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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-04-01 · 14 (1.4.1904) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
14 (1.4.1904)
Date
1904-04-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Sette 232 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 14 hilft den Juden zu solchen Stellen, welche sie als Juden kaum erlangen würden, doch muffe gegen diese Bewegung irgend etwas geschehen. Es wurde als Mittel hiezu empfohlen, daß den Juden der Zutritt zu den Aemtern in demselben Zahlenverhältnisse gestattet werde, in welchem das Judentum zum Ehristentum steht." Oberkantor I. R. in A. Wir müssen dankend ablehnen. L. M Ein sehr ansehnlicher Teil des russischen Militärs in Port-Arthur besteht aus jüdischen Soldaten Von diesen sind seinerzeit. 1500 Rubel an Spenden eingegangen für die unglücklichen Brüder in Kischenew. Auf die gefährdetsten Posten stellt die ruffische Kriegsleitung zunächst jüdische Soldaten. Das bildet ein eigenes Kapitel in der Geschichte der Europäer und Asiaten. R. S. In der letzten Woche sind in zwei Grafschaften in der Nähe von London Juden zu High-Sheriffs ernannt worden. Die Grafschaft London wählte Herrn Benjamin Samuel Faudel-Phillips, den Sohn des bekannten Sir George Faudel-Phillips. Er ist wie sein Vater in manchen jüdischen Wohlfahrtsanstalten in Ehrenämtern tätig, u. a. im Jüdischen Kranken- und Waisenhaus und in der jüdischen Taubstummenanstalt. — Der neue High-Sheriff von Surrey ist Edward D. Stern, der ebenfalls in jüdischen Kreisen auf das Vorteilhafteste bekannt ist. „Germauicus." Der erste deutsche Dichter jüdischen Stammes war Efraim Josef Kuh. Seine Bedeutung liegt besonders im Epigramm. Er starb am 30. April 1790 im Alter von 59 Jahren in seiner Vaterstadt Breslau. K. L Zwei Zionisten in Johannesburg haben es übernommen, die gesammten Kosten der Expedition nach Ostafrika aus eigenen Mitteln zu bestreiten; es sind die Herren G o l d r e i ch und Aron, welche sich zu dieser Spende erboten haben. Lothen. Wiener Versicherungs-Gesellschaft in Wien. Die XXIII. ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Wiener Versicherungs- Gesellschaft findet am 9. April 1904, um 4 Uhr nachmittags, im Hause der Gesellschaft, IX., Kolingasse Nr. 6, statt. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes, Vorlage der Bilanz und der Betriebsrechnung pro 1903, sowie Berichterstattung des Verwaltungsrates. 2. Bericht des Revisions-Ausschusses. 3. Beschlutzfaffung über die Bilanz und Betriebsrechnung, sowie über die Verwendung des Reingewinnes. Wiener Lebens- und Renten-Bersicherungsanftalt in Wien. Die P. T. Herren Aktionäre werden hiemit zur XXII. ordentlichen Generalversammlung eingeladen, welche am 9. April 1904, um halb 5 Uhr nachmittags, IX., Kolingasse Nr. 6, abgehalten wird. 8. & C. ALTSCHÜL, Pension für junge ' Teplitz-Schönau. Wissenschaftliche und wirtschaftliche Ausbildung. Französin und Engländerin im Hause. Aufnahme auch von jungen Mädchen, die die, Teplitzer Kur gebrauchen, und von schulpflichtigen Kindern. Sommeraufenthalt in Eichwald. Prospekte gratis. Pf 1Vät^yD1QSLSllllD Ung.-Brod, Mähren. Unterricht in allen Gymnasialgegen ständen und allen Fächern der jüdischen Wissenschaft. Ung.*Brod. Die Direktion Pr. flF. M. Juno* Z. 3332 ex 1904. Kimdmachrmg. daß ausschließlich die unter der besonderen Es wird hiermit zur Kenntnis gebracht, nachbenannten Verkaufsstellen für Koscherfleisch Aufsicht des Rabbinates der Cultusgemeinde stehen: Im I. Bezirk, Ignaz Weinstein, Seitenstettengasse Nr. 3; „ II. „ I. Axelrad, Krummbaumgaffe Nr. 2; „ „ „ Alexander Fuchs, Untere Augartenstraße 7; „ ,, » Ignaz Gerstl, Malzgasse 7; „ „ „ Nathan Lustig, Leopoldsgasse 49; „ „ * I. Reiß, Leopoldsgaffe Nr. 31; „ III. „ Wilhelm Schäfer, Kolonitzplatz 7; „ V. „ Johann Fleischhacker, Schönbrunnerstraße Nr. 15; „ IX. „ Max Hacker, Porzellangasse 16; „ XIV. „ Ernst Fuchs, Sechshauserstraße Nr. 35; „ XVI. „ Franz Swadosch, Hofferplatz 10; „ XVIL „ Heinrich Llohn, Ottakringerstraße Nr. 86; „ XX. „ CH Sch. Rnffenbaurn, Jägerstraße 5. Nur für die hier genannten Verkaufsstellen übernimmt da? Rabbinat die Verantwortlichkeit in Betreff des Kaschrus. Wien, im März 1904. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. An alle in der Ferne wohnenden Preßburger! An alle Freunde wahrer Wohltätigkeit! In Preßburg wurde vor Jahresfrist ein Verein gegründet, dessen Zweck: notleidende jüdische Familien durch Materie l l e H i l f e und leihweise Ueberlaffung von Maschinen und sonstigen Gerätschaften einem ehrlichen Erwerbe zuzuführen. Der Andrang von bedürftigen Petenten ist ein solch' großer, daß die vorhandenen Geldmittel n'cht ausreichen, trotzdem alle einfließenden Gelder obgenannten Vereinszwecken zugeführt werden. Preßburg er! die Ihr Euere Vaterstadt liebt, die Ihr hier Familienangehörige, Verwandte, Freunde und Bekannte habet, wisfit Ihr, wie Viele unter ihnen schweren Herzens abgewiesen werden müssen? Preßburgerl die Ihr auswärts Euer Brot gefunden, gedenket der notleidenden jüdischen Mitbürger Euerer Vaterstadt, tretet unserem Vereine als Mitglieder bei, (Gründerbeitrag 200 Kronen, Mitgliedsbeitrag zumindest 8 jährlich), helfet uns durch Spenden, den an uns gestellten Anforderungen zu entsprechen. Statuten und Berichte gratis. Anmeldungen und Spenden erbitten an Herrn Stadtrepräsentanten Friedrich Duschinsky, Preßburg, Spitalgasse Nr. l. „Verein Wohltätigkeit" zur Unterstützung in notgeratener jüdischer Familien. Vernat Frankl, Josef Alkalay, Fr. Duschinsky. Vize-Präses. Sekretär. Präses. Konkurs. Die Temesvar-Fabrlker lsr. Status po-ßemeinde wünscht die vakante Stelle des II. Kantors und Schächters Schochet, Ubodek, Wokore zu besetzen. Der Gewählte ist ausser den mit obigen Stellen verbundenen Agenden verpflichtet, auch die Agenden des Tempelchordirigenten zu versehen und im Chore mitzuwirken. Beansprucht wird musikalische Bildung, Schächter-Qualifikation, angenehme Stimme und Vortragsweise und entsprechende Befähigung zum Vorlesen der Thora und zur Leitung des Tempelchores. Mit dieser sofort zu besetzenden Stelle ist ein Jahresgehalt von 1200 Kronen, Naturalwohnung oder 240 Kronen Quartiergeld, halbe Schechita und das übliche Nebeneinkommen verbunden. Reflektanten werden eingeladen, ihre mit Zeugniskopien über ihre Qualifikation, bisherige Tätigkeit, Alter und Familienverhäituisse belegten Offerte, in welchem auch ihre Singstimme näher bezeichnet ist, bis 15. April I J. dem gefertigten Präsidium gefl. einzusenden. Zu Probevorträgen werden nur die Berufenen zugelassen und nur der Erwählte hat Anspruch auf Ersatz seiner Reisespesen. Temesvar, 8. März 1904. Das Präsidium: 1583 Szecsi Lajösm. p. Friedmann Manöm. p. Sekretär. Präses. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Bing, offeriert in reichster Auswahl Professor JCSmpt’s allgemein beliebte Brautgebetbncher mtd deutsche Audachtsbdcher für israelitische Frauen und Jungfrauen iu elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim Gold- und Silber-Borten. Im Verlage, von Samuel M. Paschelea. Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung soeben erschienen das berühmte Prachtwerk Professor Ir. Julius Fürst’s -— --- inUjtrirt« fünf pchcr jVloses mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und 231 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühere Auflage ist gänzlich ausverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dv. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIII, 0991

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