Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1904)
- Issue
- 19 (6.5.1904)
- Date
- 1904-05-06
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 212 Dr. Mocb's TRIlocbenscbrift Nr. 19 Krrefkasterr. L. Es ist richtig, daß die Chewra-Kadischa Wiener-Neustadt laut einem uns gedruckt vorliegenden Partezettcl die Mitteilung macht, wonach „Frau Jetty Hacker selig im Herrn entschlafen" sei. Die Phrase ist nicht blos durch und durch unjüdisch, sondern auch lächerlich Md eine unpassende christliche Nachäfferei. I. B., A b b a z i a; S. B. in K. Die Antwort lesen Sie an anderer Stelle. A. L. Die Meldung war in russischen Blättern zu lesen: „Se. kaiserl. Hoheit Großfürst Sergei Alexandrowitsch, Generalgouverueur von Moskau, gab den Befehl, daß den jüdischen Soldaten seines Rayons Mter keinen Umständen gestattet werden könne, ein „Zilzel" (Zizis) zu tragen." Die Romanow's haben keine anderen Sorgen. Dr. E. Z. Generalstabsarzt Dr. W a l L st e i n wurde nicht auf dem jüdischen Friedhof beerdigt; Porges und Auspitz sind ausgetreten. Max Koh«, Duna-Szerdahely. Sie beklagen sich über den Rabbiner, der Ihnen die jüdische Trauung mit der Ihnen bereits ziviliier angetrauten Gattin verweigert, weil diese eine unehelich Geborene ist, welche ein Kohen nicht heiraten darf, trotzdem Sie wegen körperlicher Gebrechen die „Privilegien" des alten Priestertums eingebüßt hatten. Gewiß ein interessanter Fall für die Easuistik. Allein unser Gutachten wird nicht viel helfen. Eine Exekutivgewalt gegen den Rabbiner steht Niemandem zu und wir empfehlen Ihnen, an einen freisinnigen Rabbiner in einer anderen Stadt sich zu wenden. S. H, Karlsbad. Besten Gruß und Dank. K. Dr. Leopold Kahn und Kremenitzky vom Wiener zionistischen Aktionskomitee waren, so wird versichert, vor einiger Zeit in Konstantinopel, um den Kauf von 60 Kilometer Land in Palästina mit Mitteln des „Nationalfonds" perfekt zu machen. Hiermit dürste wohl die Kolonisation Palästinas, welche bisher von politischen Zionisten nicht betrieben wurde, ihren Anfang nehmen. Gi«gese»det. Löbliche Redaktion! Voll Verwunderung lese ich in der Nummer Ihres geschätzten Blattes vom 29. April d. I., daß bei einer vom Bethausverein „Wahrheit und Friede", II., Große Schiffgasse 24, am 6. d M. für den verstorbenen Lemberger Oberkantor Baruch Schorr zu veranstaltenden Trauerfeier ich die Gedenkrede halten soll. Mir war weder von einer solchen Veranstaltung, zu der, wie ich aus der Ankündigung ersehe, Karten zum Nutzen des Witwen- und Waisenfonds des Vereines zu bezahlen sind, etwas bekannt, noch habe ich ei^e derartige EinladMg, sei es auf schriftlichem oder mündlichem Wege, erhalten. Die Ankündigung der Mitwirkung meiner Person beruht auf einem Mißbrauch meines Namens und ich stehe selbstverständlich der ganzen, gegen Entree veranstalteten Unternehmung vollkommen ferne und werde an ihr in keiner Weise teilnehmen. Indem ich Sie um die Veröffentlichung dieser Zeilen in der nächsten Nummer Ihres geichätzten Blattes höflichst ersuche, verbleibe ich mit aller Hochachtung Wien, 3. Mai 1904. Rabbiner Dr. Bach. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in FiOPlflSdOPf gelangt die Seile eines Kantors der zugleich SßkFßtär sein muss, mit einem fixen Jahresgehalte vou 2400 K und dem üblichen Nebeneinkommen per 15. August d. J. zur Besetzung. Musikalisch gebildete Bewerber, welche das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben, eine gut geschulte Stimme besitzen und in der Lage sind, den Chorunterricht selbständig zu leiten, haben die mit den Dokumenten über ihren Familienstand und mit einem curriculum vitae versehenen Gesuche bis 15. Juni d. J. an den gefertigten Vorstand einzureichen. Nur dem Akzeptierten werden die Reisespesen vergütet. Floridsdorf, am 4. Mai 1904. Dßr Kultusvorstand. Kundmachung betreffend dieKonfirmation derMädchen in den Gemeinde-Tempeln. Die diesjährige Ko nfirmation findet statt: I. Bezirk, Stadttempel, Seitenstettengasse 4, Sonntag den 8. Mai, 10 Uhr vormittags. II. Bezirk, Leopoldstädtev-Tempel, Tempelgasse 3, Donnerstag den 12. Mai, IO Uhr vormittags. XV. Bezirk, Turnergasse 22, Sonntag den 8. Mai, 10 Uhr vormittags. XVI. Bezirk, Hubergasse 8, Sonntag den 15. Mai, 10 Uhr vormittags. XVIII. Bezirk, Schopenhauerstrasse 39, Sonntag den 15. Mai, 10 Uhr vormittags. Der Eintritt in den Stadt- und Leopoldstädter- Tempel kann wegen Raummangels nur gegen Abgabe der Einladungskarte gestattet werden. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde. Kaufmann, 26 Jahre alt seit 5 Jahren als Engrossist etabliert, tüchtig, intelligent, mit nachweisbarem Jahreseinkommen von 8000 K und 25.000 K Vermögen, will sich verehelichen. Gewünscht wird als Lebensgefährtin junge, sympathische, häuslich erzogene, intelligente Dame (brünett), mit entsprechender Mitgift, die auf Prozente angelegt wird. Solche, die für ein ruhiges, einfaches, aber glücklich-zufriedenes Leben Sinn haben, wollen unter B. P. R. Krakau 10 an die Administration dieses Blattes ihre Antwort möglichst mit Photographie (die sofort retourniert wird) senden. Anonym Papierkorb, - Diskretion Ehrensache. Konkurs. Der Ausschuss des Vereines zum Schutze jüdischer Frauen und Mädchen in Lemberg sucht für die Stelle eines Sekretärs eine auf vollem wirtschaftlichen, erziehlichen und gewerblichen Gebiete bewanderte Kraft, die im Stande ist, das Vereiusbureau zu leiten. Bewerber haben in ihrem Kompetenzgesuche 1. ihre Befähigung dazu; 2. vollständige Kenntnis der deutschen und polnischen Sprache ^.in Wort und Schrift; 8. bisherige Beschäftigung nachzuweisen. Gesuche mit Gehaltsansprüchen sind bis 15. Mai 1904 bei dem gefertigten Ausschüsse (Bernsteingasse 12) zu überreichen. Lemberg den 17. April 1904. Verein znm Schutze jüdischer Frauen und Mädchen ln Lemberg. Jacob Ornstein, Herrenschneider Wien, II., Hammerpurgstallgasse Nr. 4. naoh IUmi werden in feiniter Ausführung nach neueste» tanmal annefertiat. — In- und auritodische Stoffe stets lagernd. Aucfe auf «D* TheUxahlHDi u WlHfltn Preises. «hu sucht bei einer streng religiösen Familie in 1|h1v« j/m der Nähe des Allgemeinen Krankenhauses Mittagstisch, eventuell Abendbrot. Unter DP. A. B. 47, postlagernd Währing. Schulgasse. Langjährige Erzieherin, tüchtig im selbständigen Privatunterricht, sucht Lektionen, nimmt auch ein Kind in Pension. J. P. II., Kleine Schiffgasse Nr. 3, 3. St., Tür 16. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, offeriert in reichster Auswahl Professor Kimjif’s ellgemein beliebte Bratttgebetbncher und deutsche ftndachtsbficher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim Gold- und Silber-Borten. Im Verlage von S&iMiafeä &*- PascheBes, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung soeben erschienen das berühmte Prachtwerk Professor Ir. Julius fiirsl's -1 iltestrirt« fünf Bücher JÄoses mit deutscher Ueberselzung, erläuternden Erklärungen und 231 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges I Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die fr eitlere Auflage ist gänzlich ausverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. Suche ^Anstellung als Schochei in orthodoxen Gemeinden oder Kurorten, mbisp und Referenzen von den grössten orthodoxen Rabbiuen. SßlomOD Wetzstein, KPßkßU, Skawinaergasse Nr. 11. Herausgeber uud verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VUL