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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-02-05 · 6 (5.2.1904) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
6 (5.2.1904)
Date
1904-02-05
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Sette 96 in der Vetofrage, insbesondere aber eine ans Blasphemische streifende Wendung, die er sich hiebei erlaubte, haben in allen ernsten katholischen Kreisen den peinlichsten Eindruck hervorgerufen. Gewiß ist auch das Gros der christlich-sozialen Partei mit dem Tone, den dieser Abgeordnete anschlagen zu muffen glaubte, nicht einverstanden Aber die Partei kennt doch Herrn Schneider; warum stellt sie ihn immerfort auf so exponierte Posten? Hat denn der christlich-soziale Gedanke noch so wenig im Volke Wurzel gefaßt, daß die Partei darauf angewiesen ist, Volksmänner wie Herrn Schneider besonders zu cachoulieren?" Auch daß Herr V e r g a n i eine päpstliche Auszeichnung erhalten, erregt nicht minder Bedenken. Es heißt in einem Artikel darüber: „Es wäre doch gar zu widersinnig, anzunehmen, daß Herr Vergani einen päpstlichen Orden dafür erhielt, weil sein Blatt die Autorttät der Bischöfe untergräbt, den religiösen Jndifferentismus befördert, die entschiedenen Katholiken al§ „Klerikale" bekämpft, in Feuilletons die Unsterblichkeit der Seele in Frage stellt." „Es mag ja sein, daß man an der zuständigen Stelle, der die Vorschläge für Ordensverleihungen obliegen, von diesen Sachen gar keine Ahnung hat, weil man deutsche Zeitungen nicht lesen kann und sich diesbezüglich auf Gewährsmänner verlaßt, die nicht gerade unbedingtes Vertrauen verdienen." Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnemeutsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. H 7/1 kurz, schöner Ton, sofort zu verkaufen. VI. Bez., \WfKi II» Iw Gumpendorferstrasse 99,1. St., Th. 14, Steiner. Ignaz ruü> RosaUe Wolf Krankenunterstützungs- Stiftung. Am 2. Jjar (17. April) d. I. gelangen die halbjährigen Jutereffen der obigen Stiftung per K 200 an arme hilfsbedürftige Kranke der hiesigen israelitischen Kultusgemeiude in der Weise zur Verteilung, daß keiner der Bete ilten ein eu Betrag un terLbOerhält. Die Bewerber haben ihre mit 'dem Armuts- und Krankhettszeugniffe belegten Gesuche im Einreichungs- Protokolle der israelitischer Kultusgemeinde I., Settenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette während der Amtsftunden von 9 bis 12 Uhr Vormittags unentgeltlich zu beheben sind, bis längstens LS. Februar 1904 zu überreichen. Gesuchsteller, welche ihre Verwandtschaft mtt den Stiftern nachzuweisen in der Lage sind, genießen unter gleichen Verhältnissen vor anderen Bewerbern den Vorzug. Auszüge aus den Matriken der israelttischen Kultusgemeinde in Wien sind als Gefuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Das Kuratorium. Israelitische Kultusgemeinde Wie». Vom Vorstände der israelitischen Kultusgemeinde in Wien wird hiermit verlautbart, daß am 16. April 1904, als dem Sterbetage der Frau Lotti Reich geb. Schönbeck, das jährliche Zinsenerträgnis der Lotti Reich'schen Widmung per K 98 an zwei weibliche arme Kranke zur Verteilung gelangt. Die mit dem Geburts-, Armuts- und Krankheitszeugnisse belegten Gesuche sind bis LS. Februar 19(14 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde I., Seitenstetlengaffe 4, I. Stock, woselbst Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der ffraelittschen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelcge nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffend«! Daten. Ruht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Joses und Cäcilre Adler-Stiftung. Am 28. April 1904 gelangen bei der israelitischen Kultusgemeinde Wien die halbjährigen Zinsen der obigen Stiftung per K 225 in Beträgen von L 40—60 an arme Personen israelitischer Religion behufs Bezahlung der Wohnungsmiete zur Verteilung. Die Bewerber haben die mit dem Nachweise ihrer Armut versehenen Gesuche bis LS. Februar 1904 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeiude (L, Settenstettengaffe 4, I. Stock) von 9 bis 12 Uhr vormittags zu überreichen, woselbst Gesuchsblankette unentgeltlich zu beheben sind. Arme Verwandte der Stifterin Frau Cäcilie Adler, sodann Witwen mtt unversorgten Kindern, ältere, hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, endlich dem Lehrfache ungehörige Personen werden in erster Linie berücksichtigt. Auf später ettttangende Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Nr. 6 Milde Stiftung des Herrn Mich. Cohen de Silva. 7? •-* r* „ ,~.vs5S ->;?'* ‘ ’* Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeiude Wien bringt hiemit zur Kenntnis, daß aus den Zinsen der obengenannten Stiftung an junge israelitische Handwerker zu ihrer Etablierung als Meister 1 S t i f t p l a tz ä K 760 zur Verleihung gelangt. Die Bewerber haben ihre mit dem Geburts- und Heimatscheine, dem Nachweise über verbrachte Lehr- und Gesellenzeit, sowie mtt dem. Armutszeugnisse versehenen Gesuche bis 29. Februar 1904 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde (I., Seitenstettengaffe 4, I. Stock) zwischen 9 und 12 Nhr vormittags, woselbst Gesuchsblankette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbeilagen nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Adam Herzseld-Ausstattungs-Stistung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenntnis, daß die Zinsen der von dem Herrn Adolf Herzfeld begründeten Ausstattungs - Stiftung im Betrage von Krone« 240.— an ein mit dem Stifter verwandtes, armes, sittsames Mädchen israelitischer Konfession zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit dem authentischen Nachweise ihrer Verwandtschaft mit dem Stifter und dem Brautstandszeugnisse versehenen Gesuche bis 20. Februar 1994 im Einreichungs-Protokolle, der israelitischen Kultusgemeinde Wien (I., Seitenstettengasse 4, I. Stock) zu überreichen, woselbst Gesuchsblankette während der Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags unentgeltlich zu beheben sind. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbe-Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 20. Jänner 1904. Der Vorstand der israel. Knltusgemeinde Wien. Warnung! Ich bitte darauf zu achten, dass die in der Mazzotbäckerei Monat & Kleiner unter meiner Aufsicht erzeugten Mazzot und Gries mit meinem Siegel versehen sein sollen, da ich nur für die gezeichnete Ware die Verantwortung lür das Kaschrus übernehme. Rabbiner Meyersohn. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Bing, offeriert in reichster Auswahl Professor Kfimpt’s allgemein beliabta BrautgebeMcher und deutsche ftudachtsbficher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim Gold- und Silber-Borten. Im Verlage von Samuel W. Pascheies, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung soeben erschienen das berühmte Prachtwerk Professor Pr. Jnlins FBrsfs- — -— iltastrirte fünf Bicher jWoses mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und 231 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Preis der früheren Auflage, solange der geringe Vorrat reicht, ö. W. fl. 3.50. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. . Dr. Mocb's MocbenscbrM. Herausgeber uud verautworüicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VUL

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