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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-12-16 · 51 (16.12.1904) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
51 (16.12.1904)
Date
1904-12-16
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 828 Dr. Dlocb's MlocbenscbrM. Nr. 51 des Vorstandes der israelitischen Kultusgemeinde Kultusvorsteher kaiserl. Rat Wilhelm Pollak, den Obmannn der Bezirkskommisfion für die Bezirke XII.—XV. Herrn Salomon Beer, Abordnungen der Vereine ^Chesed sc hei eines“ und „Edelsinn", die Herren Gemeinderabbiner Dr. Mandl, Oberrevident H. Strach u. v. A. Wien. Fräulein Melanie Cohn, Nichte des Herrn Salo Cohn, Chef der Firma Heilmann Kohn & Söhne, Wien, Verlobte sich mit Herrn Ferdinand Perlberg, Vertreter obiger Firma in Lemberg. Wien-Füttfhaus. Die vom Bethausvorstand des Gemeindetempels, Turnergaffe 22, alljährlich veranstaltete Gedenkfeier der Thronbesteigung Seiner Majestät des Kaisers wurde mit Rücksicht auf den Sabbath diesmal am Samstag den 3. Dezember d. I. nach Schluß des Abendgottesdienstes abgehalten. Herr Rabbiner Dr. Grunwald feierte in der Festrede die Verdienste des Monarchen, indem er die Herrschertugenden Seiner Majestät zu den Charaktervorzügen Josefs in Parallele stellte. Erschienen waren Herr Kultusvorsteher Kommerzialrat Gottlieb T a u s s i g, vom Bethausvorstand die Herren Blödy, Mohr, Spitzer und Weinberger u. A. Wie«. Donnerstag den 8. d. M. fand im Brigittenauer Tempel» XX., Kluckygasse, anläßlich der vom humanitär-gemeinnützigen Vereine „Die Brüder" vollzogenen Bekleidung von 340 armen Schulkindern ein feierlicher Gottesdienst statt. Das festlich erleuchtete Gotteshaus war in allen seinen Räumen bis auf das letzte Plätzchen gefüllt. Herr Oberkantor Baffer rezitierte mit dem Chor mehrere Weihegesänge. Rabbiner Dr. Bach richtete an die Kinder eine herzliche Ansprache. Am Schluffe der schönen Feier wurde die Volkshymne gesungen. Allgemein wurde es bedauert, daß der eigentliche Spiritus regens dieses Vereines, der bekannte Obmann der „Brüder" Herr Heinrich Weiner, krankheitshalber verhindert war, dem Feste bcizuwohnen. Doch vcranlaßte er, daß nach Schluß des Gottesdienstes die 340 beteilten Schulkinder in der neben dem Tempel befindlichen Volksküche ein gutes Nachtmahl erhielten. Wien. Der humanitäre Verein „Treubuud", welcher im Verlaufe von 10 Jahren seines Bestandes etwa 1500 Kinder bekleidete, beging am 4. Dezember das elftemal das Fest der Bekleidung von armen Kindern. Die Feier, welcher die Beteilung von 300 Kindern (darunter auch Mittelschülern) mit Kleidern, Schuhe und Wäsche, folgte, fand im Saale der Produktenbörse statt. An derselben nahmen wenige geladene Gäste teil, darunter die Herren Schuldirektor Mautner, OrtsschulratFuchs und Vertreter humanitärer Vereine; nachdem die Beteilung eine inoffizielle war, hielt der Obmann Herr Dr. A. Brünauer eine Ansprache an die Gäste, während Vorstandsmitglied Herr Dr. Rosenberg einen mit lebhaftem Beifalle aufgenommenen Appell an die Kinder richtete, deren einzelne mit rührenden Worten dankten. Die Bewirtung der Kinder schloß die schöne Feier. Wie«. Der humanitäre Verein „Flotte Geister" veranstaltete am 11. Dezember a. e. vor einem überaus zahlreichen Publikum im Rittersaale des Restaurants „zur gold. Birn" sein diesjähriges Bekleidungsfest und wurden 60 jüdische Schulkinder mit vollständigen Winterkleidern, Schuhen, Hüten, Strümpfen rc. bekleidet. Der Obmann M. Kollmann setzte den Kindern in einer trefflichen Rede auseinander, daß das Bekleiden nicht einer Schenkung gleichkomme, sondern daß die Kinder sich befleißen mögen, durch Strebsamkeit und gute Aufführung in der Schule den Dank dem Vereine gegenüber zu dokumentieren. Jedem Kinde wurde ein Postsparkassabuch mit einer Einlage von je L 2.— behändigt, um damit den Sparsinn desselben zu fördern und anzuregen. — Nach vollendeter Ansprache wurde vor allen im Saale Anwesenden stehend die Kaiserhymne gesungen, worauf den Kindern die Jause serviert wurde. Wärmster Dank gebührt Herrn Heinrich Mendl „Ankerbrot", welcher alljährlich in selbstloser Weise 60 Laib Brode für die Kinder beistellt, ferner der Hutfirma Brüder Kohane, welche alljährlich die Mädchenhüte spendet, Herrn Tuchfeld, welcher die Strümpfe, Herrn Cafetier Freud, welcher die Jause und Herrn CafLtier Abeles die Bäckereien dazu spendeten; ferner sandten, wie alljährlich die Damen der Vorstandsmitglieder Bäckereien, Aepfel und Nüffe zur Beteilung. Besondere Verdienste erwirbt sich alljährlich der Schriftführer Herr Ferdinand Weiß, Beamter des Bankvereines, welcher in rigoroser Weise sämtliche für die Bekleidung notwendigen Arbeiten durchführt. Gelegentlich einer vor einem Monat zugunsten des Bekleidungsfonds stattgefundenen Theatervorstellung im Raimundtheater wurde Dank den tatkräftigen Bemühungen des Kaffiers Herrn 1 Ferdinand Spira ein Reingewinn von X 1800.— erzielt. AnläßlichM des Regierungsjubiläums Sr. Majestät wurden 100 jüdische Schul-W kinder vom Vereine bekleidet, wofür derselbe durch ein kaiserliches^ Dankschreiben ausgezeichnet wurde. Der humanitäre Verein „Flotte Geister" erfreut sich einer großen Beliebtheit und einer immer zunehmenden Popularität; sämtliche Veranstaltungen erfreuen sich des besten Zuspruchs. I. Spira. Wien. Wie alljährlich veranstaltete der Theologische Verein auch heuer eine Chanukafeier (am 6. Dezember, „Hotel Central"), die einen glänzenden Verlauf nahm. Unter den überaus zahlreich erschienenen Festgästen seien genannt: Die Herren Professor Rektor Schwarz, Hofrat Müller, Lektor Friedmann, Dr. Büchler, ferner die Herren Rabbiner Dr. Abeles, Bauer Dadid, Funk (Preßburg) und Taglicht, Herr Ortsschulrat S. H e i t, Vertreter der jüdischen Vereine. Aus dem reichhaltigen Programm sind besonders herzuheben: Der Prolog, verfaßt und gesprochen von H. S t ö ß l e r, die musikalischen Leistungen des Herrn Oberkantors B. G u t t m a n n (mit Tempelchor), des Virtuosen I. Z i m m b l e r und des von ihm geleiteten Streichquartettes. die deutsche Festrede (Herr A. Frankfurter), die hebräische Festrede (Herr K. Kupfer) und die Rezitation jung-jüdischer Gedichte durch Herrn Th. Weiß, (Mitglied des Deutschen Volkstheaters). Wie». (Brigittenauer i s r a e l. Unterstützungsv e r e i n.) Jeanette Reich, Znaim 3 X, R. H. 8 X, Jakob Kohn, Glaser 5, Fleischhauer Hermann l0, Koppel und Wagner 5, Leopold Pinkas, Triest 5, Bernhard Rosenfeld 3, Max Gelbart 5, M. Brammer 4, I. Fluß 5, S. M. v. Rothschild 100 X, S. Dub 10, Herm. Kohn, Klosterneuburgerstraße 24, 10 X. Wien. Frau Rosa Ziffer er, Präsidentin des Vereines „Frauenhort" und Vizepräsidentin des „Verbandes zur Unterstützung armer israelitischer Wöchnerinnen", hat aus Anlaß des Hinscheidens ihres Vaters, Herrn S. Schüler in Berlin, dem „Verbände zur Unterstützung armer israelitischer Wöchnerinnen" eine Spende von X 500.— gewidmet. Michael Straßer. Dienstag den 6. d. M., abends, ist in seiner Wohnung, IX., Wasagaffe 8, der in Wiener Finanzkreisen sehr bekannte und geachtete Bankier Herr Michael S t r a ß e r nach schwerer Krankheit im 81. Lebensjahre gestorben. Herr Straßer war seit mehr als 30 Jahren Inhaber des Bank- und Kommissionsgeschäftes M. Straßer u. Komp, und erfreute sich infolge seiner trefflichen Charaktereigenschaften und unantastbaren Biederkeit großen Ansehens. Der Verblichene hinterläßt eine Witwe, zwei Söhne, den als Komponisten sehr bekannten Finanzier Alfred Straßer und den Maler Gustav Straßer, und zwei Töchter, von denen die eine an den Psychiater Prof. Dr. P i ck in Prag, die zweite an den Chef des Sicherheitsbureaus der Wiener Polizeidirektion Polizeirat S t ü k ä r t verheiratet ist. Ueber das Leichenbegängnis wird uns gemeldet: Unter großer Beteiligung fand Donnerstag den 8. Dezember 1904 das Leichenbegängnis des Bankiers Michael Straßer statt. Im Trauerhause IX., Wasagaffe Nr. 8 hatten sich außer den Familienmitgliedern kingeftmden: Der deutsche Konsul Dr. Viveuot, die Regierungsräte Dr. Jurka und Dr. Bach rach, Professor Dr. Ehrmann, Polizeirat Win dt, kaiserlicher Rat Ober-Kommissär Polt, Ober-Kommissär Dr. Reicht mit dem Kommissär Dr. Pollak, Hofrätiu O s e r, Bankier Moriz Pflaum, Dirktor Horch, die kaiserlichen Räte Kohnberger, Pick und Wilhelm Pollak, Herr Hermann Beck und Gemahlin, Herr Angelo Eisner von E i s e n h o f, die Vorstandsmitglieder der israelitischen Kultusgemeinde Salo Cohn, Bauräte Fleischer und S t i a ß n y, Dr. M. Spitzer, Salo Landau und Dr. Isidor Schnabl, Verwalter Bäcker, viele Aerzte und Advokaten, Mitglieder der Börsekammer und Freunde der Familie. Der Verstorbene war durch viele Jahre Präsident des Josefstädter Tempelbau-Vereines, weshalb der Trauerzug seinen Weg vom Trauei Hause bei dem Josefstädter Tempel vorüber nahm. Vor dem Tempelgebäude im VIII. Bezirk legte der Präses des Tempelvereines Herr Hermann Beck namens der Vorstandskollegen einen Kranz auf den Leichenwagen, dessen Schleifen die Inschrift trug: „Die Vorstandskollegcn des Tempelbau-Vereines Josefstadt" — ihrem hochgeschätzten Präsidenten. Am Friedhofe hielt Herr Rabbiner Dr. M. Bauer dem Verstorbenen einen wohlverdienten, formvollendeten Nachruf, welcher auf sämtliche Anwesenden einen liefen Eindruck übte. Den gesanglichen Teil der Funktion versahen in ausgezeichneter Weise die Herren Oberkantor K w a r t i it und Kantor Edelmann. Nachdem die'Funktion beendet war, hielten die beiden Vorstandsmitglieder des Josesslädter Tempelbauvercines Herr Dr. Sigmund Goldberger und Isidor Mintz warm empfundene Nachrufe. Wien. (Die Kinderbekleidung des „Rudolf s b u n d".) Der „R u d o l f s b u n d", unter Leitung des bekannten Armenrates Herrn Josef Pollak, feierte am 11. d. M. im „Hotel Zentral" in Anwesenheit einer großen Zahl von Honoratioren und delegierten Vereine sein diesjähriges Kinderbekleidungsfest. Einem Präludium von Willi Löwit stm Harmonium folgte ein schwungvoller Prolog von Professor N a s ch 6 r, gesprochen von Fräulein Paula S t e i n m a n n. Die treffliche Eröffnungsrede hielt der unermüdliche Obmann 'Herr Josef Pollak, welcher mit einem Hoch auf den Kaiser

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