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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-09-23 · 39 (23.9.1904) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
39 (23.9.1904)
Date
1904-09-23
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 636 Dr. mocb’s Mocbenscbrtrr. Nr. 89 Schr wichtig und dankenswert ist ein von Professor G. Deutsch zusammengestelltes Memorable mit wichtigen historischen Daten. Das Werk enthält ferner die Bilder sämmtlicher Professoren an dem°College von Cincinnati, sowie der im Jahre 1904 graduirten Rabbinen an dieser Anstalt. deck: „Die herrschende Sprache ist hier weder deutsch noch englisch, sondern das Hebräische. Deutsch und Hebräisch sind hier die Anschläge. Fast zwei Drittel der Passagiere sind russische Israeliten." Also der österreichische Geograph weiß nicht, daß der Jargon der russischen und polnischen Juden ein deutscher ist und daß seit mehr als zwei Jahrtausenden die Juden aufgehört haben, hebräisch zu sprechen. Herr Hofrat Penck lehrt Völkerkunde. KriefKaKe«. L. 8. Sie haben nur zu sehr Recht — die Auslassung, die zu diesem „Champagner-Prozeß" geführt hat, war ein — bei diesem sonst gescheiten Manne sehr verwunderlicher — faux pas, der Prozeß selbst eine ärgerliche Sache. Mit solchen Dingen dürfen si h die wenigen Juden im Gemeinderate nicht abgeben — sie müssen zu jeder Zeit und bei jeder Veranlassung nur sachlich und immer im Rechte sein; nur das kann ihnen trotz ihrer kleinen Anzahl Einfluß schaffen. P. L. I. Sie fragen: wem der Preßkongreß von Nutzen? Nun, natürlich und allein Herrn Wilhelm Singer. Dieser Kongreß soll dem Ministerpräsidenten das Motiv an die Hand geben, ihn für die von dem Kongreß angestrebte Ernennung zum Herrenhausmitglied vorzuschlagen. Nun, die Berufung eines Juden ins Herrenhaus ist gewiß erfreulich — daß aber Herr Singer, um die Opposition der Christlich-Sozialen gegen seine Ernennung hintanzuhalten, mit Lueger gemeinsame und — gemeine Sache macht, ist weniger erfreulich; jedenfalls bezeichnend für die moralische Dekadenz Derer, die unsere öffentliche Meinung schaffen sollen. A P. Warum die Artikel j-tzt bei uns erscheinen? Schon unsere redaktionelle Fußnotiz läßt die Ursache doch sehr unschwer erraten. Der Verlauf der Arbeit aber wird sie ganz klar machen. I. Z. Dieselbe Frage! So gönnen Sie uns doch das Verdienst, sie gerettet zu haben! „Alter". Das Programm des neuen russischen Ministers möchten Sie „beleuchtet" sehen? Der „Ulk" widmet demselben folgende Verszeilen: Nur! Fürst Swiatopolk macht endlich Aller Willkür den Garaus. Und das Volk (es litt so schändlich) Frei sein soll es selbstverständlich, Nur ... die Juden nimmt er aus. Fürst Swiatopolk, bei Zeiten Fühlt er seines Amtes Pflicht. Um ein großes Land zu leiten Hat er alle Fähigkeiten, Nur ... die geistigen scheinbar nicht. B. Uns scheint die Abstammung des General S t ö s s e l aus einer jüdischen Familie sehr wahrscheinlich und wir teilen Ihre Bedenken nicht. Nach Berichten französischer Blätter wäre S t ö s s e l ein Enkel des 1835 aus Meseritsch in Mähren nach Rußland ausgewanderten Israeliten Aaron S t ö s s e l. Der Sohn Aaron S t ö s s e l s war Goldschmied, wurde griechisch-katholisch und heiratete eine Russin. Der General ist ein Sohn des Goldschmiedes. Ein Teil der Stössel's wanderte aus Mähren nach Ungarn aus un) nahm dort den magyarischen Namen Szelenyi an. Wie der „Figaro" behauptet, schwebt vor den Budapester Gerichtsbehörden ein Prozeß wegen der Hinterlassenschaft eines Stössel-Szelenyi. In diesem Prozeß treten die russischen getauften S t ö s s e ls, also der General und seine Verwandten, als Erbprätendenten hinter einem ungarisch-jüdischen Szelenyi auf. Dr. K. Der Chef der schweizerischen Feldpost bei den diesjährigen Manövern ist I. Wyler aus Basel, ein Jude. Joseph Astmann. Rabbiner Jsak Schmelkes in Lemberg, Rabbiner Dr. Caro, Lemberg, Rabbiner Ch. L. Horowitz, Krakau. ,,Schotteufelder." Warum anonym? „Arier". Nach Meldung des „Neuen Wiener Tagblattes" vom 9. September aus Wiener-Neu st adt hat der Hausbefitzerssohn Johann Kohl seinen Vater während einer Fahrt, als dieser eingeschlafen war, ermordet und der Barschaft von 15 Kronen beraubt. Auch das ist ein Beitrag zur Naturgeschichte der sogenannten arischen Rasse! S. G. Sie irren sich. Herr Albrecht Penck, der Hofrat und Professor, ist seines Faches ein Geograph, er betreibt die Wissenschaft der Länder- und Völkerkunde. Mit welcher Genauigkeit, lehrt der Misebericht über seine Fahrt von Hamburg nach New-Iork an Bord der „Belgravia" in einem Feuilleton der „Zeit" vom 17. September. Der Herr Hofrat berichtet, daß unter den Kajütepassagieren das Deutsche und Englische vorherrschend war. Anders auf Zwischen- Konkurs. An der 4klassigen deutschen Kaiser Franz Josef-VolkS- SChUle in Blsenz ist infolge bevorstehender Pensionierung des Oberlehrers eine provisorische Unter lehr er st eile mit dem systemisierten Gehalte zu besetzen. Gesuche sind sofort an den k. k. Bezirksschulrat Ung.' Hradisch (Land) zu richten. Bewerber, welche den hebräischen und Religionsunterricht zu erteilen befähigt sind, werden bevorzugt uud können in diesem Falle auf ein beträchtliches Uebereinkommen rechnen.- . B i s e n z, 21. September 1904. Der Bürgermeister und Obmann des Ortsschulrates: Ignaz Frankl. Bei dem Talmud-Thora-Verein in Blala gelangt eine Lehrerstelle für den Unterricht in der hebräischen Sprache zur Besetzung. Jene Bewerber, die pädagogisches Wissen besitzen, werden bevorzugt. Gesuche sind bis 30. September 1904 an den VORSTAND DBS TALNiUD-THORA-VEREINES zu Händen des Herrn S. KRIEGER in Blala zu richten. Praktikant, Israelit der böhmischen und deutschen Sprache mächtig, wird mit Anfangsgehalt aufgenommen. Wäsche- und Zugehörgeschäft Leopold Löwy, Wien, II., Taborstrasse 87. (Samstag geschlossen.) das Klavier spielt, 2u zwei ■ rüUICIIlj Knaben im Alter von 4 und 7 Jahren in ein religiöses Haus gesucht. Zuschriften erbeten unter M. X., I., Salzgasse 7. Samuel VI. pasdieles Prag, Zeltnergasse 4 nächst dem Ring. Grösster Spezlalverlag der allgemein beliebten Professor 5.1 Kämpf nwn -mnv Festgebete der Israeliten In 3 Bänden. Ai. X £andau N2v.-, b'Dü ‘-mnä Festgebete der Israeliten In 2, 4 und 9 Bänden Elegante Einbände, billigste Preise. Verlagskatalog gratis und franko. Wollu. Seidentalesim, Goldu. Silberborten in grösster ' ' Auswahl. ' - =-■.= N121O.-I in bw ausgesuchte schöne ö'mrtK- und D’DTlin grösster Auswahl. Herausgeber ttnb verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wie«. VDI.

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