Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-02-05 · 6 (5.2.1904) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
6 (5.2.1904)
Date
1904-02-05
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3020846-3021547-3021554--13345-3037991
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 88 Dr. Dlocb's 'MycbenscbrM. Nr. 6 Frau Amalie Bratmann, für's Talmudstudium im Bet- Hamidrasch 17 Seforim. Herr Abraham Lubasky, 1 Futzteppich beim Schulchan im Gemeinde-Tempel im XVIII. Bezirk. Herr Wilhelm Pisk, 1 Schutzdecke für den Schulchan im Gemeinde-Tempel im XVIII Bezirk. Herr Israel Rosenberg, 1 kleine runde Uhr für den Tempel XVIII. Der Vorsitzende bringt einen Bericht über die finanziellen und statistischen Ergebnisse im Verwaltungsjahre 1903 zur Kenntnis der Versammlung. In Betreff des durch den Rücktritt des Präsidenten Herrn kaiserl. Rat Klinger freigewordenen Vorstandsmandates beschließt die Versammlung in Zustimmung zu dem Anträge des Vertreter-Kollegiums, dieses Vorstandsmandat gleichzeitig mit den nächstfolgenden allgemeinen Neuwahlen zur Besetzung zu bringen. Es gelangt der Antrag des Vertreter-Kollegiums, betreffend die Fortsetzung der auf einem Teile des Währinger israelitischen Friedhofes bereits durchgeführten Restaurierungsarbeiten in einer zweiten Abteilung dieses Friedhofes, zur Beratung. Die Instandsetzung des Friedhofes, welche unter der völlig selbstlosen, sachkundigen Oberleitung des Herrn Architekten Fleischer erfolgte, hat bei vielen Gemeindemitgliedern, deren Angehörige auf dem Währinger Friedhofe ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, besondere Befriedigung hervorgerufen, die sich auch in namhaften Beiträgen zu diesem pietätvollen Werke bekundet hat. Der Vorsitzende gibt der begründeten Hoffnung Raum, daß diese werktätige Teilname auch bei Fortsetzung der Herstellungen sich manifestieren werde. An der über diesen Gegenstand sich entwickelnden Debatte beteiligen sich die Herren: Vertreter Doktor Steiner, Dr. Breuer, Baurat v. Goldschmidt, kaiserl. Rat Hirsch, Eltbogen, Baurat Stiaßny, Oberfinanzrat Dr. Rappaport, Landesschulrat Dr. Kohn. Bei der Abstimmung wird die vom Vertreter-Kollegium in Antrag gebrachte Fortsetzung der Nestau? rierungsarbeiten auf dem Währinger israelitischen Friedhofe beschloffen. Mehrseitigen Anregungen Folge gebend, hat das Vertreter- Kollegium die Begründung eines Maskirbuches für die Versorgungs-Anstalt beschlossen, in welches die Namen jener verstorbenen Personen, die sich um die Anstalt in hervorragender Weise verdient gemacht haben, Aufnahme finden, bei der an den bestimmten Festtagen stattfindenden rituellen Gedächtnißfeier für die Hingeschiedenen im Betsaale der Versorgungs- Anstalt zur Verlesung gebracht und hiedurch dauernd in der dankbaren Erinnerung der Gemeinde erhalten werden sollen. In Zustimmung zu diesem prinzipiellen Beschlüsse genehmigt die Versammlung, daß in das Maskirbuch für die Versorgungs- Anstalt die Namen folgender Personen eingezeichnet werden: Sigmund und Nanette Edle von Wertheimstein, Hofrat Dr. Angela Ritter von Kuh, Ludwig Bürger, Charlotte Lerner, Emilie Singer, Präsident Gustav Simon, Baronin Clara Hirsch de Gereuth, Oberingenieur Arthur Edler von Mises, Julius Stern; endlich auf Grund stistbrieflicher Anordnung Carl Pollak Lsulor und Johanna Spitzer. Folgende vom Vertreter-Kollegium beschlossene Stiftungsverleihungen werden zur Kenntniß genommen, und zwar: Aus der Dr. S. Plohn'schen Studentenstiftung 2 Plätze per je K 200.— und 3 Plätze per je K 100.—; aus der Lori Baumgarten-Stiftung für Herzkranke Frauen 1 Platz per X 35.—; aus der Oberrabbinerin Fanny Güdemann-Stiftung für Kranke weiblichen Geschlechtes 2 Plätze per K 35.— : aus der Rosalia Mintz'schen Witwenstiftung 4 Plätze per je K 183.—; aus der Jcckob Fischlffchen Verwandten-Stistung X 410.— an 5 Bewerber; aus der Dr. Jakob Goldenthal'schen Stiftung für Rabbinatskandidaten 1 Platz per K 100.—; aus der Samuel Süffermann'schen Stiftung für Talmudschüler 4 Plätze per je K 200.—. Die Abel Rappaport'sche Studentenstiftung mit dem Betrage jühMcher K 1100.— wird gemäß Antrag des Vertreter- Kollegiums an einen Studierenden der Medizin auf die Dauer der gesetzlichen Studienzeit verliehen. Nach Erstattung einiger Referate in Friedhof-Angelegenheiten durch den Obmann der Friedhofkommission, Herrn Baurat von Goldschmidt, und nach Erledigung von Steuer-Angelegenheiten wird die Sitzung um halb 2 Uhr Nachmittags geschlossen. Bethausstenden: Im GemeindcbethausStadt: Von Herr Jakob Schick Kronen K)0.—; von Herrn Dr. Hermann Bardach 50.—; von Herrn Josef Päunzen 40.—; von Herrn Emanuel Baumaarten 100.—; von Herrn B. Altstädter 50.—; von Herrn Sigmund Bachrach 20 - . Im Gemeindebethaus Leopold st adt: Von Herrn Leopold Otto Kronen 20.—; von Herrn Adolf Jung 10 —; von Herrn Dr. Josef Winternitz 100.—; von Herrn Negierungsrat Dr. Julius Schlag 20.—. Im Gemeindebethaus XV., Turnergasse 22: Von Herrn Julius Ehrmann Kronen 40. -; von Herrn Gabriel Haas 4.—; von Herrn Moritz Lerchenfeld 10.—; von Herrn Jonas Samek 25.—; von Herrn Alois Haas 1.; von Herrn Noe Rosenstrauß 2.—; von Herrn Heinrich Wohlmut 2.—; von Herrn Isidor Gelbart 4.—; von Herrn Alexander Markus I.—; von Herrn Ludwig Spitzer 10.—; von Herrn Adolf Winkler 1.—; von Herrn Alexander Markus 1.—; von Herrn David Kohn 1.—; von Herrn A. Köllner 3.—; von Herrn Salomon Jurberger 18.-; von Herrn Abraham Menkes 4.—; von Herrn Nathan Offenburg 30.—. Wien. Die Adresse, welche der Kultusvorstand an den gewesenen Präsidenten Herrn kaiserl. Rat Klinger anläßlich seines Rücktrittes von der- Präsidentenstelle richtete, hat folgenden Wortlaut: „Mit geehrter Zuschrift vom 31. Dezember v. I. haben Sie den Entschluß, ob Ihrer erschütterten Gesundheit aus dem Kultusvorstande zu scheiden, bekanntgegeben. Vereinte Bemühungen, Sie in diesem Entschlüsse wankend zu machen und so durch Beibehaltung des Vorstandsmandates uns die Möglichkeit zu bieten, Sie wieder an die Spitze unserer Gemeinde zu berufen, sind leider erfolglos geblieben. Der Vorstand in seiner Plenarsitzung vom 6. Jänner l. I. mußte demnach diese Tatsache zu bedauerlicher Kenntnis nehmen. Der Vorstand mußte aber auch bei diesem Anlasse der hohen unvergänglichen Verdienste gedenken, welche Sie sich während einer 18jährigen Amtsführung als Mitglied des Vorstandes,' des Vertreter- Kollegiums, als Vizepräsident und zuletzt durch 6 Jahre als Präsident um unsere Gemeinde erworben haben. Vor wenig mehr als einem Jahre, anläßlich Ihres 70. Geburtstages, haben wir in einer Adresse und bei deren feierlichen Ueberreichung unserer vollen Anerkennung, unserem wärmsten Danke Ausdruck gegeben. All das neuerlich zu bekräftigen, neuerlich in einer Adresse — welche wir zu unserem Bedauern als Abschiedsadreffe bezeichnen müssen — zum Ausdrucke zu bringen, hat der Vorstand in seiner Plenarsitzung vom 6. Jänner l. I. einhellig beschlossen. In den mehrfachen, oberwähnten Stellungen, welche Sie in unserem Kollegium bekleideten, insbesondere aber als Oberhaupt der Gemeinde waren und blieben Sie stets mustergiltig voranleuchtend, in tüchtiger, unermüdlicher, gewissenhafter, sorgsamster Amtsführung. Ihren Bestrebungen verdanken wir die Erhaltung des Ansehens, der Würde des Vorstandes nach außen, die Wahrung des Friedens im Innern des durch mancherlei Verschiedenheiten in religiöser Richtung und auch durch sonst mancherlei Parteien und Parteiungen bewegten Gemeindelebens. Der so überaus wichtigen Ordnung des Gemeindehaushaltes haben Sie Ihre stete besondere Obsorge zugewendet. Und wenn demselben eine durch die geänderten Verhältnisse gebotene neue Grundlage gegeben wurde, wenn den gesteigerten, drängenden Bedürfnissen entsprechend die Einnahmsquellen heute reichlicher fließen, so haben wir dies Ihrem bedächtigen, weisen Vorgehen in allererster Linie zu danken. Das Wohlwollen, welches Sie unseren gemeinnützigen Anstalten gegenüber betätigten, die fteundliche Anteilnahme, welche die so zahlreichen Hilfsbedürftigen stets bei Ihnen fanden, die unausgesetzte Förderung alles Guten und Edlen werden Ihnen in unserer.Gemeinde nie vergessen werden. Mögen Sie auch uns, den sämtlichen Mitgliedern des Vorstandes, welche sich stets Ihres kollegialen, freundlichen Entgegenkommens zu erstellen hatten, ein freundliches Andenken bewahren, und

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.