Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1904)
- Issue
- 27 (1.7.1904)
- Date
- 1904-07-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 440 Dr. Mocb's Mocbenscbritt, Nr. 87 Erklärung. Von spekulativer Seite wurde wiederholt versucht, für eine Anzahl von musikalischen Manuskripten unter der Vorspiegelung, daß dieselben von meinem verewigten Vater herrühren, einen Verleger zu acguirieren oder „zur Bestreitung der Verlagskosten" eine Subvention zu er—reichen. Dem gegenüber erkläre ich auf das Bestimmteste, das; sämtliche nach dem Ableben meines unvergeßlichen Vaters Vorgefundenen musikalische Manuskripte, insoweit sie nicht bereits im „Lchir Zion“ enthalten waren, von mir in meinem Werke „Gedenkblätter" (1891) veröffentlicht wurden und daß cs sich im vorliegenden Falle bloß um einige Abschriften von gottesdienstlichen Kompositionen fremder Faktur und zweifelhaften Wertes handelt. Ich sehe mich deshalb veranlaßt, die Herren Verleger und sonstigen Jntereffenten vor dem Ankäufe der erwähnten Musikstücke zu warnen, umsomehr, als ich jeden Eingriff in meine Rechte als alleiniger Besitzer des Urheber- und Verlagsrechtes sämtlicher Kompositionen meines verewigten Vaters den Schutz der Gerichte in Anspruch nehmen würde. Wien, 28. Juni 1904. Prof. Joseph Sulzer, k. u. k. Hofmusiker, Ehordirektor der isr. Kultusgemeinde rc. Konkurs. in der israelitischen Kultusgemeinde in B.-Leipa gelangt die Stelle eines Unter-Kantors, 2 Lehrers in der Talmud-Thora-Schnle und Sekretärs, mit welcher Stelle e;n garantiertes Einkommen von 2000 Kronen, ausserdem noch ein Einkommen aus der rituellen Schlachtung, an Hochzeitsgebühren und aus Gebetstiftungen verbunden ist, zur Besetzung. Bewerber, die nicht über 45 Jabre alt sein dürfen, haben nebst einer kurzen Darstellung ihres bisherigen Lebenslaufes ihren Geburtsschein, Heimatscheiu und ihre Zeugnisse vorzulegen. Der Bewerber muss zur rituellen Schlachtung befähigt sein und Schofar blasen können. Berücksichtigt werden nur Bewerber, welche eine musikalische Bildung nachweisen. Solchen Bewerbern steht auch ein- Mehreinkommen hi Aussicht. Probevortrag erforderlich. Dienstantritt im Laufe des Monates August. Zur eis ehesten (nicht Uebersiedlungskosten) werden nur dem Akzeptierten vergütet. Der Akzeptierte hat vor Dienstrautritt den Dienstvertrag anzunehmen und zu fertigen. Offerte bis 20. Juli I. J. Nachdruck wird nicht honoriert. Israelitische Kultusgemeinde Böhm.-Leipa, im Juni 1904. Der Vorsteher: Dr. J. Oestrelcher. Inkassant und Expeditor. der deutschen und böhmischen Sprache in Wort und Schrift mächtig, Israelit, 42 Jahre, verheiratet,- der durch 9 Jahre bei einer Wochenschrift tätig war, mit besten Referenzen, sucht ähnlichen Posten, geht auch als Bureaudiener. Unter S. 8. an das Zeitungsbureau Goldschmied, Wien, I., Wollzeile 11. Ein Rabbiner einer in Nordböhmen gelegenen Stadt mit Staatsgymnasium und Staatsrealschule, wünscht 1—2 Zöglinge in Pension zu nehmen. Gewissenhafte Aufsicht, auf Wunsch Nachhilfe. Adresse ah die Expedition des Blattes. ln Ungar.-Brod (Mäircü) wird an der vom hohen k. k. mährischen Landesschulrate bewilligten dreiklassigen privaten deutschen fiäldcheeibürgerä c Ju!e am 15. September 1904 das dritte Schuljahr eröffnet. Diese Schule ist eine Fortsetzung der fünfklass'gen deutschen Volksschule in der israelitischen Stadt und befinden sich die Schullokalitäten der Mädchenbürgerschule im neuerbauten Volksschulgebäude der israelitischen Stadt. Aufnahme in die erste Klasse der Bürgerschule finden Mädchen, welche das zehnte Lebensjahr zurückgelegt und sich mit genügender Vorbildung ausweisen können. An dieser Schule wird ausser auf die gesetzlich vorgeschriebenen Lehrgegenstände für Bürgerschulen auch auf die religifise Ausbildung der Mädchen die grösste Sorgfalt verwendet. Für verlässlich gute und zu massigen Preisen gehaltene Pensionen ist gesorgt. Anfragen sind an dem Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde in Ung.-Brod zu richten. 1626 Der Sclmlaussclm88. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Kremsier, Mähren, ist die Stelle eines II. Kantors -i^p zu besetzen. Derselbe hat auch die Agenden der Kultusgemeinde zu besorgen. Mit diesem Posten ist ein Jahresgehalt von 1000 K nebst freier Wohnung und Nebengebühren verbunden. Bewerber um diese Stelle, welche das 40. Lebensjahr nicht überschritten und österreichische Staatsbürger sind, wollen ihre mit Zeugnissen versehenen Gesuche bis 5. Juli I. J. an den gefertigten Vorstand einbringen. Kr e ms i er, am 15. Juni 1904. Der KUitUSVOrSteher. (I-)- tüchtiger Instruktor aus den HIIIV«l>lllll>llVlKl klassischen Sprachen und Mathematik, übernimmt in Wien und Umgebung Vorbereitung zu Wiederholungs¬ und Aufnahmsprüfungen sowie Korrepetition. Ge ällige Anträge unter „Feriaiunterricllt“ an die Expedition. In der Pension für junge Mädchen Olga Popper, TeplitZ wird mit dem neuen Schuljahr 15. September 1904 ausser den bereits bestehenden Fortbildungskursen für der Schule entwachsene junge Mädchen auch ein Privat-Mädchengymnasium eröffuet. Aufnahme finden Mädchen, welche das zehnte Lebensjahr überschritten und die 4. Volksschulklasse mit gutem Erfolg besucht haben. Der Unterricht wird nur von Professoren des k. k. Obergymnasiums und k. k. Realschule erteilt. Um aber auch jenen Mädchen, welche die Bürgerschule besucht haben, den Besuch des Gymnasiums zu ermöglichen, wird bei genügender Schülerzahl eine höhere Abteilung eröffnet. Anstatt Latein und Griechisch kann Französisch und Englisch gewählt werden Französin, Engländerin, Italienerin im Hause. Auskünfte werden mündlich und schriftlich erteilt. Verlangt» Zit nur — den soeben erschienenen 52. Jahrgang des allgemein beliebten Jllustrierten Israel. Mskalender mit dem Bilde des verewigten Prof. SulZ8F und mit Vielen anderen Illustrationen. :— : Preis 20 kr. Zusendung 6 kr. mehr. i Durch jede Buchhandlung oder gegen Einsendung dos Betrages direkt zu beziehen von Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4. Im Verlage von Samuel W. Pascheies, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung soeben erschienen das berühmte Prachtwerk Professor Ir. Julius FBrst’s—- : illustrierte fünf Mer -Loses, mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und 231 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühere Auflage ist gänzlich ausverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. Herausgeber unb verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIEL