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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-02-26 · 9 (26.2.1904) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
9 (26.2.1904)
Date
1904-02-26
Page
– (sequence 15)
Language
German
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•MaKSK4SKi53BidKJB2J mmm Nr. 9 Es war das einer jener Momente, wo der Mensch den Flügelschlag einer höheren Welt vernimmt, der über diesem Erdenleben rauscht. Nachdem der Großvater mit dem Segen zu Ende war, streckte er mir die Hand entgegen und sagte: „Harschele, da gibst du mir die Hand, daß du nicht aufhören wirst, Gemore (Talmud) zu lernen und du wirst gesund werden." Ich legte meine Hand in die seine, und — am anderen Tage konnte auch die Mutter schon „in Schul" gehen, denn ich war außer Gefahr. Dieser Handschlag war entscheidend für mein ganzes Leben, denn als ich als „Jüngling am Scheidewege" bei der Wahl eines Berufes einem weltlichen Fache mich zuwenden wollte, da fiel mir im Momente der Entscheidung das heilige Gelöbnis ein, das ich in die Hand des Großvaters gelegt hatte, und — ich hörte nicht auf, das Gebiet des Talmud zu Pflegen. (Fortsetzung folgt.) Neue Bücher. Dr. E. Kalischer, Rabbiner in Bonn. Festworte zur fünfundzwanzigjährigen Jubelfeier der Bonner Synagoge (30. Jänner 1904). Veröffentlicht durch den Vorstand der Synagogengemeinde. Max Herschel, Bonn, 1904. Dr. Julius Fischer, Rabbiner. Hin treten und rede n. Predigt zu Sabbat Wajjigasch, gehalten im neuen Tempel (Geistgasse) in Prag am 26. Dezember 1903. Herausgegeben vom Tempelvorstande. Dr. B. Jacob, Rabbiner der Synagogengemeinde Göttingen. Im Namen Gottes. Eine sprachliche und religionsgeschichtliche Untersuchung zum Alten und Neuen Testament. Verlag von S. Calvary und Comp., Berlin NW. 7, 1903. Bon dem Talmudisten Josua Hermann Mises, Wien, II., Förstergaffe 2, ist ein hebräischer Kommentar zu den Psalmen, dem Buche Hiob, den Sprüchen Salomonis und dem Buche Koheleth erschienen. Selbstverlag des Verfassers. Krieskafte«. F. M. Der Bürgermeister von Kojetein, der mit 20.000 Kr. flüchtig wurde, war natürlich ein Antisemit. Der „Ehrenmann" schimpfte immer auf die Juden. Dr. L. in Bukarest. Wir bitten um die Broschüre. Im Uebrigen Gruß und Dank. K. Die Liebig's Extrakt of Meat Company Limited sucht einen Tierarzt „christlicher Konfession", was unsere Leser sich merken sollten. „Germanicus." Die deutschnationalen Rassenschwärmer begeistern sich für die Russen, und es ist nur gerecht und billig, daß ihre Konnationalen und Parteigenossen an der Prager Universität von den czechischen Studenten gelegentlich einer russenfreundlichen Demonstration ausgiebge Prügel erhielten. F. K. Zwischen Dr. Zinn er und Dr. Löbl besteht nur der Unterschied, daß der Letztere eine Zierde der christlichsozialen Partei war und von den Wählern mit einem Landtagsmaudat betraut wurde. Die antisemitische Parole hat stets gelautet: Der Lump an der Spitze. Jul. Holub, Bruck a. L.: Holleschau, Straßnitz, Austerlitz, Kostet u. s. w. Gm. Grimm, Königsstadtl. Die Chewra-Kadischa veranstaltet nach einer uralten Tradition am 7. Adar, dem Todestag des Volksgründers Moses, ein Requiem für ihre im abgelaufenen Jahre verstorbenen Mitglieder. I. P. Der Inhaber der Handelsschule Patzelt wurde durch den antisemitischen Bezirksausschuß zum Ortsschulrath gewählt. „Alte Zeiten". Zu einfach. „Afiaticus." Ein Glaubens- und Stammesgenoffe des Herrn Ernst Vergani, der Zimmermann August Groß aus Kreiwitz, stand in Neisse am 19. Februar vor dem Schwurgericht, weil er an feiner 62 Jahre alten Mutter ein schweres Sittlichkeitsverbrechen begangen (Sette 143 hatte. Groß beging die Untat sogar, während sein Vater als Leiche im selben Zimmer lag. Der Angeklagte, der bereits sechzehnmal vorbestraft war, darunter mehreremale mit Zuchthaus, erhielt acht Jahre Zuchthaus zuerkannt. S. Wertheim. Wien. Der 12. März 1867 war Dienstag der 5. Weadar. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Bekanntmachung. 565 Es wird hiemit bekannt gegeben, daß ausschließlich die Mazzoth-Bäckerei des Adolf S ch m i e d l (Friedmann s Eidam), XX., Marchfeldstraße 21, unter der Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinats der Wiener israelitische« Kultusgemeinde steht. Adolf Schwiedl. Konkurs. Bei der israelitischenKultusgemeindeBzeszow(Galizien) ist der Posten eines t A Rabbiners zu besetzen. Mit diesem Posten ist ein jährlicher Gehalt von 3000 Kronen nebst den üblichen Emolumenten und einer aus fünf Bäumen bestehenden Natural wohnung verbunden. Bewerber um diesen Posten haben bis zum 15. März 1904 bei der Obrigkeit der Gemeinde ihre Gesuche einzubringen und darin nachzuweisen: 1. Die österreichische Staatsbürgerschaft; 2. makelloses Vorleben in moralischer und staatsbürgerlicher Hinsicht; 3. Kenntnis der deutschen, polnischen und hebräischen Sprache in Wort und Schrift; 4. eine den Vorschriften des § 11 des Gesetzes vom 21. März 1ö90, R-G.-B. Nr. 57, und des Erlasses des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht vom 7. Juni 1892, Z. 7025, Nr. 47 R.-G.-B entsprechende Bildung: 5. rituelle, durch einen Rabbiner bestätigte Kenntnisse. Die Bewerber sind gehalten, über Aufforderung der Gemeindeobrigkeit an einem zu bestimmenden Tage eine Probepredigt in Rzeszow abzuhalten. Nach dem Konkurstermin eingebrachte Gesuche bleiben unberücksichtigt. Wegen abgeänderten Bedingungen wird dieser im Jänner 1. J. veröffentlichte Konkurs neuerlich kundgemacht. Rzeszow, im Februar 1904. D Heinrich Wachtel, Or. Josef Fechtdegen, Mitglied des Beirates. Präses des Beirates der israelitischen Kultusgemeinde. Konkurs. Die iraelitische Kultusgemeinde in S1S S 6 k (Kroatien; besetzt den Posten eines Rabbinats - Verwesers mit einem Jahresgehalt von Kronen 2000.— nebst Naturalwohnnng und üblichen Emolumenten. Derselbe hat die Rabbinatsfunktionen zu versehen und den Religionsunterricht an der hiesigen Elementar- und Bürgerschule zu erteilen. Bewerber sollen akademisch gebildet und einer slavischeu Sprache mächtig sein. Entsprechend ausgestattete Gesuche sind bis längstens 20. März an den gefertigten Vorstand zu leiten. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet Sissek, 22. Februar 1904. Der Vorstand: Or. Hugo Fürst Dr Mocb's Mocbenscbrikt,

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