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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1905-01-27 · 4 (27.1.1905) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
22 (1905)
Issue
4 (27.1.1905)
Date
1905-01-27
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 64 Aufruf! Zn keinem Bezirke Wiens ist die jüdische Bevölkerung so rapid angewachsen als in der Brigittenau, denn wahrend vor 15 Jahren kaum einige hundert Juden hier wohnten, ist die Zahl derselben während dieser Zeit auf beinahe 15.000 gestiegen. Die billigeren und bequemeren Wohnungs- und Mietverhältnisse haben diesen Zuzug bewirkt und kein Wunder, daß die größte Zahl der Eingewanderten der armen und ärmsten Menschenklasse angehört. Die schlechten Erwerbsverhältnisse der zumeist aus armen Hausierern bestehenden Juden und die unter ihnen vorkommenden Notfälle haben es bewirkt, daß eine Anzahl den besseren Ständen ungehöriger Glaubensgenoffen vor ungefähr 10 Jahren einen Wohltätigkeitsverein gründeten, der den Namen „Brigittenauer israelitischer Unterstützungs-Verein" bis zum heutigen Tage führt und dessen Tendenz es ist, in Not geratene Glaubensgenoffen wirksam zu unterstützen. Nur zu oft leider wird an die Leistungsfähigkeit dieses Vereines appelliert, und viele tausend Kronen beträgt die Summe der für Unterstützungen verausgabten Beträge. Es ist kaum möglich, die Not und das Elend der hier zusammengepfercht lebenden Glaubensgenoffen nur annähernd zu beschreiben und fast hat der Verein bei Delogierungen zu intervenieren und zu yelsen. Die kolossalen Ansprüche, die an den Verein gestellt werden, übcrbieten die bescheidenen Einnahmequellen desselben und der Vorstand des Vereines weiß kein anderes Mittel, als an die große Oeffentlichkeit, an die hochherzigen Gönner und Wohltäter unserer großen Gemeinde heranzutreten und zu bitten, daß ein Jeder, dem es nur irgendwie möglich, für die Aermsten der Armen, für die Enterbten des Glücks, welche es in unserem Bezirke gar so viele gibt, sein Schcrfleiu beitrage! Hochachtungsvoll Für den Vorstand des Brigittenauer israelit. Unterstützungs-Vereines» S. Dub, Ph. Weiß. Adolf Schreiber, David Pollatschek, Kontrollore. Obmann. Schriftführer. Hermann Eltbogen, Kultusvorsteher. Auf Wunsch stehe ich nicht an, obigen Aufruf aufs wärmste zu befürworten. Dr. E. David, Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde Wien II. Gütige Spenden zu senden an den Obmann Herrn Adolf Szch r e i b e r, XX., Kluckygaffe Nr. I, welche in den jüdischen Wochenblättern ausgewiesen werden. ]ttteations-Verl(aiif Ein bekannt gutgehendes Restaurant in einer sehr frsqnentierten Stadt ist preiswert za verkaufen. Unter „Günstig“ an die Administration des Blattes. SCHREIBMASCHINEN neu und gebraucht, NAEHMASCHINEN, FAHRRAEDER, MOTORZWEIRAEDER, liefert mit langjähriger Garantie gegen Zahlungserleichterungen JACOBI’s Vereinigte Schreibmaschinen-, Fahrräder- und Nähmaschinen -Fabriksniederlage , 9/1, Porzellangässe 38. Prospekt gratis! Telephon 12946. Nr. 4 cKonkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Pohrlitz (Mähren) gelangt die Stelle des ersten Kantors welcher gleichzeitig pTDl önw K*vip zu sein hat, per 1. April d. J. zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist ein fixer Jahresgehalt von 2200 Kronen nebst den üblichen Emolumenten verbunden. Musikalisch gebildete Bewerber, welche das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben und befähigt sind, einen Chor heranbilden und leiten zu können, haben die mit den Dokumenten über ihren Familienstand, österreichische Staatsbürgerschaft und mit einem curriculum vitae versehenen Gesuche bis spätestens 1. März d. J. beim Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Pohrlitz einzubringen. Nur dem Akzeptierten werden die Reisespesen vergütet. Pohrlitz am 24. Jänner 1905. Für den Kultusvorstand: Hermann Schnabl Alois Haas V orsteher-Stellvertr eter. Beirat. ln jüdischen Kultusoemeinden, respektive Vereinigungen wünscl t eine nachweisbar sehr tüchtige jüdische Hebamme gegen ein Fixum Anstellung. Dieselbe, auch als Pflegerin äusserst bewährt, weist auf eine mehr als 13jährige reiche Spital- und Privatpraxis hin, ist noch jung und alleinstehend. Gefällige Anträge unter „Diplomiert“ an die Administration des Blattes. Für ein Mädchen 19 Jahre alt, auffallend schöne Erscheinung, feiner Bildung und häuslich-wirtschaftlich erzogen, mit einer Barmitgift von 50—60.000 Kronen, nebst grossartiger Ausstattung, wird ein Staats- oder Bankbeamter gesucht. Nur ernstgemeinte, nichtanonyme Anträge mit Beischluss der Photographie, die retourniert wird, sind an die Administration dieses Blattes unter „Glückliches Helm" zur Weiterbeförderung gefälligst zu richten. Soeben erschien Antiquariats-Verzeichnis 152 Judaica u. Hebraica 2500 Nummern. Versandt kostenlos. Joseph Joiowricz, Antiquariat in Posen. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, offeriert in reichster Auswahl Professor Kfimpf's allgemein beliebte Brautgebetbücher und deutsche Andachtsbücher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim, Gold- und Silber-Borten. Im Verlage von Samuel W. Pascheies, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung erschienen das berühmte Pracht werk Prof. Ir. Mus First’; illustr. fünf Bücher jVtoses mit deutscher (Jebersetzung, erläuternden Erklärungen und über 230 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühere Auflage ist gänzlich ausverhauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. Dr. Dlocv's woebensebritt. Herausgeber uttb verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef Si. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien. vm.

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