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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1905-01-27 · 4 (27.1.1905) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
22 (1905)
Issue
4 (27.1.1905)
Date
1905-01-27
Page
– (sequence 9)
Language
German
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»r; 4 Dr. 3Blocb s MocbenscvrM Sette 57 Händler, IX., Ferstelgasse 6; 9. Kremenetzky Johann, Fabrikant, IX., Eisengasse 5; 10. Eisenstein Markus, Kommissionswarenhändler, IX., Wasagasse 8. XII. bis XV. Bezirk: 1. Bernhard Samuel; 2. Hofbauer Philipp, Fabrikant, XV., Zwölfergasse 23; 3. Spitzer Ludwig, Weinhändler, XII., Hauptstraße 12; 4. Turner Isidor, Viehhändler, XIV., Denglergasse 2; 5. Weinberger Hermann, Privatier, XIV., Reindorfgasse 42; 6. Markowicz Israel Dr., Arzt, XV., Mariahilferstraße 170; 7. Taussig Alfred, k. n. k. Hoflieferant, XII., Schönbrunnerstraße 215. XVI. und XVII. Bezirk: 1. Auspitz Moriz, Fuhrwerksbesitzer, XVI., Arltgasse 48; 2. Deutsch Jakob Dr., Arzt, XVII., Hauptstraße 78; 3. Fischer Samuel, Buchhändler, XVI., Neulerchenfelderstraße 8; 4. Pick Moriz, Kaufmann, XVII., Dornbacherstraße 46; 5. Pollatschek Rudolf, Eisenhändler, XVII., Hormayergasse 11; 6. Schickler Siegmund, Kaufmann. XVII., Hauptstraße 64; 7. Weitzmann Salomon, Photograph, XVII., Calvarienberggasse 37. XVIII. und XIX. Bezirk: 1. Breuer Moritz, Dr., Städt. Bezirksarzt, XVIII., Währingerstraße 71; 2. Fantl Ignaz, Oelfabrikant, XVIII., Kreuzgasse 9; 3. Hecht Julius, Dr., Hof- und Gerichtsadvokat, XVIII., Dittesgässe 34; 4. Katz Ignatz, Oelhändler. XVIII., Karl Beckgasse 9; 5. Markstein Leopold, Dampfmühlenvertreter, XIX., Gebhardgafse 4; 6. Steiner Leo, Weingroßhändler, XVIII., Martinstraxe 71. Vertrauensmänner aus der Kurie der Höherbesteuerten. I. Bezirk: 1. Bella! Julius, pers. Hoflieferant, I., Kohlmessergasse 8; 2. Doktor Eduard, k. k. Kommerzialrat, Fabriksbesitzer, I., Werderthorgasse 17; 3. Gntmann Rudolf. Ritter von, Großindustrieller, I., Kantgasse 6; 4. Heit Samuel, Kaufmann, I., Rudolf-Platz 10; 5. Lemberger Karl, Tuchhändler, I., Hoher Markt 9; 6. Lieben Richard, Großhändler, I., Oppolzergasse 6; 7, May Julius v., Zuckerfabrikant, 1., Parkring 20; 8. Schur Moritz, Webereibesitzer, I., Helferstorferstraße II. II. Bezirk: 9. Braun Eduard, Mühlendirektor, H., Schüttelstraße 19; 10. Frgnkl Gustav, Eisenhändler, II., Rueppgasse 11; II. Goldschmidt Bruno, Fabrikant, II., Große Mohrengasse 3; 12. Mauthner Julius, Hausbesitzer, II., Tempelgasse 7; 13. Riesz Siegmund, Lederhändler, 11., Obere Donaustraße 105; 14. Saborsky Albert, Viehhändler, II., Praterstraße 34. III. und XI. Bezirk: 15. Hildesheimer Dr.Arnold, Chemiker, III., Marokkanergasse 16; 16. Wolf Ernst, Weingroßhändler, XI., Hauptstraße 52/54. IV. V. und X. Bezirk: 17. Löwy Leopold, Brauereibesitzer, IV., Schwindgasse 5. VI. und VII. Bezirk: 18. Badio Marko, Fournierfabrikant, VI., Eßterhazygasse 20; 19. Herrmann Josef, Möbelfabrikant, VII., Mariahilferstraße 36; 20 Kahler Rudolf, Privatier, VII., Schottenfeldgasse 8; 21. Klein Ignaz, Miederfabrikant, VI., Mariahilferstraße 39; 22. Pollak Friedrich. Modewarenfabrikant, VI., Schmalihofgasse 4; 23. Politzer Ludwig, k. u. k. Hoflieferant, VI., Papagenogasse 4; 24. Waller Leopold, Lederfabrikant, VII., Kaiserstraße 43. VIH. und IX. Bezirk: 25. Bondy Oskar, Fabrikant, IX., Güntergasse I; 26. Fröhlich Arnold. Fabrikant, IX., Frankgasse 1; 27. Granichstätten Julius, Großhändler, IX., Hörlgasse 18; 28. Hellmann Paul, Dr.. Fabrikant, IX., Güntergasse 1; 29. Hiller Max, Großhändler, IX., Kolingasse 3; 30. Möller Josef, Fabrikant, IX., Schwarzspanierstraße 16; 31. Taster Nahmann, Privatier, IX., Türkenstraße 25. XII. und XV. Bezirk: 32. Khuner Friedrich, Fabrikant, XIV., Sechshauserstraße 43; 33. Sonnenfeld Ignaz, Rohproduktenbändler, XV., Lichtgasse 4; 34. Landeis Leopold, k. u. k. Hoflieferant, XII., Schönbrunnerstraße 179. XVI. und XVII. Bezirk: 35. Medak Moriz, k. u. k. Hoflieferant, XVI., Neulerchenfelderstraße 6. XVIII. und XIX. Bezirk: 36. Duschnitz Max, kaiserl. Rat, XIX., Dollinargasse 5. „Golrrs" oder „Die Auswanderer". Wie hinlänglich bekannt, findet seit länger als vier Jahren beinahe allwöchentlich ein teils größerer, teils minder starker Durchzug rumänischer Emigranten durch Wien statt, die infolge der mißlichen finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse, zu denen auch die konfessionellen in nicht geringem Maße zu rechnen sind, gezwungen sind, ihr Heimatland zu verlassen und ihnen fremde Lande aufzusuchen, in denen sie für sich und ihre Angehörigen den nötigen Unterhalt finden sollen. Das Elend dieser Unglücklichen, die furchtbaren ausgestandenen Unbilden — namentlich dem Schreiber dieser Zeilen aus eigener Anschauung bekannt - hat ein junger, strebsamer Künstler, S. Hirszend e r g, in einem trefflichen Bilde verewigt. Dieses Oelgemälde ist denn auch geeignet, auf den Beschauer tiefen und nachhaltigen Eindruck hervorzurufen. Der Maler wühlte die Winterszeit, ein weites, schneebedecktes Feld, darüber ein sich wölbender grauer Himmel. Durch dieses Feld watet ein Zug Auswanderer, voran ein vom Unglücke ergrauter Mann, neben ihm ein jüngeres Weib, dann ganze Familien. Ein Mann in den besten Jahren trügt die Thora, das einzige Hab und Gut der Gruppe, dann schreitet ein Weib mit dem achtjührigen Töchterchen, in der Hand eine Art Samowar — das Utzte Stück der ehemals begüterten Familie; dann sehen wir auf den schwachen Armen eines Vaters ein bausbackiges Baby und so weiter in unübersehbaler Menge mehr als hundert Emigranten. Sie schrecke» lautlos dahin, ohne Ziel, ohne Heimat, ohne zu wissen wohin; darunter mehrere, denen man es ansieht, daß sie früher bessere Tage gesehen! Mau muß das Bild sehen, die Feder sträubt sich, alle Einzelheiten zu schildern!!! Auch mehrere Ansichten (Landschaftsbilder aus Palästina von A N e u m a n n) gelangen zur Ausstellung, die im M u s e u m für jüdische Altertümer, II., Praterstraße 2h stattfindet und zwar ist dieses ausnahmsweise geöffnet: heute Freitag, dann Sonntag und M o n t a g von 2—4 Uhr, Samstag wie gewöhnlich von 11-1 Uhr. E J. Die Beteiligung der Juden an der russischen Anleihe. Berlin. Zu einer Protestkundgebung gegen die Beteiligung deutscher Juden an der Unterstützung der russischen Anleihe kam es in einer Gruppenversammlung des Zentralkomitees deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Rechtsanwalt Dr. Brodnitz führte aus, daß es eines Juden unwürdig sei, sich auch nur mittelbar an russischen Finanzoperationen zu beteiligen angesichts der Judenmetzeleien von Kischenew und Homel und der Bedrückung in- und ausländischer Juden in Rußland. Ob das Anlegen von Geldern in russischen Staatspapieren vom rein finanziellen Standpunkt zur Zeit empfehlenswert sei, bleibe gleichgiltig. Der Satz „Geschäft ist Geschäft" müsse für den selbstbewußten, charaktervollen Juden seine Beschränkung finden in dem Prinzip, daß er niemand unterstütze, der seinen Glaubensgenossen Menschen- und Bürgerrechte vorenthalte, sie verfolge und unterdrücke. Dieser Protest gegen die Tätigkeit der jüdischen Bankiers zugunsten der russischen Anleihe fand allgemeine Zustimmung. Minister Witte und die Ausländer im russischen Reiche. Gerade zu gelegenster Zeit veröffentlicht die in Stuttgart erscheinende russische Monatsschrift „Oswoboschdenie" („Die Befreiung") eine Eingabe des Finanzministers Witte an den Staatssekretär, in welcher er sich eingehend über die Behandlung der Ausländer und der Juden im Zarenreiche ausspricht. Das umfangreiche Aktenstück zeigt in jedem seiner Sätze den starken Gegensatz in den staatsrechtlichen und namentlich in den wirtschaftlich-politischen Auffassungen zwischen Witte und dem für die Leitung der Staatsgeschäste besonders in Betracht kommenden Ministerium des Innern. Im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung des ungeheuren Reiches lenkt der Finanzm.nister Witte die Aufmerksamkeit der entscheidenden russischen Verwaltungsministerien auf die Notwendigkeit einer gründlichen Revision der bestehenden Gesetzesbestimmungen über Erwerb und Verlust der russischen Staatsangehörigkeit und der Berechtigungen der Ausländer, die sich in Rußland, namentlich in den Westgebieten niedergelaffen haben, um daselbst industrielle Unternehmungen ins Leben zu rufen oder sonstwie Handel zu betreiben. Die bestehenden Gesetze erschweren den Ausländern, Grundbesitz zu erwerben, und verhindern auf diese Weise vielfach die Entwicklung der heimischen Industrie, die Verwertung des unermeßlichen Bodenreichtums an Mineralien aller Art, sie verhindern die Heranziehung fremder Kapitalien und fremder geschulter Arbeitskräfte, ohne die ein Emporkommen der raffischen Nakionalwirtschaft aber undenkbar ist. Herr Witte erh'trtet seine Be

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