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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-08-28 · 35 (28.8.1903) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
35 (28.8.1903)
Date
1903-08-28
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Sette 568 Dr. Mocb's MocbenscbrLtd Nr. 35 Ferner alle Thier-, Mineral- und Pflanzennamen rc. Die Drucklegung dieses unterstützungswürdigen Werkes beträgt 5000 Kronen. Eventuelle Geldsendungen sind zu richten an Rabbiner Doctor Marge! in Pozega, Slavonien. Der Jahresbericht des Privat-Gymnasiums zu Ungarisch-Brod für das Jahr 1902/3. Es liegt un§ ein Jahresbericht über die segensreiche Schöpfung des Rabbiners Dr. Jung vor. welchen wir angesichts des Unlerrichtsbeginnes am 18. September fürs nächste Schuljahr sofort zur Anzeige in der „Oesterreichischen Wochenschrift" bringen, um die junge Anstatt in weiteren Kreisen bekannt zu machen und sie gebührend zu empfehlen. Wir sehen dabei von dem herrlichen, warm gehaltenen, eindrucksvollen Aufsatze: „Der hebräische Unterricht" ab, weil die anderen allgemeinen Nebenvortheile schon an und für sich den weitesten Kreisen die Benützung dieser Anstalt genügend empfehlen. Die Anstalt ersetzt vollständig ein Pensionat, Convicte u. dgl., ist nicht so kostspielig wie diese, sichert bester den Erfolg, erspart den religiösen jüdischen Eltern die Aufopferung der Religion und bietet unvergleichlich mehr Gewähr für die moralische Entwicklung, für die Aneiferung des Fleißes, für wissenschaftlichen Ernst der Zöglinge. Wir geben hier einigen Sätzen aus dem kurzen Vorworte des Profestors Dr. N o v a k Raum: „Anderseits birgt die Leitung des Privat-Gymnasiums bezüglich der Unterkunft des Kindes dafür, daß dasselbe Persönlichkeiten anvertraut wird, die, gewiffenhaft genug, mit der Umsicht für das körperliche Wohl auch jenes für ein gedeihliches Fortkommen des Kindes unbedingt nothwendige Streben verbinden, durch Ueberwachung den engsten Contact zwischen Schule und Haus herzustellen. Gerade an dieser Stelle möge daran erinnert werden, welch bedenkliche pädagogische Mißgriffe dadurch begangen werden, daß die zarten Knaben, der Ruhe des Elternhauses entrissen, in das Gewühl der Großstadt gestoßen oder in den Sälen von Convicten und Pensionaten zusammengepfercht jene gewiffe feine Bildung suchen sollen. Das Zusammenleben mit verschiedenartigen, oft trotz ihrer Jugend oft schon verkommenen Elementen macht auch die bestgemeinte Ueberwachung illusorisch. Die im Vergleiche zu öffentlichen Mittelschulen beschränkte Schülerzahl ermöglicht dem Lehrer das Eingehen in das Wesen jedes einzelnen Schülers: das Wiffen unserer Schüler kann kein lückenhaftes sein. Der Schüler ist jeden Tag am Worte und bemüffigt, jede Tageslection zu lernen." Und die Pflege des hebräischen, talmudischen und religiösen Unterrichtes ist nach dem vorliegenden Bericht so weit umfassend, daß keiner mehr auch nur beanspruchen wollte; vielmehr dürfte vielfach ein Dispens bis zu ftO°/0 angesucht werden. Wer das weiß, wie vielfach Eltern und gewissenhafte Vormünder in Angst und Bangen, welcherart sie mit einiger Gewähr ihre Kinder an einer Mittelschule unterbringen mögen, der wird nicht daran zweifeln, daß die Schöpfung des Rabbiners Dr. Jung, das Privat-Gymnasium in Ungarisch Brod in Mähren, eine Zukunft hat. Dr. M. L. Stern, Triesch. Neue Bücher. M. Friedländer. Geschichte der jüdischen Apologetik als Vorgeschichte des Christenthums. Verlag von Caesar Schmidt, Zürich, 1903. Eduard Duckesz, Klausrabbiner zu Altona. Jwoh Lemoschaw, enthaltend Biographien und Grabstein-Inschriften der Rabbiner der drei Gemeinden Altona, Hamburg, Wandsbrck, mit 24 Abbildungen. Mit Anmerkungen von Salomon Buber, Lemberg, Herausgeber: Eisig Gräber, Ja roslau, Redacteur des „Ozar Hasifruth", Krakau, 1903. Der Weg. Jüdische Monatsschrift. Nc. 1 und 2. Wien 20. August 1903. I. Jahrgang. Inhalt: Mathias Acher: Die jüdische Bewegung, M. I. Berdyczew ski: Zur Frage, Davis Trietsch: Die Landfrage im Zionismus. Rundschau, Schriftthum und Kunst. Herausgeber Philipp Frucht er, Wien, IX/1, Türkeustraße 21. Protokoll des I. Rabbiner-Congreffes von Krakau. Herausgegeben und verfaßt durch den Congreß-Secretär Elia Akiba Rabbi nowitsch, Rabbiner von Poltawa, Herausgeber und Redacteur des „Hapeleß". Jewish Kolonisation Association. Rapport de rAdministration Centrale au Conseil dAdministration pour l’annee 1902, pr6sent6 aux actionnaires ä lAssemblöe Generale du 26. JuiUet 1903. Paris, 1903. A. M. Luucz. Literarischer Palästina-Alm an ach für das Jahr 5664—1903/1904 mit Abbildungen IX. Jahrgang, Jerusalem 1903. Briefkasten. S. 91. Sie haben vollständig recht, allein der Minister des Innern, Herr v. Plehwe, weist jedes Ansinnen, die geplünderten Juden zu entschädigen, weit von sich und hat diese seine Ansicht einem jüdischen Anwalt, der ein diesbezügliches Gesuch an ihn richtete, in einer abschlägigen Antwort officiell ausgesprochen. Deshalb ist der gerichtliche Weg betreten worden. Zwei ausgeplünderte Juden haben die Herren von Raaben und Ustrugow beim Senat auf Schadenersatz verklagt. Sie berufen sich auf die bekannte Mittheilung im „Regiernngsboten", in welchem den Kischenewer Behörden officiell Nachlässigkeit im Amte vorgeworfen wurde. Dem Ausgang des Procestes wird begreiflicherweise mit großer Spannung entgegengesehen. F. Honoraransprüche müssen Sie sofort bei Einsendung des Berichtes, eventuell Artikels angeben. . M. L. Sie haben so unrecht nicht. Treffend bemerkt die Engländerin George Eliot über die Selbstnnkenntniß der Juden: „Der heilige Geist könnte sichtbar darin walten, aber die Menschen werden darüber lächeln und sagen: ein armer Jude! Und die Hauptbelächler würden mein eigenes Volk sein." Danksagung. Für die uns anläßlich der am 18. August d. I. in Baden bei Wien stattgefundenen Trauung unserer Tochter Hedwig mit Herrn Dr. Robert Bäcker, k. k. Professor am Staatsgymnasium in Sereth. so zahlreich entgegengebrachten B weise uns ehrender freundschaftlicher Sympathie gestatten wir uns, hier öffentlich unseren besten Dank abzustatten. Insbesondere sei dem verehrlichen Vorstande der israelitischen Caltusgemeinde in Wien, dem verehrlichen Vorstände der israelitischen Cultusgemeinde in Baden, dem gesammten Beamtenkörper der Wiener israelitischen Cultusgemeinde, den Functionären der Badener Gemeinde, sowie allen Freunden und Bekannten unser herzlichster Dank ausgesprochen. Baden bei Wien, im August 1903. Familie Joachim Bäcker. Wirfhsehafferin gesucht für eine grössere (landwirtschaftliche) Anstalt. Nur sehr tüchtige, in ähnlichem Wirkungskreise schon thätig gewesene Bewerberinnen wollen ihre ausführlichen Offerte an den Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, II., Taborstrasse 59 einsenden. G. Verlangen Sie nur den soeben erschienenen 51. Jahrgang des allgemein beliebten Pascheles’ iilustrirten Israel. 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