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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-05-27 · 22 (27.5.1904) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
22 (27.5.1904)
Date
1904-05-27
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 360 Dr. Dlocb's MlocbenscbrlN. Nr. 22 Krrefkasterr. F. in Lor»do ' Hei r Professor Joscph 2 u l z er, der Besitz r des Urheber- und Verleger rechtes sämtlicher KoiilposiNoncu seiius verewigten Vaters Professor Salomon Sulz er, beantworteie unsere Anfrage dahin, dass das Werk „Schir-Zion" im Herbste dieses Jahres neu erscheinen wird. Dr. A. Dem bekannten Rassentheoretiker H. S. Chamberlai,, wurde in einer der letzten Nummern der „Sozialistischen Monatshefte" eine scharfe Abfertigung aus der Feder Dr. Hertz' zuteil. In ähnlichem Sinne erschien in der czechischen Zeitschrift „Rozvoj" eine Studie von Dr. Klinberger. , . . . m r B. C. Der sattsam bekannte Herr Solomiak in Jerusalem, von Geburt Russe, hat sich mit Herrn Ben Tauwim zusammengetan, um in Jerusalem den russischen -Patriotismus weiter zu pflegen. Die beiden wackeren Knutenpatrioten haben einen Bittgottesdienst für die russischen Waffen veranstaltet. Hoffentlich werden diese Gesundbeter mit ihrem Unternehmen so viel Glück haben, wie die Russen bisher auf dem Kriegsschauplatz. Es müssen ja nicht gerade japanische Schläge sein, die sie bekommen. K. Nach dem statistischen Jahrbuch der Stadt Wien sind von 1895 bis Ende 1903 558 Personen ssunt Judentum übergetrcten. Ein wesentlicher Theil ist natürlich auf Konto der „Rückkehrenden", d. h. getaufter Juden zu setzen. F. In Budapest befinden sich 166.19Juden, d. h 16-6 Perzent der Bevölkerung. B. R. Dieser Bericht entstammt einer Mitteilung der Londoner „Times". Die Mutter eines der jüdischen Aerzte, die von Warschau auf den Kricgsschanplntz entsendet worden sind, erhielt kürzlich^von ihrem Sohne einen Brief in dem gewohnten amtlichen russischen Stil, mit der Stampiglie des Zensors versehen. In diesem Briefe erzählt der Schreiber, daß er bei bestem Wohllein sei, daß unter den Truppen eine bewunderungswürdige Ordnung herrsche, daß die Armee ihres Sieges sicher, daß sie mit allem Nötigen reichlich versorgt sei und so wenig Krankheiten in der Armee Vorkommen, daß die Aerzte kaum etwas zu tun haben. Der Brief schließt mit der Bitte, die Mutter möge dem Briefschreiber einige hebräische Bücher übersenden, von denen er die Titel angibt. Diese lauten übersetzt wie fol„t: „Hungersnot und Elend", „Infolgedessen entsetzliche Epidemien". „Viel zu wenig sanitäre Vorkehrungen". „Die Demoralisation ,st fortschreitend im Wachsen". „Ende der Disziplin", „Möchte gefangen werden". — Der Zensor hat unter diesen Brief seine Stampiglie gesetzt. Die Nichtkenntnis des Hebräischen entschuldigt ihn. Eine Stelle sucht ein Koreh, Sohoohet, Ubodek, der auch als .= BfmnK ip:» -.= tüchtig ist. Derselbe, ein österreichischer Staatsangehöriger, aus Gr a y a in Mähren gebürtig, ist derzeit in Jerusalem tätig, 25 Jahre alt, hat 5 Jahre die Pressburger Rabbinerschule besucht und besitzt Zeugnisse vom ehrwürdigen Oberrabbiner und Rabbinatskolleginm in Jerusalem über seine Befähigung zu obgenannten Funktionen. Offerte unter „Schochet“ zu richten an die Administration des Blattes. Gesucht. tiir gebildetes, musikalisches, wirtschaftliches Mädchen, fesch und gesund, aus hochachtbarem religiösem Hause mit 30.000 Kronen, Möbel und Ausstattung ein passeuder Hewerber in sicherer Lebensstellung zwischen 36 und 42 Jahren, graduierter definitiver Angestellter. Rabbiner, Mittelschulprofessor oder Beamter bevorzugt. Auch Witwer mit Kind. Vermittlung gut honoriert. Unter „Pfingsten“ an die Expedition dieses Blattes. Israelitische Kultusgemeinde' Boskowitz. Es wird hiemit zur Kenntnis gebracht, dass unser ehrwürdiges Rabbinat für die von hier versendeten Fettgänse die Verantwortung in Bezug auf Kaschrus nur dann übernimmt, wenn dieselben mit Plomben (->V2 Kultusgemeinde Boskowitz) versehen sind. Kundmachung. Die Privatisten-Prüfungcn aus israelitischer Religion für Schiller (Schülerinnen) an Volks- und Bürgerschulen finden für das II. Semester des Schuljahres 1903/4 nach folgender Einteilung statt: Für Schüler (Schülerinnen) wohnh i. Bez. Tag und Stunde der Prüfung Ort der Prüfung I., II., XI. XX! Freitag, 27. Mai \ " io Sum b-7,12 " „ " > bis " A/* " f i. i h 24. 1 u1 n „ 1. Juli J Die Semestral-Prüfuugcn für Schüler an öffentlichen Schulen sind am 17. und 24. Juni v. 7.12 b. 7.1 Uhr. I. , Seitenstettengasse 2, II. St. (Religionsschule) 111.—X- und XIX. Dienstag, 14. Juni 3—4 h Freitag, 17. „ 3-5 „ Dienstag. 21. „ 8—4 „ Freitag, 2«i. „ 3-5 „ „ 1. Juli 3-5 „ dto. XII.-XV. Mittwoch, 22. Juni 3—5 h Sonntag, 26. „ 9—11 „ XV., Turnergasse 22 (Gemeindehaus) XVI. u. XVII. Montag, 27. Juni,in i«u Sonntag, 28. „ jlü XVI., Hnbergasse 8 (Gemeindehaus) i XVIII. Sonntag. 12. Juni^ yjl2_lh Mittwoch, 22. „ 5—6 „ XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Gemeindehaus) Die Prüfungstaxe beträgt K 6.— und wird im Vorhinein an der Kasse der israelitischen Kultus gemeinde, I., Seitenstettengasse 4, oder bei der entsprechenden Amtsleitung im XV., XVI. oder XVIII. Bezirke zwischen 9 und 12 Uhr vormittags entrichtet. Die Quittung ist dem Examinator vorzulegen. Der im I. Semester gelöste Erlagschein über die Prüfungstaxe gilt auch für das II. Semester des laufenden Schuljahres. Da nur eine geringe Anzahl von Schülern an einem Prüfungstermine geprüft werden kann, wird dem P. T. Publikum im eigenen Interesse dringendst empfohlen, die Prüfung in der betreffenden Kanzlei vorher anzumelden. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Der Gefertigte sucht für seine zwei Löhne Posten in israelitischen Geschäften, die an Samstagen und Feiertagen geschlossen bleiben. Der eine, ein kräftiger Bursche von 18 Jahren, wird Ende Juni d. J. von seinem Chef freigesurochen, bei dem er das Handelsgewerbe der Leder- und Eisenbranche gründlich erlernt hat; der zweite ist vierzehnjährig und wäre geneigt, als Lehrling in eine bessere Profession einzutreten. ISAIAS WEIS ANN, Kantor in Lomnitz bei Brünn. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, uächst dem Ring, offeriert in reichster Auswahl Professor Kampfs allgameln baliebta Brautgcbetblclier und deutsche Ändachtsböcher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim Gold- und Silber-Borten. Im Verlage von Savnud Ü. Fascheies, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung soeben erschienen das berühmte Prachtwerk Professor Ir. Juttas FSrst’s -—^ illustrierte fünf Mer Moses mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und 231 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühere Auflage ist gänzlich ausverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn. Wien. VIII.

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