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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-04-08 · 15 (8.4.1904) · page 15

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»SSXAWNSR8MWMAMWWWSWWWI Nr. 15 Dr Blocb’s Mocbenscbrift. Seite 247 erfahren — einen recht langen Rock und so trat ich meine Reise nach Gyöngyör an. Die Reise dauerte vier Tage. Es ging über Kaschau- Miskolcz und ich mußte größtenteils neben dem Wagen einhergehen; denn bergauf mußten wir aussteigen und bergab wollten wir auf schlechter Straße im schlechten Bauernwagen nicht geworfen werden. Aber endlich erreichte ich doch das Ziel. (Fortsetzung folgt.) Neue Bücher. Die jüdischen Kolonien in Palästina^ ihre Entstehung und Entwicklung. Von W. Bambus. Verlag Kommandit-Gesellschast „Karmel", Wien. 1904, 8' Mit einer Titelblatt-Zeichnung von E. M. Lilien. Das Merkchen, das von dem ausgezeichneten Kenner Palästinas und dem gründlichsten Fachmann in der Kolonisation unter dem frischen Eindrücke seiner im Winter beendigten Palästina-Reise geschrieben wurde, führt uns zunächst in die geographischen und klimatischen Verhältnisse des heiligen Landes ein und zeigt uns dann an der Hand genauer Daten, wie die jüdische Einwanderung in Palästina, die auf Erfahrungen von 13 Jahren zurückblickt, den Import und Export des Landes im Verlaufe von zwei Jahrzehnten verdreifacht hat. In meisterhafter Darstellung schildert der Verfasser den Werdegang des Kolonisations-Unternehmens in Palästina, das nach Ueberwindung unheucrer Schwierigkeiten mannigfacher Art jetzt dank der großartigen Verwaltung durch die „ Jewish Colonisation Association" immer größere Fortschritte macht. Der zweite Teil der Broschüre enthält eine genaue Beschreibung der 35 Kolonien und Dörfer, und zwar in übersichtlicher Anordnung nach deren Lage in Judea, Galiläa, bei Nazareth, bei Safed, sowie im transatlantischen Palästina. Den Schluß bildet ein Artikel, welcher die hauptsächlichsten Export-Produkte, Wein und Orangen, behandelt. Die Broschüre, die in der gegenwärtig in Wien stattfindenden Palästina-Ausstellung als Wegweiser durch die Palästina-Kolonisation verteilt wird, ist sowohl wegen der Sachkenntnis, mit der sie geschrieben, als auch wegen der Ausführlichkeit, mit der das Material behandelt wird, den besten Erscheinungen in dieser Richtung zuzurechnen und ist daher jedem, der für Palästina und dessen im Aufblühen begriffene Kolonisation Interesse hat, auf das Angelegentlichste zu empfehlen. Ost und West. Illustrierte Monatss chrift für modernes Judentum, Verlag von S. Calvary & Co., Berlin NW. 7. IV. Jahrgang. Heft Nr. 3. März 1904. Inhalt: Dr. Theodor Zlocisti: Tröstungen. B a r-A m i: Das jüdische Volkslied. Ernst Müller: Der Weg (Gedicht). Lothar B r i e g e r-W asservogel: Elias Jacowlewitsch Günzburg (mit 9 Illustrationen). Otto Abeles: Jehuda Halevi (Gedicht). Dr. Max Eschelbach er: Ein neues Buch über die Geschichte der deutschen Juden. Hermann Struck: Palästina (3 Reproduktionen nach Originalradierungen). Professor Dr. August Wünsche: Die physikalischen Prozesse in der Bildrede des Alten Testaments. H. Samuel: Meine Träume (Gedicht). S. L u b l i n s k i: Der Andere. Maximilian Paul-Schiff: Die Judentaufen in Wien: M. Ehrlich: Mazzaus (Erzäh ung). Richard Huldschiner: Delilas Tanz. Haggadah-Jllustrationen. Literarisches. Aphorismen. Revue der Presse. Unsere Hoffnung. Monatsschrift für die reifere jüdische Jugend. Redaktion und Administration: Wien, 111/2, Untere Viaduktgasse 25. II. Jahrgang. Heft Nr. 1. April 1904. Inhalt: Theodor Herzl: Reisesegen. Dr. O. Thon: Unsere Hoffnung. I. Z a n g w i l l: Sprache und jüdisches Leben. Ben Samuel: Der neue Weg. Dr. Max N o r d a u: Heloten und Spartaner. D. R o t h b l u m : Chaim Nachman Bialik: CH. N. B i a l i k: Im Felde. — Josua vor der Landnahme. M. G u t t m a n n: Ueber das Turnen und seinen Nutzen für die Juden. M. Scherlag: Passah. I. L. Boruchowitsch: Der Antisemit. — Miszellen. Johannes C. Barolin. Die Teilung der Erde. Mit 4 Karten. E. Pierson's Verlag (R. Lincke, k. k. Hosbuchhändler). Dresden, 1904. Edward Stilgebquer. Götz Krasst, Die Geschichte einer Jugend. Mit 1000 Masten. Richard Bong, Kunstverlag in Berlin. Davis Trietsch. Jüdische Emigrationspolitik. Verlag des General-Anzeiger für die gesamten Interessen des Judentums. Berlin 0, Spandauer Brücke 6. Kriefkasterr. 8. Erzbischof Samassa, der greise Kirchenfürst sagte jüngn in einer Rede! „Sie lügen, damit sie verdrehen können, verdrehen, um verdächtigen zu können, verdächtigen, um beschuldigen zu können, beschuldigen, um strafen zu können/' Gibt es Wohl eine passendere Charakteristik der Antisemiten?! Orthodoxe israelitische Kultusgemeinde Mattersdorf. Wir nehmen von Ihrer Berichtigung Kenntnis. K. Das hebräische Wort zud heißt nicht jagen im modernen Sinne „schießen", sondern „fangen", daher m’zudoh das Netz, Fangnetz. Wenn also Isaak zu seinem Sohne Esau sagt: Zudoh li zajid, so heißt das nicht , jage, schieße mir ein Wildpret", sondern „fange" mir. Das genießbare Wild wurde gefangen, dann geschachtet. Die wilden Tiere wurden getötet; das war dem Israeliten zu seinem Schutze, zu seiner Verteidigung erlaubt, aber auch deshalb, damit sich die wilden Tiere nicht im Lande vermehren. (II. B. M. 23,29). Die Hirten mußten manchmal zur Jagd greisen, um ihre Herden zu schützen, I Samuel 3t—37 erzählt David von solcher Jagd nach Löwen und Bären, die seine Herde angriffen. Eman. Grimm» Königsstadtl. Nach dem in Oesterreich geltenden Gesetze ist einzig der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde die oberste Disziplinarbehörde über alle Kultusbeamten und somit auch über den Rabbiner. Der Vorstand ist somit allerdings in der Lage, im Disziplinarwege gegen einen Rabbiner einzuschreiten, falls dieser in seinem Verhalten irgend einen Anlaß dazu bietet. Allerdings steht der Knltusvorstand und stehen seine Verfügungen unter Aufsicht der politischen Behörde I. Instanz, d. h. der k. k. Bezirkshauptmannschaft, welche in die Lage kommen kann, eine Verfügung des Kultusvorstandes auf deren Grundhältigkeit zu prüfen, eventuell aufzuheben. M. U. Wien. Bei der Taufe des ehemaligen Gemeinderates Dr. Mandl am 2 *. v. M. intervenierte nach der Mitteilung des „Alldeutschen Tagblattes" Bürgermeister Dr. Lueger als Taufpate. Wie wir vernehmen, soll Dr. Mandl trotz seines Alters als christlichsozialer Bewerber um ein Gemeinderatsmandat aus dem ersten Wahlkörper aufgestellt werden. In den Kreisen der „christlichen" Wählerschaft des betreffenden Bezirkes herrscht darüber ungeheurer Jubel. A. I, Abbazia. Schwindel. N"tiz 40.000 Kronen beträgt der Haupttreffer der Wärmestuben- Lotterie. Wir machen unsere geehrten Leser darauf aufmerksam, daß die Ziehung unwiderruflich am 23. April 1904 stattfindet. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Bing, offeriert in reichster Auswahl Professor Kämpfe allgemele beliebte BrautgehetbScher ad dorische ftndacbtsbdcber für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einhänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim Gold- und Silber-Borten. Im Verlage von Samuel M» Pascheies. Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung soeben erschienen das berühmte Prachtwerk Professor Ir. Julius Först’s —- illnstrirte fünf Bicher Moses mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und 231 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ran* es! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. lii** frühere Auflage ist gänzlich ausverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages.

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