Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 20 (1903)
- Issue
- 37 (11.9.1903)
- Date
- 1903-09-11
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 698 Dr. Mocb's MocbenscbrLkt. Nr. 37 Theobald Uffenheimerfche Ausstattungs-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien gibt hiermit bekannt, daß am 28. November 1903 aus dieser Stiftung drei Plätze im Betrage von je K 840.— an arme israelitische, wohlverhaltene Mädchen zur Verleihung gelangen werden. Unter den Bewerberinnen um diese Stiftung genießen ein Vorrecht: 1. Verwandte des Stifters. 2. Nach Wien zuständige oder im Bezirke Leopoldstadt in Wien oder iu Wien überhaupt geborene Bewerberinnen. Die mit dem Geburts-, Armuths-, Sitten- und Brautstands- Zeugnisse, sowie beim Vorhandensein eines oder mehrerer der erwähnten Vorzugsrechte mit den diesfälligen documentarischen Nachweisen versehenen Gesuche sind bis 30. September 1903 im Einreichungsproiokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst Gesuchsblauquette während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr Vormittags behoben werden können, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbeniatriken der israelitischen Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die g e n a u e Angabe der bezüglichen Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Max Marmorosch-Stiftuug für Handels- Akademiker. Am 5. Kislew (24. November 1903), als dem Sterbetag des Herrn Max Marmorosch, gelangen aus obiger Stiftung zwei Plätze ä K 350.— an arme israelitische Schüler der Wiener Handelsakademie zur Verleihung. Unter den Competeuten genießen bei gleicher Würdigkeit in erster Linie den Vorzug solche Bewerber, welche mit dem Stifter Herrn Jacob Marmorosch, mit dessen Gattin Frau Rachel geb. Löbl oder mit deren Schwiegersöhnen, Herrn Hermann Lemberger und Herrn Carl Pisling verwandt sind, in zweiter Linie solche, welche in Bukarest geboren oder dort ihre Erziehung ganz oder zum Theile genossen haben. Die mtt einem Geburts-, Armuths- und den bisherigen Schulzeugnissen, sowie eventuell mit deu im Sinne des vorhergehenden Absatzes ein Vorzugsrecht begründeten Nachweisen belegten Gesuche sind im Einreichungsprotokolle der israel. Cultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch G.'suchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, bis 3». September 1903 zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbeniatriken der isral. Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Sigmund und Regine Kauders'fche Herrats-Ausstattungs-Stiftung für mittellose jüdische Bräute. Aus der obgenannten Stiftung sind am 26. November 1903 die Jahreserträgnisse per K 220.— vor allem Anderen an Verwandte des stifte rischen Ehepaares, Herrn Sigmund Kauders und dessen Gattin, Frau Regine, geborene Schlesinger (in erster, zweiter und dritter Linie)', anVerwandtederFamilienDr. An ton Kauders undJohannaWolf, ve rehelichten Kauders in Eisenstadt, Ungarn, JoscfSchlesinger uudJohannaNeubrunn, verehelichte Schlesinger inTyrnau, Ungarn (in erster und zweiter Linie) und in Ermanglung von Bewerberinnen der vorgenannten Kategorien, an nach Wien zuständige, bezw. in Wien geborene und bis zur Zeit der Bewerbung daselbst wohnhafte Bewerberinnen, endlich in letzterLinie an Bewerberinnen österreichisch oder ungarischer Staatsangehörigkeit, o h n e Rücksicht auf Zuständigkeit und Wohnort, zu verleihen. Die Gesuche sind mit dem Geburtszeugnisse, dem Mittellosigkeits- oder Armuthszeugnisse, dem Sittenzeugnisse, sowie dem Nachweise des Brautst a n d e s zu belegen; Bewerberinnen, welche das Vorzugsrecht der Verwandtschaft geltend machen wollen, haben dieselbe bocumenta risch nachzuweisen; Bewerberinnen, welche nach W en zuständig sind, haben die Wiener Heimatsberechtigung, in Wien geborene endlich, den Umstand, daß sie bis zur. Zeit der Bewerbung in Wien domicilirten, mtt dem Meldzettel zu belegen. Die Ueberreichuug der ordnungsgemäß belegten Gesuche hat bis längstens 30. September 1903 im Einreichungsproiokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien (L, Seitenstettengasse 4, I. Stock), woselbst Gesuchsblanquette während der Amtsstunden (9 bis 12 Uhr Vormittags) unentgeltlich behoben werden können, zu erfolgen. Auszüge aus den Geburts-, Sterbe- und Trauungsmatriken der israelitchen Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden in keiner Weise berücksichtigt. Wien, 1. September 1903. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien. Israelitische Cultnsgemeinde Wien. Z. 9855 ex 1903. Kurrdmachimg. Es wird hiermit zur Kenntniß gebracht, daß ausschließlich die nachbenannten Verkaufsstellen für Koscherfleisch unter der besonderen Aufsicht des Rabbinates der Cultusgemeinde stehen: Im I. Bezirk, Ignaz Weinstein, Seitenstettengasse Nr. 3; „ II. „ I. Axelrad, Krummbaumgasse Nr. 2; „ „ „ I. Reiß, Leopoldsgasse Nr. 31; „ V. „ Johann Fleischhacker, Schönbrunnerstraße Nr. 15 „ XIV. „ Ernst Fuchs, Sechshauserstraße Nr. 35; „ XVl. „ Franz Smadosch. Hofferplatz Nr. 10; „ XVII. „ Heinrich Kohn, Ottakringerstraße Nr. 86; „XVIII. „ Thomas Schwaiffer, Schulgasse 25; „ XX. „ Elo Kalter, Jägerstraße Nr. 22. Nur für die hier genannten Verkaufsstellen übernimmt das Rabbinat die Verantwortlichkeit in Betreff des Kaschrus. Wien, im Juli 1903. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. “Suche ftir meine Niehte staatlich geprüfte Kindergärtnerin mit sehr gutem Zeugnisse, vom 2. October d. J. an bei israelitischer Familie oder auch öffentlichen israelitischen Kindergarten ■ Stelle als Crzieherin — eventuell Kindergärtnerin. Dieselbe ist auch im Hebräischen und Religionsunterricht sehr gut bewandert. Auskünfte ertheilt Religionslehrer Sigm. Jelllnek. Oberhollabrunn. Ein Kompagnon für ein Farbwaaren-Geschäft der Fachmann sein muss, mit entsprechendem Capital gesucht. Samstag und Feiertag bleibt das Geschäft geschlossen. Anträge unter „Farbwaren-üeSGhäft“ an die Expedition des Blattes. 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