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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1905-03-10 · 10 (10.3.1905) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
22 (1905)
Issue
10 (10.3.1905)
Date
1905-03-10
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 10 Dr. Bloches Wochenschrift Seite 155 Konfiruranden-Unterricht. Der Vorstand bringt zur Kenntnis, daß der alljährlich in den Gemeinde-Tempeln stattfindenden Konfirmation der israelitischen Mädchen ein Konfirmanden-Unterricht vorausgeht. Die Teilnahme steht solchen Mädchen frei, welche das 14. Lebensjahr bereits erreicht haben oder dasselbe bis September 1905 erreichen. Die P. T. Eltern oder Vormünder werden demgemäß eingeladen, ihre Töchter, bezw. Mündel zn veranlassen, sich bei ihrem betreff. Religionslehrer wegen Teilnahme am Konfirmanden- Unterrichte zn melden. Mädchen, die keinen öffentlichen Unterricht genießen und über Wunsch der Eltern oder Vormünder konfirmiert werden sollen, sind im Sekretariate der israel. Knltnsgemeinde bis spätestens 20. d. M. anzumelden. Wien. (Kaiser Franz Josephs-Ferienheim.) Infolge des vorjährigen Gebahrungsdefizites können leider in diesem Jahre nicht alle in den Rekonvaleszenten-, Skrophulosen-, Herzkranken- und Erholungskolonien verfügbaren Betten auf Kosten des Vereines besetzt werden. Um diese Plätze nicht unausgenützt zu lassen, hat der Vereinsvorstand beschlossen, jenen Eltern, die nicht gänzlich mittellos und dennoch durch Berufspflichten an die Großstadt gebunden sind, die Möglichkeit zu bieten, ihre Kinder der Wohltat einer Ferienerholung teilhaftig werden zu lassen, indem ihnen diese Plätze gegen Vergütung der effektiven Verpflegskosten zur Verfügung gestellt werdcn. Für die erwähnten Zahlplätze finden Anmeldungen von Vereinen und Korporationen in erster Linie Berücksichtigung. Ansuchen sind an das Vereinsbureau, IX., Türkenstraße Nr. 17 (4—7 Uhr Nachmittag) zu richten. Wien. Der Josefstädter Frauen-Wohltätigkeitsverein hat sich am 16. Februar 1905 neu konstituiert, und zwar verblieb, wie bisher, Frau Amalie Beck als Präsidentin, Frau Josefine Adler als Vizepräsidentin, Johanna Beck als Kontrolorin, Berta R o s e n b a u m als erste Schriftführerin, Dr. Hermine Schiffmann als zweite Schriftführerin, Anna D r a b als Kassieriu, Berta W a k l e r als erste Revisorin, Dr. Stefanie Schlesinger als zweite Revisorin; Vorstandsdamen: Frau Hedwig Bauer, Dr. Eugenie Bauer, Lici Freiberger, Gisela Frankl, -Johanna M e d a k, Fanny Reicht, Berta Storch, Henriette Weil. Wohltätigkeits-Matinee. Sonntag Nachmittag fand im Raimundtheater zu Gunsten des Vereines zur Ausspeisung armer jüdischer Schulkinder der Bezirke XII.—XY. eine Wohltätigkeits-Matinee statt, welche einen glänzenden Verlauf nahm. Gegeben wurde Anzengruber's Bauernkomödie „Der G'wissenswurm". Ein elegantes Publikum füllte das Haus bis zum letzten Plätzchen und zollte den Mitwirkenden, besonders Frau Haust Niese, Herrn Thaller und Herrn Kirschner vollen und verdienten Beifall. Das Verdienst der Veranstaltung gebührt der rührigen Präsidentin, Frau Regine L a n d e i s, welche durch ihre aufopfernde Tätigkeit dem so überaus segenbringenden Verein ein hübsches Sümmchen zugeführt haben dürfte. Der humanitär - gesellige Verein „Zwanglos" zur Bekleidung armer Schulkinder ohne Unterschied der Konfession unter dem Protektorate Ihrer Exzellenz der Frau Gräfin Anastasia Kielmansegg veranstaltet Samstag den 18. März 1905, halb 8 Uhr abends, im k. k. priv. Carltheater die Aufführung der komischen Operette „Pariser Leben" von Jaques Offenbach unter Mitwirkung der Damen Mizzi Günther, Helene Merviola, den Herren Carl Blasel, Louis Treumann und dem Ensemble des Carltheaters. Das Reinerträgnis dieser Vorstellung ist dem Vereinszwecke, Bekleidung armer Schulkinder, gewidmet. Jüdische Toynbee-Halle. Vortragsordnung: Sonntag. 12. März. Prof. Dr. SS* Jerusalem: „Der Ursprung der Sprache.- Montag, 13. März. Dr. I. S a m u e l y: „Das Telephon." Dienstag, 14. März. M. Berkowicz: „Die ncuhebräische Literatur II." Mittwoch, i5. März. Diskussion. Donnerstag, 16. März. Dr. S. Werner: „Aus jüdischer Geschichte II." Freitag, 17. März. „Bibelerklärung". Samstag, 18. März. Konzert. Wien. Mittwoch, den 15. März l. I. veranstaltet der humanitäre Geselligkeitsverein „Die Glocke" im Sophiensaale eine geschlossene Masken- Redoute. Das Reinerträgnis des Festes stießt dem Vereinsfonde für die Bekleidung armer Schulkinder zu. Wien. Der kaufmännische Unterstützungsverein „Osten" in Wien veranstaltet am 18. März 1905, 8 Uhr abends im Restaurant Guth, II., Stefaniestraße 14 die XXVIII. ordentliche Generalversammlung. 28ien Am 8. März 1905 ist Rabbiner S. W. Freund im Alter von 86 Jahren gestorben. Der Verblichene erfreute sich in weiten Kreisen großer Wertschätzung. Das Leichenbegängnis findet heute Freitag den 10. März 1905 um halb 10 Uhr vormittags vom Hause III., Untere Viaduktgaffe Nr. 9 aus statt. Verein „Hebräische Sprachschule (Sephath Ebes)". Einladung zur konstituierenden Versammlung! Die Statuten des Vereines „Hebräische Sprachschule" haben von Seiten der k. k. Statthalterei bereits die Genehmigung erhalten. Die Gefertigten beehren sich hiedurch, namens des vorbereitenden Komitees alle Freunde der hebräischen Sprache und ihrer Literatur zu der Mittwoch den 15. d. M., abends halb 8 Uhr, im Kongreßbureau IX., Türkenstraße 9, stattfindenden konstituierenden Versammlung ergebenst einzuladen. Für das vorbereitende Komitee: M. Markus, S. M e i s e l s, O. I u e r, S. Komet, E. Torczynev, Anton Löw. Promotion einer Dame. Bei den am 9. d. M. vorgenommenen Promotionen von Kandidaten der Philosophie wurde Fräulein Amalia P o l l a k, Tochter der Frau Rabbiner M. Pollak, zum Doktor der Philosophie promoviert. Fräulein Amalia Pollak hat alle Prüfungen mit Auszeichnung bestanden und hatte um die Promotion sud auspiciis eingereicht, die ihr jedoch mit Rücksicht auf die bestehenden Vorschriften nicht bewilligt werden konnte. Die Dame hat sich die Mathematik als Hauptfach erwählt. Der feierlichen Promotion wohnten eine große Anzahl von Freunden der Dame und ihre Familie bei. Wien. Der Brigittenauer israelitische Unter st ützungsverein veranstaltet Dienstag, den 21. März l. I. im Festsaale des „Hotel Continental" II., Taborstraße, eine Maskenredoute (Purim-Fest.) Beginn 9 Uhr. Wien. Am 26. Februar d. I. fand das Leichenbegängnis des Herrn Bernhard Schick, Schwiegervater des Nordbahnbeamten Herrn Moriz Leimdörfer, statt. An der Bahre des Verblichenen hielt dessen Neffe, der zufälligerweise hier zu Besuch weilende Rabbiner Dr. M. E. Proßnitz aus Mäh.- Schönberg, einen erhebenden Nachruf, in welchem er deffen Frömmigkeit und sonstigen Tugenden, sowie die aufopfernde Pflege seiner einzigen Tochter und Enkel würdigend hervorhob. Die achte ordentliche General-Versammlung des Vereines „Kinderheim", Verein zur Gründung und Erhaltung von Heimstätten für verkrüppelte, rekonvaleszente und schwache Kinder jüdischer Konfession, findet Samstag, den 11. März 1905, abends 7 Uhr, im Sitzungssaale des Vorstandes der israelitischen KultuSgemeinde, I. Seitenstettengaffe, statt. Jamnitz, 6. März. Gestern fand im Sitzungssaale der Kultusgemeinde die Generalversammlung des Frauenvereines statt. Die Präsidentin, Frau Katharina Kohn, Gemahlin des Kulrusvorstehers Herrn Samuel Kohn, eröffnete mit einer schönen Ansprache die Sitzung, indem sie die Anwesenden herzlich begrüßte und die Blschlußfähigkeit konstatierte. Hierauf erstattete die Kassierin, Frau Helene B l ü m e l, Schulleitersgemahlin, den Gebahrungs- und Kaffabericht, welcher von der Versammlung mit Dank und Anerkennung zur Kenntnis genommen wurde. Bei der vorgenommenen Neuwahl wurden sämtliche Funktionärinnen wiedergewählt. Nikolsburg. Rabbiner Dr. Moritz Lew in ist es gelungen, eine jüdische Volksbibliothek ins Leben zu rufen, deren Zweck es ist, das Interesse der Bevölkerung für das Judentum rege zu erhalten, welcher Zweck durch Anschaffung populärer Zeitschriften, Erzählungen, Novellen, Romane rc. erreicht werden soll. Als sein besonderes Verdienst muß hervorgehoben werden, daß derselbe den Volks- und Gymnasialschülern im Talmud und Bibel Unterricht in einer solchen Stundenanzahl erteilt, die das Doppelte seiner ihm auferlegten Pflichten beträgt; überdies hält unser Seelsorger allfabbathlich im hiesigen Beth hamidrasch belehrende Vorträge, welche hauptsächlich den Wochenabschnitt betreffen. Wie sehr sdiese Vorträge die Aufmerksamkeit der Zuhörer feffeln, beweist die sich stetig steigernde Besucherzahl. Fügen

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