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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-04-22 · 17 (22.4.1904) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
17 (22.4.1904)
Date
1904-04-22
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 280 Dr. Mocb's MlocbenscbrM. Nr. 17 KriefkaKe«. L. Daß die russischen Behörden derzeit gegen die Judenhetzen einschreiten. ist eine Folge der Niederlagen auf dem ostasiatischen Kriegsschauplatz; angesichts des Zusammenbruches vor einem unterschätzten minderwertigen „Heldnischen" Gegner beginnt man die öffentliche Meinung Europas und Amerikas zu respektieren. Denn die Chancen eines endlichen russischen Sieges haben sich beträchtlich vermindert, darum beginnt der Zarismus sanfter zu werden. K. F. Das können wir Ihnen bestätigen: Die Pester „Chewra- Kadischa" hatte im vorigen Jahre 564.70» & Ausgaben, 648.651 K Einnahmen. Ueberdies ein Einkommen von neuen Aufnahmsgebühren im Betrage, von 172.000 K. Dr. D. P. in .H. Besten Dank für das Aktenstück. B. H., Prag. Wir sind nicht in der Lage, die Teilnehmer des Pardubitzer Kongresses vom 10. April d. I. als „Verräter" am Judentum zu brandmarken und müssen die Publikation des Artikels ablehnen. L. P, Trieft Wir ersuchen um Ihre Adresse. S. in Berlin. Zu Ehren des Herrn Jakob H. Schiff, Chef der Weltfirma Kuhn, Löb u. Komp, in New-Uork, gab Finanzminister v. Nheinbaben ein Frühstück, an dem Handelsminister Möller und verschiedene andere hohe Beamte und Finanzmänner teilnahmen. In Deutschland würde Herr Jakob Schiff nicht die Würdigkeit besitzen, auch nur Unteroffizier zu werden. Dr. D. Senator Sam. Wiener, Vertreter des Königs der Belgier in seinem Erbschaftsprozeß, ist ein guter und treuer Jude. Notiz. Ein neues Waschmittel. Wir machen unsere verehrten Leserinnen auf das Inserat der Firma Georg Schicht über ein neues Waschmittel, benannt „Waschextrakt. Marke Frauenlob" aufmerksam. Wie wir uns selbst überzeugt haben, leistet dieser Waschextrakt tatsächlich das, was von ihm versprochen wird. Ueberein stimmend lautet das Urteil tüchtiger Hausfrauen dahin, daß damit die halbe Arbeit erspart und die Wäsche viel reiner und weißer wird, als bei Gebrauch gewöhnlicher Seife und Soda. Wir können dieses neue Präparat mit gutem Gewissen empfehlen. Elkan Koppeusteiu fche Heiratsausftattungs- Stiftnng. Vom israelitischen Kultusvorstande in Ung -Brod^wird chiemit die Heiratsausstattliugs-Stiftnng im Betrage von 320 Kronen nach dem hierorts verstorbenen Herrn Elkan Koppcnstein ausgeschrieben. Anspruch aus dieses Stistungserlrägnis haben brave, mittellose Mädchen oder Frauen, welche in erster Linie Verwandte des Erblassers oder besten verstorbenen Ehegattin Joscfine, geborene Zimlich, sind, in zweiter Linie in Ung -Brod (Israel. Stadl) beimatsberechtigt oder dort wohnhaft sind. Die Betcilung erfolgt am Geburtstage des Erblassers, d. i. am 15. Mai 1904 und kommen nur diese in Betracht, welche in der Zeit vom io. Mai 1903 bis 15. Mai 1904 eine Ehe eingegangen sind. Die Gesuche mit Nachweisen über Verwandtschaft, Wohlverhaltung, Mittellosigkeit und Eheschließung sind bis zum 15. Mai l I. an den gefertigten Kultusvorstand einznsenden. Ung.-Brod im April 1904. Der Kultusvorstand: _M H. Bramer. Heiraisantrag. Für ein gut erzogenes Mädcheu aus frommen Hause wird eiuKultusbeamter oder Kantor gesucht, Mitgift 8—10.000 Kronen. Gefällige Auträge unter „Glücklich“, Wien, I., „Hauptpostlagemd“. Syfolt «ta sucht bei einer streng religiösen Familie in Iftllv« yi« der Nähe des Allgemeinen Krankenhauses Mittagstisch, eventuell Abendbrot. Unter Dr. A. 8 47, postlagernd Währing. Schulgasse. Konkurs. In der israelitischen Kultusgemeinde zu GoltSCh-Jenikau (Böhmen) gelangt mit 1. Juli 1904 der Posten eines Kantors, Koreh nnd Schochets eventuell Rabbiner, Kantor und Koreh mit dem Jahresgehalte von 1200 Kronen, freier Wohnung nebst den üblichen Emolumenten und den Stiftungserträ_>uisseu zur Besetzung. Für das Rabbinat wird eine besonders zu vereinbarende Remuneration bewilligt. Df r Akzeptierte bat auch täglich 2 Stunden an der israelitischen Wksschule den hebräischen Unterricht zu erteilen. Zum Probevortrag werden nur die hiezu Berufenen zugelassen. Dem Akzeptierten werden die Reisespesen vergütet. Goltsch-Jeuikau am 18. April 1904. Der Kultusvorstand: Bernard Schlesinger dz. Kultusvorsteher. Konkurs. Bei dem Briglttenauer israelitischen Tempelverein in Wien gelaugt die Stelle eines Kantors und Bai Koreh mit einem fixen Jahresgehalte von 3000 Kronen und dem üblichen Nebeneinkommen per 15. August d. J. zur Besetzung. Musikalisch gebildete Bewerber, welche das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben, eine kräftige, gut geschulte Stimme besitzen und in der Lage sind, den Chorunterricht selbstständig zu leiten, haben die mit den Dokumenten über ihren Familienstand und mit einem curriculura vitae versehenen Gesuche bis 15. Mai d. J. bei Herrn Hermann Eltbogen, Obmann des Brigittenauer isr. Tempel-Vereines, Wien, XX., Rafaelgasse 12, einzureichen. Nur dem Akzeptierten werden die Reisespesen vergütet. Wien den 19. April 1904. Für den Vorstand des Israelitischen Tempel-Vereines Brigittenau: Der Schriftführer : Der Obmann: Dr. Max Weissenstein. Hermann Eltbogen. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Neu-Sandez (Galizien) ist die Stelle eines =£ Rabbiners mit einem Jahresgehalte von 1600 Kronen nebst üblichen Emolumenten zu besetzen. Bewerber, welche der Landessprache mächtig sind und die Beweise erbringen können: 1. Dass sie österreichische Staatsbürger sind. 2. Dass sie auf Grund von Attesten 3 anerkannter rabbinischer Autoritäten zu diesem Amte befähigt sind und 3. dass sie den Anforderungen des § 11 des Gesetzes vom 21. März 1890, R.-G.-Bl. Nr. 57, und der Verordnung des k. k. Ministeriums für Kultus u. Unterricht vom 7. Juni 1892, L.-G.-Bl. Nr. 47, entsprechen, wollen ihre diesbezüglichen Gesuche bis längstens 15. Mai d. J. zu Händen des gefertigten Kultusvorstandes überreichen. Neu-Sandez, 10. April 1904. Der Israelitische Kultusvorstand: N. Taubes Ch. Landau.' Sekretär. Israelitisches Studenten-Pensionat für Volks- und Gymnasialschüler des JE3ZeInric3o. G-ansei Ung.-Hradlsch (Mähren). Auch werden Studenten über die Ferien zum Landaufenthalt genommen. — Referenzen: Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Josef B u r s t y n hierorts und die hochlöbliche Direction des hiesigen k. k. deutschen Staats-Obergymnasiums. Massiger Pensionspreis. Prospecte gratis. 1510 Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, offeriert in reichster Auswahl Professor ftämpir’s allgemein beliebte Brantgebitbüctaer nnd deutsche ftndachtsbncher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim Gold- und Silber-Borten. Im Verlage von M. Prag, Zeltneryasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung soeben erschienen das berühmte Prachtwerk Professor pr. Julius fürsi's --—rr illnstrirte fünf Bücher jVioses mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und 231 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühere Auflage ist gänzlich ausverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef 0. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIII.

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