche aus dem katholischen Ritus übernommene Ausdrücke sollten doch von einem jüdischen Autor vermieden werden. Dr 'II. Bei der offiziellen Schillerfeier und bei dem Huldignngsfestzng vor dem Schillerdenkmal hat mau an Ludwig A u g u st Frankl vergessen, dessen Initiative und Arbeit das Wiener Schillerdenkmal seine Existenz verdankt. Dagegen wurden die Plakate für die Schillergedenkfeier in der Druckerei des Katholischen Schnlvereines, I., Torotheergasse hergestellt. „T chaponeser". Die Frage ob die Japaner jüdisches Blut in ihren Adern haben, scheint schon älteren Datums zu sein. Ans einem im Jahre 1876 in Kioto erschienenen Buche des Mr. Mc. Leod über die in Japan herrschende Dynastie entnimmt die „Jewish Ehronicle" folgende hochinteressante Notiz. Der erste Kaiser in Japan war Osee, der seinen Thron im Jahre 73» v. Chr. bestieg. Mc. Leod erkennt in diesem Osee den letzten König der 10 Stämme. Anknüpfend an die Entstehung der Shinto-Religion hebt Verfasser hervor, daß die Priester dieser Rrligion Kah Nnshi, zu deutsch „Priester des Herrn", hießen. Das Wort klingt ähnlich wie Cohen und die Rechtlichkeit wird noch dadurch verstärkt, daß die Kah Nushi gleich den altjüdischen Priestern Qberkleider, eine Mütze und Hosen aus Linnen trugen, welche sie nach Beendigung des Gottesdienstes wieder ablegten. In dem Shinto Tempel spielten die gleichen musikalischen Instrumente, wie im Tempel zu Jerusalem. Es gibt in Kishju einen solchen der höchsten Gottheit gewidmeten Tempel. Eine Zeichnung im Buche betitelt sich „Helmschmuck von Israel und Juda". Ein anderes Bild stellt alte japanische Adelige dar, die ausgesprochen jüdische Gesichter zeigen. Ebenso eine Galerie japanischer Frauen, die gleichfalls jüdiscli aussehen. Weitere Bilder stellen den Einzug der Juden in Japan dar. Männer, Frauen und Kinder, von ausgesprochen jüdischem Aussehen, marschieren zu Pferd, zu Fuß und auf Ochsen reitend. Alle biefe Bilder und noch zuhlreiche andere sind nur eine Wiedergabe sehr alter japanischer Gemälde. Ein anderes Bild gibt einen in Japan gefundene; Grabstein aus Palästina wieder.

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